Der Geist der Freimut
Die Versammlung des „Synodalen Wegs“ in Frankfurt demonstriert ein anderes Verständnis von Kirche – und wie rasch sich eine Institution verändern kann.
Die Versammlung des „Synodalen Wegs“ in Frankfurt demonstriert ein anderes Verständnis von Kirche – und wie rasch sich eine Institution verändern kann.
Nach der Schlägerei bei einer Diskussion über das islamische Kopftuch geht der Streit an der Uni Frankfurt weiter. Es geht auch um die Frage, wer die wahren Linken sind.
Manche Leute stellen auf dem Amt fest, dass sie gar nicht wissen, aus welcher Kirche sie austreten wollen. Andere wissen Bescheid und wollen reden: über Steuern, Missbrauch, Vertuschung. Aber doch nicht mit einem Vertreter des Staates. Ein Gastbeitrag in fünf Kapiteln.
Angeblich war die AfD anfangs sehr bürgerlich. In Wirklichkeit ist die Entwicklung der Partei im Denken ihrer Gründer angelegt, das sich erst in der Masse verstärkte.
In Osnabrück sollen künftig mit staatlicher Förderung Imame ausgebildet werden – eine Kampfansage an große Islamverbände wie Ditib. Diese wollen keinesfalls die Kontrolle über die Ausbildung der Imame verlieren.
Montenegro hat ein Gesetz verabschiedet, um den Besitz kirchlicher Immobilien neu zu regeln. Doch eigentlich geht es um mehr: das Staatsbildungsprojekt eines einstigen Jungsozialisten und die Beziehungen des Landes zu Serbien.
Von der Pflicht zur Arbeitszeiterfassung, wiederverheirateten Chefärzten und verbotenen Kopftüchern: Ein Jahresrückblick auf zehn wichtige arbeitsrechtliche Entscheidungen.
Neben Pfarrern sollen künftig auch Rabbiner Soldaten der Bundeswehr begleiten. Das Bundeskabinett gab am Mittwoch grünes Licht für einen Staatsvertrag zur Verankerung jüdischer Militärseelsorge.
In der Atombombenstadt Nagasaki erinnert Papst Franziskus an die Schrecken der atomaren Zerstörung und kritisiert die Aufrüstung. Vor dem Denkmal der 26 Märtyrer fordert er Religionsfreiheit überall auf der Welt.
Der „New York Times“ wurden interne Dokumente zur systematischen Unterdrückung von Muslimen in Xinjiang zugespielt. Der oder die Urheber wollen damit auch Chinas Staatschef Xi Jinping treffen.
Die Zeugen Jehovas stehen in Russland nicht unter dem Schutz der freien Religionsausübung. Wiederholt wurde ein Anhänger zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt.
Der Thüringer AfD-Chef wirft mit Nazi-Vokabular um sich, träumt von einer De-Islamisierung und plädiert dafür, notfalls in „gallischen Dörfern“ den Widerstand zu organisieren. Ein Ausflug ins Denken eines Neurechten.
Nicht die Muslimbruderschaft, sondern der Salafismus ist die Gefahr, schreibt der Jurist und Autor Rudolf Steinberg in seinem Gastbeitrag: Eine Entgegnung auf Heiko Heinisch und Nina Scholz.
Beim Italien-Besuch des amerikanischen Außenministers wird ein Stück Parmesan zum Symbol für die Folgen der Strafzölle. Neben dem Handelskrieg ist der Konflikt in Libyen ein wichtiges Thema der Gespräche.
Donald Trump besucht kurzfristig den Klimagipfel in New York. Die UN missachtet er trotzdem schon seit Jahren. Am Abend erklärten sich Merkel, Macron und Johnson zu den Angriffen auf Saudi-Arabien.
Es gibt viele gute Gründe, einen Gipfel zur Religionsfreiheit abzuhalten. Trump aber hatte einen schlechten: Ablenkung vom gleichzeitigen Klimagipfel. So dient er der guten Sache nicht.
Ende Oktober wird in Kanada gewählt. Premierminister Justin Trudeau, der seiner liberalen Partei vor vier Jahren einen Rekordsieg einbrachte, führt einen Wahlkampf mit Startschwierigkeiten.
In Berlin dürfen Lehrerinnen kein Kopftuch tragen. Trotz anhängiger Klagen hält der Senat am Neutralitätsgesetz fest. Ein Rechtsgutachten bestätigt nun: Das Kopftuchverbot an Schulen ist verfassungskonform.
Bespuckt, beschimpft oder verletzt: In den letzten Wochen gab es mehrere antisemitische Angriffe in Deutschland. Gady Gronich, Generalsekretär der Europäischen Rabbinerkonferenz zeigt sich besorgt – und fordert Prävention an Schulen.
Die niedersächsische CDU hat beschlossen das betäubungslose Schächten von Tieren zu verbieten. Dafür erntet sie viel Kritik, auch vom Koalitionspartner.
In den Niederlanden gilt ab sofort ein Burkaverbot. Paris hat die Vollverschleierung bereits 2011 verboten – und hält trotz Kritik des UN-Menschenrechtsausschusses daran fest.
Erbittert stritten die Niederländer um das Verbot der Vollverschleierung. Nun sind Burkas und Schleier in Ämtern, Krankenhäusern und Nahverkehr untersagt. Doch wer kontrolliert?
Die Weimarer Reichsverfassung gilt als Geburtsurkunde des freien Staatswesens. Auch heute noch wirkt sie fort in unserem Grundgesetz. Vor hundert Jahren wurde sie verabschiedet.
Kartar Maniyani und Jaspal Ghotra sind Sikh-Anhänger. Den Turban für das Motorradfahren abzulegen, kommt für sie nicht in Frage. In Indien seien sie oft mit dem Motorrad unterwegs – ohne Helm versteht sich.
Auch ein Anhänger der Sikh-Religion muss auf dem Motorrad einen Helm tragen. Das Bundesgericht begründet dieses Urteil unter anderem damit, dass Fahrer mit Helm eher Erste Hilfe leisten können.
Der Europäische Gerichtshof hat im Streit über das kirchliche Arbeitsrecht lediglich die Akzente verschoben.
Selbstaufgabe gehört nicht zu den Staatszielen. Ein Land, das Menschen bewusst aufnimmt, die mit den Grundwerten der Gemeinschaft nichts anfangen können, legt die Axt an eben diese Grundwerte.
Die Anschläge in Sri Lanka haben ein erschreckendes Licht auf die Lage von Christen geworfen. In vielen Ländern der Welt werden sie unterdrückt und Opfer von Gewalt und Terror.
Während deutsche Politiker zu mehr religiöser Toleranz aufrufen, geht die Suche nach Motiven und Hintermännern in Sri Lanka weiter. Die Zahl der Toten ist inzwischen auf 310 gestiegen.
Als erstes katholisches Kirchenoberhaupt seit 30 Jahren ist Papst Franziskus zu Besuch in Marokko. In dem muslimischen Königreich setzt er sich für Religionsfreiheit und gegen Fundamentalismus ein.
Schlimmer als zu Sowjetzeiten? Nach der Gründung einer eigenständigen orthodoxen Kirche in der Ukraine warnen moskautreue Geistliche und Medien vor einer neuen Christenverfolgung – mit abwegigen Vergleichen.
Ein Arzt erstritt sich kürzlich das Recht, zum zweiten Mal heiraten zu dürfen, trotz eines katholischen Arbeitgebers. Auch anderswo versuchen Chefs immer wieder bei der Partnerwahl mitzumischen – in teilweise kuriosen Fällen.
Trotz Kritik hält die Frankfurter University of Applied Sciences weiterhin an der Einladung von Jörg Meuthen fest. Der AfD-Bundessprecher soll an einer Podiumsdiskussion zur anstehenden Europawahl teilnehmen.
Für viele junge Erwachsene spielt das Thema Flüchtlinge im Alltag eine geringe Rolle, zeigt eine Forsa-Umfrage. Trotzdem sieht sich die AfD durch die Erhebung in ihrer Haltung zu Islam und Zuwanderung bestätigt.
Die Polizei hat für 2018 deutlich mehr antisemitische Straftaten erfasst. Die meisten Täter kommen aus dem rechtsextremen Milieu. Aber auch die Mehrheitsgesellschaft entwickle sich in eine kritische Richtung, sagt der Vizepräsident des Zentralrats der Juden.
Amerikanische Zeitungen berichten über Hunderte sexuelle Missbrauchsvorwürfe gegen den Baptistenverband. Ihr Ethikchef lobt die Journalisten für ihre Arbeit.