Strand statt Schule
In China regiert die Angst vor der zweiten Viruswelle – und die Deutschen dürfen wieder an Europas Küsten fliegen. Unruhig ist es weiter in Amerika und um Philipp Amthor. Alles Wichtige steht im Newsletter für Deutschland.
In China regiert die Angst vor der zweiten Viruswelle – und die Deutschen dürfen wieder an Europas Küsten fliegen. Unruhig ist es weiter in Amerika und um Philipp Amthor. Alles Wichtige steht im Newsletter für Deutschland.
In einer bundesweiten Aktion sind Menschen am Sonntag auf die Straße gegangen, um gegen Diskriminierung und Rassismus zu demonstrieren. Die Polizei sprach von vorbildlichen Teilnehmern.
Über Xenophobie wird oft gesprochen wie über einen seltenen Dämon. Dabei steckt sie in uns allen – ganz gleich, welche Hautfarbe wir haben. Menschen können aber lernen, diesen Instinkt zu reflektieren.
Margarete Koppers war Vizepräsidentin der Berliner Polizei, heute leitet sie die Generalstaatsanwaltschaft der Hauptstadt. Ein Gespräch über Rassismus und warum Deutschland anders funktioniert als Amerika.
Mainz 05 kämpft gegen Rassismus – und mit seiner Identifikationskrise. Weil der Klub ein bestimmtes Alleinstellungsmerkmal nicht ausreichend an seine Anhänger vermittelt bekommt.
Im amerikanischen Fußball ist der Kniefall als Protest gegen Rassismus von nun an erlaubt. Auch im American Football dürfte das bald der Fall sein. Präsident Donald Trump gefällt das gar nicht. Er kündigt Konsequenzen an.
Bei der Großdemonstration gegen Rassismus und Polizeigewalt in Paris haben Mitglieder einer rechtsextremen Bewegung versucht, die Kundgebung mit einem großen Banner an einem Hausdach zu stören. Doch Bewohner der Gebäudes setzten ein eindeutiges Zeichen.
Tausende Menschen demonstrieren in allen größeren Städten Frankreichs gegen Rassismus und Polizeigewalt. In Paris haben sich Polizeipräfektur rund 15.000 Menschen auf der Place de la République versammelt. Während der Kundgebung kommt es zu Zusammenstößen.
In Stuttgart und anderswo in Europa wurde am Samstag friedlich gegen Rassismus protestiert. In England und Frankreich aber marschierten auch Rechtsradikale auf.
SPD, Grüne, Linkspartei und FDP wollen den „Rasse“-Begriff aus dem Grundgesetz tilgen. Unionspolitiker erklären das für eine „hilflose Scheindebatte“ und für „Theoriekram“.
Die Umfragen sind schlecht, Vertraute besorgt. Deshalb tut Donald Trump, was er hasst: Er macht einen Rückzieher. Nun hält Amerikas Präsident am Gedenktag für die Sklavenbefreiung doch keine Kundgebung ab. Sondern einen Tag später.
Unsere Verfassung ist der Gegenentwurf zum NS-Staat. Die Streichung der „Rasse“ wäre leicht und eine Gewissensberuhigung. Das änderte nichts am Rassismus.
Aktivisten der Anti-Rassismus Bewegung und Behörden haben auf der ganzen Welt Statuen entfernt. Sklavenhändlern und Rassisten sollen nicht mehr mit solchen Denkmälern glorifiziert werden.
In der Bundesrepublik nimmt der Rassismus zu, darauf deuten Statistiken hin. Ein Bariton, ein Krebsforscher, eine Kulturanthropologin und ein Polizeikommissar erzählen, wie sie damit umgehen.
Bill Clinton lässt grüßen: Der Amerikanist Michael Hochgeschwender über Polizeigewalt, den Krieg gegen Drogen und die Defizite der Demokraten in der Rassismusbekämpfung.
Aber damit das klar ist: Das Köpfen von Bismarck-Statuen würden wir den Säuberern nicht durchgehen lassen!
Nach dem gewaltsamen Tod von Georg Floyd hat die SPD-Ko-Vorsitzende vor einem „latenten Rassismus“ auch unter deutschen Polizisten gewarnt. Beim Besuch einer Polizeiakademie sagt sie nun, problematisch seien nur einzelne Fälle.
Rassismusverdacht bestimmt zurzeit das Programm. „Vom Winde verweht“ fliegt von einer amerikanischen Plattform, bei der BBC erwischt es die Comedy „Little Britain“. Man sollte nur genau hinschauen, was man aus welchen Gründen bannt.
Täglich wächst die Erkenntnis, dass der Widerstand gegen Menschenverachtung in Wort und Tat nicht groß genug sein kann. Deshalb ist jede Kampagne wichtig. Selbst jene, die selbstloser sein müssten, sollen sie ihr ehrenwertes Ziel erreichen.
Der französische Innenminister hat der Polizei verboten, den Würgegriff anzuwenden. Polizeigewerkschaften laufen dagegen Sturm. Der Druck auf die Regierung wächst – denn das Ausmaß des Rassismus bei den Sicherheitskräften wird immer deutlicher.
In der Talkshow von Maybrit Illner erklärt der Virologe Hendrik Streeck, er traue sich angesichts emotionaler Debatten kaum noch, Empfehlungen über Corona-Regeln abzugeben. Kanzleramtsminister Braun verstrickt sich derweil in bemerkenswerte Widersprüche.
Trotz Corona-Krise will Donald Trump wieder Massenkundgebungen abhalten. Teilnehmer müssen vorher versichern, den amerikanischen Präsidenten im Fall einer Erkrankung nicht zu verklagen.
Amerikas Präsident spricht sich angesichts der Massenproteste für eine Stärkung der Polizeibehörden aus. Es gebe „nicht allzu viele“ schwarze Schafe unter den Sicherheitskräften.
Das Gegenteil von rassistisch ist nicht: nicht rassistisch. Sondern antirassistisch. Was das im Einzelnen bedeutet, weiß der Historiker und Bestsellerautor Ibram X. Kendi.
Er versperre sich entsprechenden Forderungen nicht, sagt Bundesinnenminister Seehofer. Zusammen mit dem Justizressort will sein Ministerium nun auch rassistische Tendenzen in der Polizei untersuchen lassen.
Für ihre Äußerung, es gebe auch unter deutschen Polizisten Fälle von „latentem Rassismus“ wurde SPD-Chefin Esken heftig kritisiert. Nun wollen Justiz- und Innenministerium untersuchen, wie verbreitet rassistische Tendenzen tatsächlich sind.
Seine Athletenkommission soll die heikle Frage zum Demonstrationsrecht von Sportlern in Arenen lösen, erklärt Thomas Bach. Das wird wohl nicht das von vielen gewünschte Ergebnis bringen. Weil das IOC vor politisch brisanten Themen radikal zurückschreckt.
In den Vereinigten Staaten ist die Debatte darüber, wie die Gesellschaft mit Rassismus umgeht neu entfacht, was auch die Medienlandschaft zu einer genaueren Auseinandersetzung mit ihrem Programmangebot bewegt. „Vom Winde verweht“ landet deshalb vorerst im Giftschrank.
Mit einem Video positionieren sich mehrere Bundesligaklubs gegen Rassismus. Borussia Mönchengladbach erfährt dafür teilweise extreme Reaktionen. Nun stellt der Verein einige Dinge klar.
Im Zuge der Proteste gegen Rassismus ist in den Vereinigten Staaten eine Diskussion um Erinnerungskultur entbrannt. Die Demokraten wollen Statuen demontieren, Sportverbände Flaggen wechseln – doch Präsident Trump schwärmt vom „großartigen amerikanischen Erbe“.
Inmitten der Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt überdenken amerikanische Tech-Konzerne die Versorgung von Behörden mit Gesichtserkennungs-Software. Erst stieg IBM aus dem Geschäft aus, jetzt stoppt Amazon die Belieferung für ein Jahr.
In einer emotionalen Rede im Repräsentantenhaus fordert George Floyds Bruder Philonise Gerechtigkeit. Einzelne amerikanische Städte schmieden bereits Pläne für eine Polizeireform.
Younes Zarou und Onkel Banjou erreichen auf Tiktok ein Millionenpublikum. Sie reden darüber, wie häufig sie Rassismus erleben, wie sie mit Hatern umgehen – und wie politisch Influencer sein dürfen.
Oft wendet sich die Harry-Potter-Autorin J. K. Rowling mit spitzbübischen Aussagen an ihre 14,5 Millionen Twitter-Follower. Nun macht sie sich über den Begriff „menstruierende Personen“ lustig. Ist das diskriminierend?
In England führen die aktuellen Anti-Rassismus-Proteste zu einer neuen Auseinandersetzung mit der Kolonialgeschichte. Die weltweiten Anti-Rassismus-Proteste stoßen hier gleich mehrere Denkmäler vom Sockel.
Die Anti-Rassismus-Demonstrationen in Amerika haben die Diskussion um Gesichtserkennungsprogramme weiter befeuert. IBM zieht sich aus dem Geschäft jetzt zurück. Der Chef des Konzerns fordert einen „nationalen Dialog“ über die umstrittene Technologie.