Ein Verschweiger vor dem Herrn
Sachsens Landesbischof Carsten Rentzing ist zurückgetreten. Als Student hatte er für eine nationalistische Zeitschrift geschrieben. Die unübersichtlichen Vorgänge sorgen für Unruhe in der evangelischen Kirche.
Sachsens Landesbischof Carsten Rentzing ist zurückgetreten. Als Student hatte er für eine nationalistische Zeitschrift geschrieben. Die unübersichtlichen Vorgänge sorgen für Unruhe in der evangelischen Kirche.
Sachsens Landesbischhof Rentzing soll vor längerer Zeit in einer rechtsnationalistischen Redaktionsgruppe mitgearbeitet haben. Der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm bedauert seine Rücktrittsankündigung
Hier ist Horror König: Mit der Eigenproduktion „Im hohen Gras“ baut Netflix wiederholt auf King und King, schlägt aber versöhnlichere Töne an als die Buchvorlage von Vater und Sohn.
Am höchsten jüdischen Feiertag wird in Halle auf die Synagoge geschossen. Anders als in Berlin oder Frankfurt gibt es hier keinen Polizeischutz. Zwei Passanten sterben, ein größeres Blutbad wurde nur knapp verhindert.
Die Amazonien-Synode im Vatikan wird überschattet von einem Streit zwischen Konservativen und Liberalen, denn die Geistlichen und Laien sollen auch über ein Ende des Zölibats und die Stärkung von Frauen in der Kirche beraten. Papstgegner sprechen von Häresie.
Mehr und mehr Menschen treten aus der Kirche aus, dagegen steht das Theologiestudium noch ganz gut da. Die Studenten müssen sich allerdings oft bohrende Fragen gefallen lassen.
Eine gleichgeschlechtliche Ehe widerspricht der kirchlichen Lehre, meint die katholische Kirche im amerikanischen Bundesstaat Indiana. Wie es einem schwulen Lehrerpaar dort ergeht – und was der Papst damit zu tun hat.
Auf der Insel San Clemente lebten einst Einsiedler in kargen Zellen. Heute wird dort in Luxus geschwelgt.
Fröhliches Gemüt, dunkle Romanvisionen: In seinem neuen Thriller entführt Robert Harris seine Leser nur scheinbar ins Mittelalter. Eine Begegnung in London.
Müssen wir im Kampf ums Klima unsere Lebensweise grundlegend ändern? Kirchen-Volkswirt Michael Hartmann ist skeptisch – und warnt davor, die Gesellschaft auf den Kopf zu stellen.
Wenn der Hochsommer endet und die Touristen sich verabschieden, bleiben immer noch Tausende Deutsche an der türkischen Riviera. Sie schätzen das Klima, das Meer, die Freundlichkeit – selbst von Erdogan lassen sie sich nicht vertreiben.
Mit einem Trauergottesdienst in Paris ist an den früheren französischen Präsidenten Jacques Chirac erinnert worden. An der Zeremonie in der Kirche Saint-Sulpice nahmen zahlreiche Staats- und Regierungschefs teil.
Die Täter versuchten diesen Film zu stoppen, doch sie dürfen namentlich genannt werden: François Ozon beleuchtet in „Gelobt sei Gott“ den Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche anhand eines Falles in Lyon.
Erstmals wird die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck von einer Frau geführt. Die Neue im Amt zeigt sich in ihrer Predigt engagiert.
Eine Kommission empfiehlt Ausgaben, die sich auf eine Milliarde Euro und mehr belaufen könnten. Richtig ist: Die Kirche hat sich bisher einen schlanken Fuß gemacht. Doch warum sollen jetzt Laien die Rechnung zahlen?
Dass die deutschen Bischöfe jetzt über Sexualmoral, Missbrauch, Zölibat und die Rolle von Frauen zumindest sprechen, ist ihnen hoch anzurechnen – und es ist dringend notwendig, um dem Bedeutungsverlust der katholischen Kirche entgegenzuwirken.
Erkennt die evangelische Kirche einen Härtefall an, erhalten Flüchtlinge durch Kirchenasyl Schutz und Unterstützung. Das zuständige Bundesamt teilt diese Sicht allerdings nur selten.
Auf der Deutschen Bischofskonferenz ist ein Satzungsentwurf zu Reformen in der katholischen Kirche beschlossen worden. Die große Mehrheit der anwesenden Geistlichen bekannte sich dazu – kritische Stimmen gab es dennoch.
Mitgliederschwund und Missbrauchsskandal: Die katholische Kirche ist in einer Krise. Der „Synodale Weg“, über den die Bischofskonferenz in Fulda berät, soll helfen. Frankfurts Stadtdekan sagt, worauf die Kirchenführer achten müssen.
Der Vatikan legt sich mit den deutschen Bischöfen an, es geht um die Konsequenzen aus dem Missbrauchsskandal. Dahinter stecken zwei mächtige Männer, denen der ganze Weg nicht passt.
In der Gemeinde Kenz in Vorpommern-Rügen haben Restauratoren in der Dorfkirche per Zufall eine ungewöhnliche Wandmalerei aus der Zeit um 1400 entdeckt. Was sie zeigt, gibt Rätsel auf.
Bischof Genn ist seit sechs Jahren Mitglied der vatikanischen Glaubenskongregation. Im Interview verteidigt er den Weg der deutschen Bischöfe gegen Angriffe aus Rom und erklärt, wie grundsätzlich sich die Kirche in Deutschland ändern muss.
Mit einer langfristig geplanten Besetzung der Frankfurter Paulskirche setzen rund 30 Aktivisten ein Ausrufezeichen bei der Fridays-for-Future-Demonstration.
Weil Pawel Ustinow bei einem Protest handgreiflich geworden sein soll, muss der Schauspieler dreieinhalb Jahren in Haft. Eine breite Solidaritätswelle fordert nun die Freilassung Ustinows – ihr gehören auch Politiker der Machtpartei an.
In der St. Birgid-Kirche in Wiesbaden ist ein Feuer im Dachstuhl ausgebrochen. Die Löscharbeiten gestalten sich als schwierig – wegen der schmalen Fenster.
Den Kirchen laufen die Mitglieder davon. Das ist schlecht für die Wirtschaft.
Spät haben die großen Kirchen das Internet als Ort entdeckt, an dem sie junge Leute erreichen können. Doch dort haben sich schon erzkonservative Christfluencer breitgemacht.
Der Vatikan wirft deutschen Bischöfen vor, Reformgespräche seien unvereinbar mit Kirchenrecht. In einem Brief, der der F.A.Z. vorliegt, schreibt der Münchner Erzbischof Reinhard Kardinal Marx, Rom hätte lieber das Gespräch suchen sollen.
Erst macht der Papst den Bischöfen Mut, einen Reformprozess anzustoßen. Doch als die ihn beim Wort nehmen, erklärt er sie für inkompetent und unzurechnungsfähig. Das ist einfach irre.
Die katholischen Bischöfen in Deutschland und Papst Franziskus stehen vor einem handfesten Konflikt. Es geht um den Umgang mit gleich vier Themen: Macht, priesterliche Lebensform, Sexualmoral – und Frauen.
Die niedrigen Zinsen machen auch vor den Kirchen nicht halt. Sie versuchen, dem entgegenzusteuern – doch auf Kirchensteuern schielen oder gar Schulden machen geht nicht.
Die evangelische Kirche wolle „die zivile Seenotrettung nach Kräften unterstützen“, sagte der EKD-Vorsitzende Heinrich Bedford-Strohm. Deshalb werde nun ein Verein für den Erwerb eines Schiffes gegründet.
Wichtige Theologen haben jahrelang geprüft, ob katholische und evangelische Christen miteinander das Brot brechen dürfen. Ihr Votum ist eindeutig.
Kaum eine der Erwartungen, die er selbst geweckt hat, hat Franziskus bis jetzt erfüllt. Immer noch ist nicht klar, wofür er eigentlich steht.
Im Slum von Marsh Harbour steht nichts mehr. Unter den Trümmern vermuten Anwohner Hunderte Opfer des Hurrikans, doch die Bergungsarbeiten stocken, wegen überfluteter Häfen und Landebahnen – tut die bahamaische Regierung genug?
Weil er vollständig umgebaut wurde, ist der Mormonen-Tempel im hessischen Friedrichsdorf nun für Besucher geöffnet worden. Es offenbart sich ein seltener Anblick.