Die böse Ballerina
Vojislav Šešelj soll im Jugoslawienkrieg unzählige Verbrechen begangen haben. Eine Spirale der Grausamkeiten. Heute ist er noch immer aktiver Politiker. Und sich keiner Schuld bewusst. Eine Begegnung.
Vojislav Šešelj soll im Jugoslawienkrieg unzählige Verbrechen begangen haben. Eine Spirale der Grausamkeiten. Heute ist er noch immer aktiver Politiker. Und sich keiner Schuld bewusst. Eine Begegnung.
Vojislav Šešelj zu interviewen, einen der mutmaßlich schwersten Kriegsverbrecher des Jugoslawienkrieges, ist fast unmöglich. F.A.Z.-Korrespondent Michael Martens hat sich auf das Spiel mit dem alten Mann eingelassen. Das Gespräch im Wortlaut.
Bislang war es im sizilianischen San Michele di Ganzaria selbstverständlich, zum Osterumzug die Madonna-Statue vor den Wohnungen der Mafia-Bosse zu verbeugen. Jetzt interessiert sich die Staatsanwaltschaft dafür.
Jeder kennt den Kölner Dom. Aber Neviges? Pilgerfahrt zu einem der größten modernen Bauwunder Deutschlands
Europa erschüttern neue Anschläge radikaler Islamisten. Die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland will sie provozieren. Mit Gebeten und Liebe.
Sie betreiben aggressive Volksaufklärung, verhöhnen den frommen Heroismus und verstehen „Tussi“ als ehrenwerten Kampfbegriff: Wie junge Russinnen das System Putin herausfordern.
Wolfgang Gern geht in den Ruhestand. 16 Jahre hat der Pfarrer die Diakonie Hessen geprägt, in Kirche und Politik für das Soziale gestritten. Nun wird er Dozent in Afrika.
Der Aufstand der Iren in Dublin jährt sich zum hundertsten Mal. Bis heute bricht seine nationalistische Rhetorik immer wieder durch. Doch Irland braucht die Versöhnung der Widersprüche.
Auch dieses Jahr sind zu Ostern tausende Gläubige nach Rom gekommen, um mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche die Auferstehung Christi zu feiern. Im Petersdom hatte Franziskus eine hoffnungsvolle Botschaft für die Menschen.
Wo ist Shakespeares Kopf? Vor dem vierhundertsten Todestag des Dichters sorgen neu entdeckte „rätselhafte Reparaturen“ am Grab in Stratford-upon-Avon für Spekulationen. Ältere indes können ausgeräumt werden.
Azadi ist kurdisch und heißt Freiheit - und brachte dem deutschen U-19-Europameister Deniz Naki die längste Sperre ein, die der türkische Verband je verhängt hat. In der Türkei ist Krieg. Im türkischen Fußball auch.
An Karfreitag und zu Ostern widmet sich das Erste spätvormittags dem Leben des Franziskus von Assisi. Die Regisseurin Liliana Cavani hat schon den dritten Film über ihn gedreht. Für sie ist der Heilige ein Hippie.
Heimholung des ungeliebten Sohns: In Röcken, dem Geburts-, Tauf- und Begräbnisort des Philosophen, tut man wieder etwas für dessen Andenken.
Anmerkungen zu einer himmelschreienden Ungerechtigkeit, mit der nicht nur Sozialdemokraten leben müssen.
Der Bariton Holger Falk hat sich von den Regensburger Domspatzen auf die großen Bühnen emporgearbeitet. Heute lebt er in Frankfurt. Und schätzt Zeitgenössisches mehr, als viele verstehen können.
Bewegende Trauerfeier für Jonathan Heimes: Das Team von Darmstadt 98 nimmt geschlossen Abschied von ihrem Glücksbringer und Mutmacher.
Verliert der Protestantismus über seine ständige politische Einmischung den Glaubenskern? So sieht es der Finanzminister. Das Problem liegt aber an anderer Stelle.
Früher gab es hunderte Klosterbrauereien in Deutschland. Übrig geblieben sind nur wenige. Aber neun deutsche Klöster brauen noch heute. Was Bier und Mönch gemeinsam haben.
Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, über christliche Prinzipien in der Flüchtlingskrise, den schwarzen Pfarrer von Zorneding und den Streit mit der CSU.
Der russische Unternehmer Konstantin Malofejew engagiert sich für traditionelle Werte und Wladimir Putin - und für Separatisten auf der Krim. In die EU darf er deshalb nicht mehr. Trotzdem ist der Oligarch gut vernetzt. Und hofft in Deutschland auf die AfD.
Die Zahl der Kirchenaustritte ist in Frankfurt weiter auf hohem Niveau. Wie auch beim Rekordanstieg der Austritte im Jahr 2014 sollen oft finanzielle Gründe dahinter stecken.
Die Kirchen in ländlichen Gebieten stehen vor großen Aufgaben, denn auf absehbare Zeit werden Pfarrer fehlen. Einige Projekte zeigen, was möglich ist.
In Schengen, dem kleinem Ort im Dreiländereck, ist ein Leben ohne offene Grenzen nicht mehr vorstellbar. Ein Ausflug ins Herz Europas, wo von Krisen nichts zu spüren ist.
Tief im Süden wohnen die verlorenen Seelen: Eine Begegnung mit Gioacchino Criaco, dessen Roman über drei Schwerverbrecher aus einem kalabrischen Dorf auch zu einem Film wurde.
Als Sinnbild für die Anwesenheit Gottes und des Heiligen Geistes war Weihrauch lange Zeit der Kirche vorbehalten. Dabei teilt es sich seinen Ursprung mit Parfum. Immer mehr Menschen wollen jetzt so riechen.
Im Januar war Otto Warmbier in Nordkorea festgenommen worden. Nun hat ihn das Regime in Pjöngjang öffentlich vorgeführt. Seine Tat nennt der Student „ein Verbrechen“ - anderswo wäre sie ein Dummejungenstreich.
Altmodisch funktioniert prima: Tom McCarthys Film „Spotlight“ erzählt, wie Reporter den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche aufgedeckt haben.
Der 1991 in Frankfurt am Main verstorbene Jesuitenpater Oswald von Nell-Breuning lehnte den „entfesselten Kapitalismus“ ab und setzte sich für die Lohnabhängigen ein.
Es ist nur alte Dogmatik in neuen Medien: Wer die Sektierer und Extremisten der Kirchengeschichte kennt und verlacht, wird auch deren Nachfahren im Internet zwischen AfD und Asylkrise überstehen.
Die Friedrichswerdersche Kirche im historischen Zentrum Berlins ist seit 2012 geschlossen. Der Neubau von Luxuswohnungen in unmittelbarer Nähe hat zu irreversiblen Schäden an der Kirche geführt. Ein Gespräch mit dem Bauhistoriker Peter Lemburg.
Kürzlich geriet er sogar mit dem Papst aneinander: Vor der Vorwahl in South Carolina erklären vier Republikaner, warum Donald Trump trotzdem ihre letzte Hoffnung ist.
Wolfgang Schäuble kritisiert die Evangelische Kirche für ihre Einmischung in Politik und Wirtschaft - und wirft Martin Luther Intoleranz vor.
Die AfD sei menschenverachtend und nutze Hasssprache, sagt Kardinal Marx. Verlogen findet Frauke Petry die Haltung der Kirche – und holt gewaltig aus. Ein provokantes Ping-Pong-Spiel.
Auf dem Rückflug von Mexiko nach Italien spricht der Papst vor Journalisten. Die Abtreibung vergleicht er mit den Verbrechen der Mafia, er rüttelt am Verhütungstabu und bescheinigt Donald Trump, kein Christ zu sein. Was ist los mit Franziskus?
Auf dem Weg zum Erfolg hat er seinen Vornamen abgelegt. Schlicht „Beck“ heißt auch die Schau des Museums Caricatura in Frankfurt: Seine Scherze aber haben es in sich.
Bei seiner Mexiko-Reise hat Papst Franziskus die Sympathien vieler Mexikaner gewinnen können. Doch bei einem Fan ging die Begeisterung etwas zu weit: Der Mann hat den Papst vor einer Messe umgerissen - der reagierte sehr temperamentvoll.