Ihre lebendigen Papiere
Die Galerie Jocelyn Wolff in Paris widmet der Künstlerin Colette Brunschwig eine Einzelausstellung. Ihre Papierarbeiten aus Tusche bestechen durch teils abstrakten Visionen.
Die Galerie Jocelyn Wolff in Paris widmet der Künstlerin Colette Brunschwig eine Einzelausstellung. Ihre Papierarbeiten aus Tusche bestechen durch teils abstrakten Visionen.
Seine Aufrufe sind bösartig, seine Veranstaltungen erinnern an Nürnberg: Mit jedem Tag, den Donald Trump als Präsidentschaftskandidat wahrscheinlicher wird, hassen konservative Juden wie ich ihn ein bisschen mehr. Warum Trump mich zu einem Linken macht – ein Gastbeitrag.
In Israel wird der Platz auf den Friedhöfen knapp. Von neuen Lösungen musste man erst die Rabbiner überzeugen. So steigen die letzten Ruhestätten nun in die Höhe.
Das Museum Judengasse ist nicht wiederzuerkennen: Aus einem Provisorium wurde ein vollwertiges Ausstellungshaus. Selbst der Eingang macht jetzt endlich etwas her.
Der syrisch-deutsche Autor Rafik Schami hat Intellektuelle wie Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski scharf attackiert. Sie würden den Islam hassen und seien zu feige, sich mit der arabischen Kultur auseinanderzusetzen. Ihre angebliche Sorge um jüdische Mitbürger sei lächerlich.
CSU-Chef Seehofer fordert Kurswechsel der Regierung ++ AfD in Sachsen-Anhalt Gesprächsbereit für Tolerierung von Minderheitsregierung ++ der Präsident des Zentralrats der Juden erkennt im AfD-Erfolg einen „erschreckenden Rechtsruck der Gesellschaft“ ++ Verfolgen Sie die Entwicklungen am Tag nach der Wahl im Liveblog.
Gibt es Polen der schlechten Sorte? Ist Jarosław Kaczyński der Böse? Und wogegen demonstrieren die Leute in Warschau? Eine Reise in ein zerstrittenes Land.
Der oscargekrönte Film „Son of Saul“ des Ungarn László Nemes führt uns bis an die Türen der Gaskammern. Brauchen wir das, um nicht zu vergessen?
Der ungarische Regisseur László Nemes, der gerade den Oscar für den besten ausländischen Film gewann, spricht im Interview über seine gewagte Idee, in „Son of Saul“ aus Sicht eines einzelnen Auschwitz-Häftlings zu erzählen.
Lange dachte man, Donald Trump sei der Pausenkasper des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs. Nun holt er einen Sieg nach dem anderen. Wie ist das zu erklären? Ein Gastbeitrag.
Willkommenskultur als Leitkultur – Die Geschichte zeigt eine prägende Eigenschaft von Staatlichkeit: Deutschlands Stärke lag stets in seiner Vielfalt.
Mit Spannung erwartet, filmisch leider ein Reinfall: Hans Steinbichlers „Tagebuch der Anne Frank“ macht aus einem Stück Weltliteratur einen ideenlosen Ausstattungsfilm.
Zu den verdrängten Opfern in Russland gehörten auch Zivilisten, die als Gefangene und Zwangsarbeiter in die Hände der Deutschen geraten waren und deswegen als Verräter galten. Nach ihrer Rückkehr in die Sowjetunion wurden sie für den begangenen „Verrat“ meist in den GULag verschleppt.
In Polen wird die Geschichtswissenschaft zur Kampfzone: Nationalkonservative fordern die patriotische Wende – und warnen vor der deutschen Propaganda. Schon werden Gelehrte denunziert.
Gerhard Richter stellt derzeit seine vier abstrakten Bilder mit dem Titel „Birkenau“ aus: „Einen Rekordpreis dafür wird es definitiv nicht geben“, sagt er. Ein seltenes Interviews mit dem teuersten Maler der Gegenwart.
Vor 80 Jahren gingen die Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen zu Ende. Ein Historiker hebt nun einige erhebliche Ungenauigkeiten einer Filmdokumentation der ARD hervor.
Margot Friedlander berichtet im Hörbuch „Versuche, dein Leben zu machen” von ihrer Zeit als Jüdin im Untergrund. Ein eindrucksvolles Dokument über ein weniger bekanntes Kapitel des Holocaust – und die Lebensgeschichte einer bemerkenswerten Frau.
Nobelpreisträger Bruce Beutler erzählt in Berlin von seiner Familie. Das Stolperstein-Projekt sieht er als Versuch des Landes, die Opfer der Barbarei zu entschädigen. Es gibt aber auch noch dunkle Momente.
Wieder steht ein ehemaliger SS-Mann vor Gericht. Der Vorwurf: Beihilfe zum Mord in 170.000 Fällen. Reinhold H. sagt nur wenig. Ein Überlebender aber spricht ihn direkt an.
Reinhold H. wird Beihilfe zum Mord in mindestens 170.000 Fällen vorgeworfen. Direkt Nachweisen kann ihm das Gericht dies nicht. Früher taten sich deutsche Gerichte mit solchen Verfahren schwer. Das hat sich aber geändert.
Petry, Festerling, Höcke: Allen drei wurde Volksverhetzung vorgeworfen. Aber auch Privatpersonen werden immer stärker rechtlich belangt. Offenbar hat das Internet zur Enthemmung beigetragen. Strafen gibt es allerdings nur selten. Warum?
Diese Internationale bekämpft das Menschenrecht: Die Pegida-Aktivistin Tatjana Festerling redet vor dem Warschauer Schloss. Ein Spiel zwischen der Manifestation nationalistischer Parolen und gezielter Volksverhetzung.
Die Niddastraße in Frankfurt war das Zentrum des internationalen Pelzhandels. Davon ist nicht mehr viel zu sehen. Wolfgang Czech ist mit dem Rauchwarenhandel alt geworden.
Im Vorgehen Hitlers gegen Deutschlands Nachbarn seit dem Anschluss Österreichs 1938 ist das Muster einer Enthemmung erkennbar: Warum die Zerschlagung von Staaten die Voraussetzung für den organisierten Massenmord an den Juden war - und welche Lehren wir daraus ziehen sollten.
Darf man Adolf Hitler als Menschen zeigen – oder muss man es sogar? Niki Stein und Hark Bohm wagen sich an ein Projekt, das polarisieren wird: die erste deutsche Serie über Hitler. Wir haben mit den Filmemachern gesprochen
Als die nationalsozialistischen Machthaber 1941 ein Auswanderungsverbot erließen, flohen mindestens 10 000 jüdische Menschen in die Illegalität. Susanne Schrafstetter beschreibt zahlreiche Einzelschicksale der Untergetauchten in München und Erfahrungsberichte ihrer Helfer.
Ein Mann erfindet sich selbst: Die kritische Edition von „Mein Kampf“ widerlegt eindrucksvoll die Ansicht, dass über Hitlers Werdegang schon alles gesagt sei.
Der Philosoph Alain Finkielkraut polarisiert Frankreich. Er will, dass Terroristen die Staatsbürgerschaft aberkannt wird. Israel verteidigt er in Debatten vehement. Deshalb attackiert ihn die französische Linke mit aller Schärfe.
Eine Ausstellung in Berlin zeigt „Kunst aus dem Holocaust“. Es ist ein Blick in die Maschinerie des Todes – und in die Augen derer, die ihm trotzten.
Mehr als 40 Jahre nach seiner Hinrichtung ist nun das Gnadengesuch des NS-Verbrechers Eichmann an den israelischen Präsidenten gefunden worden. Wie schon im Prozess in Jerusalem spielt er seine Rolle im Holocaust herunter.
An diesem Mittwoch vor 71 Jahren befreite die sowjetische Armee Auschwitz. Yisrael Kristal hat das Vernichtungslager überlebt. Der 112-Jährige wurde 1903 in Polen geboren, lebt heute in Israel – und gilt als ältester Mann der Welt.
Italien hofft in Iran auf Milliardenumsätze, der Papst auf Dialog mit dem Islam. Präsident Rohani wird zu Beginn seiner Europareise in Rom mit offenen Armen empfangen.
Bloß nicht aufhetzen lassen: Innenminister Thomas de Maizière und Salomon Korn, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde, diskutieren in Frankfurt – mit wohltuend ausgleichender Vernunft.
Im Interview spricht der Islamwissenschaftler Gilles Kepel über den Dschihadismus in französischen Städten und erklärt, warum Frankreich mehr Dschihadisten hervorbringt als andere europäische Länder.
Verleger, Diplomat, Journalist und Netzwerker: Der österreichisch-britische Lord George Weidenfeld ist im Alter von 96 Jahren verstorben.
In Frankfurt soll die neue DFB-Akademie entstehen. Dafür verkaufte die Stadt das Gelände der Galopp-Rennbahn an den Fußball-Bund. Nun wird eine neue Runde über die Rechtmäßigkeit des Deals eröffnet.