Merkel nimmt Muslime in die Pflicht
Der Bundestag diskutiert über Islamismus. Die Bundeskanzlerin stellt sich vor die Muslime in Deutschland. Ein Generalverdacht verbiete sich. Doch sie richtet auch eine Forderung an die Angehörigen des Islam.
Der Bundestag diskutiert über Islamismus. Die Bundeskanzlerin stellt sich vor die Muslime in Deutschland. Ein Generalverdacht verbiete sich. Doch sie richtet auch eine Forderung an die Angehörigen des Islam.
Kanzlerin Merkel hat in einer Regierungserklärung die Anschläge von Paris als Ausfluss des „blanken Hasses des internationalen Terrorismus“ bezeichnet, dem man sich nicht beugen dürfe.
Das Heft von „Charlie Hebdo“, das nach dem Massaker an der Redaktion erscheint, gibt ein Rätsel auf. Und provoziert noch in der Trauer. Eine Botschaft ist klar: Satire überlebt.
Der Weg zur Reform: Was im Christentum gelang, sollte auch im Islam möglich sein. Die vielen liberalen Traditionen sind durchaus geeignet, um sie auf die Gegenwart zu übertragen.
Wulffs Satz, dass der Islam zu Deutschland gehöre, sorgte damals in der Union für viel Empörung. Das war nun bei Merkel anders. Die Bundeskanzlerin wird nur von denjenigen kritisiert, die von ihr nichts mehr zu erwarten haben.
Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu äußert sich im F.A.Z.-Interview über die vermeintliche Logik von Pegida, zunehmende Islamophobie, europäische Solidarität in Zeiten des Terrors und den Syrien-Konflikt.
Die TU Dresden befragte Pegida-Demonstranten – und kommt zu eindeutigen Ergebnissen. Die „Islamisierung des Abendlandes“, wogegen sich Pegida angeblich richtet, spielt für mehr als drei Viertel der Befragten überhaupt keine Rolle.
Der Imam Husamuddin Meyer hört bei seiner Arbeit in zwei Haftanstalten auch radikale Parolen. Er hält dagegen. Aufgeben will er niemanden.
Sandra Maischberger widmet sich den Gefahren islamistischer Gewaltakte in Europa. Migranten in Deutschland müssten sich anpassen, doch dürfe nicht jeder Kleindiebstahl als Signal eines Kulturkrieges gelten.
Islam, Energiewende und GEZ: Vieles erregt die Pegida-Anhänger. Eine Forderung der Bewegung fehlt auf einmal. Eindrücke aus Dresden.
Die Mahnwache am Brandenburger Tor wurde zu einem beeindruckenden Signal für religiöse Toleranz und gegen Terror. „Die Terroristen wollten uns spalten. Erreicht haben sie das Gegenteil. Sie haben uns zusammengeführt“, sagte Bundespräsident Gauck.
Eines Tages wird es in Deutschland vielleicht muslimische Dörfer geben. Ist das Islamisierung? Ja, nicht des Abendlands, aber doch von Teilen der Gesellschaft. Ist das bedrohlich? Nein, das ist Verfassungswirklichkeit.
Der Islam ist ein Teil Deutschlands, wie Kanzlerin Merkel meint. Das sei nicht so, meint die Junge Union in Hessen. Sie rüffelt die Kanzlerin und verlangt eine „ehrliche Debatte“.
Der AfD-Vorsitzende Bernd Lucke kritisiert, dass sich die Kanzlerin dem vom früheren Bundespräsidenten Christian Wulff geprägten Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ angeschlossen hat: „Nicht jedes komplexe Problem kann man in fünf Worten erledigen.“
Für die Gläubigen in einer Hamburger Moschee ist Islamismus kein Thema - dabei werden ihre gemäßigten Imame von Radikalen bedroht. Die Terroranschläge von Paris verurteilen fast alle.
Zu sagen, der Islam sei friedliebend, damit ist es nicht getan. Denn die Täter von Paris hatten einen religiösen Bezug. Aber es kam noch etwas hinzu. Zur Anatomie einer mörderischen Frömmigkeit.
Die Terroristen Chérif Kouachi und Amedy Coulibaly gerieten im Gefängnis in den Bann von Islamisten. Das ist ein bekanntes Phänomen in Frankreich. Auch die Isolation der Fanatiker ist umstritten.
Islamistischer Terror hat nichts mit dem muslimischen Glauben zu tun? Doch, denn die Hassprediger missbrauchen bestimmte Stellen aus dem Koran. Der Islamexperte Behr spricht von einer „Meuterei“ einer Splittergruppe innerhalb der Muslime.
„Der Islam gehört zu Deutschland“, so formuliert es die Kanzlerin. Genauso wie Pegida. Wir wissen nur noch nicht, welcher Islam, und genauso wenig, was Pegida eigentlich will. Die Frage ist, ob das allen Beteiligten klar ist.
Die Terroristen von Paris hatten mehrere Idole – dazu gehören Al-Qaida-Führer ebenso wie der Kalif des IS. Sie sind Teil einer neuen Generation von Dschihadisten.
Michel Houellebecq schüre mit seinem neuen Roman die Ängste vor dem Islam, heißt es. Ist das aber wahr? In der nächsten Woche kommt der Autor nach Deutschland.
München, Hannover, Leipzig, Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Saarbrücken, Schwerin - insgesamt rund 100.000 Menschen sind in deutschen Städten auf die Straße gegangen, um ein Zeichen gegen Pegida zu setzen. Mancherorts wird der Marsch der Islamfeinde ausgebremst.
Bundeskanzlerin Merkel wählt die Worte des früheren Bundespräsidenten Wulff: „Der Islam gehört zu Deutschland.“ Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu bezeichnet den Widerstand gegen einen EU-Beitritt der Türkei als eine Ursache für Islamfeindlichkeit.
Die Welt ist erschüttert über den Anschlag auf „Charlie Hebdo“. Warum es höchste Zeit ist, dass die gesellschaftliche Mitte dem Fanatismus entschlossen Paroli bietet. Ein Gespräch mit dem Kabarettisten Dieter Nuhr.
Soll es Frauen in Deutschland per Gesetz verboten sein, die Burka zu tragen? Die Parlamente in Frankreich und Belgien haben es so gewollt – mit zweifelhaften Begründungen und fragwürdigen Folgen.
Mit seiner Mohammed-Karikatur provozierte der dänische Zeichner Kurt Westergaard Muslime in aller Welt. Er lebt seitdem in einer Festung – und würde es trotzdem wieder tun.
Angst, Hass, Misstrauen: Frankreich erlebt derzeit seine schlimmste existenzielle Krise der letzten Jahrzehnte. Je mehr sich das Land verkrampft, umso mehr spielt es dem Islamismus zu. Ein Teufelskreis.
Auch nach dem Anschlägen von Paris hieß es wieder reflexartig: Das habe nichts mit dem Islam zu tun. Doch muslimische Verbände müssen sich fragen, wieso ihre Religion so viele Terroristen hervorbringt. Und was sie tun können.
Deutschland braucht Zuwanderung – und sollte sie deshalb besser regeln.
Reformen, die der christliche Westen schon hinter sich hat, erfassen die islamische Welt und verändern sie. Auch wenn der Terrorfeldzug von IS und Al Qaida Ängste schürt: Längst gibt es im Islam eine anpassungsfähige Mitte. Ein Kommentar.
„Je suis Charlie, aber nicht Pegida“: In Dresden haben rund 35.000 Bürger für Weltoffenheit demonstriert. In Berlin ist am Sonntag eine Mahnwache für die Opfer des Terrors in Frankreich geplant.
Kaum sind die blutigen Geiselnahmen in Paris beendet, schon versuchen islamistische Hassprediger, die Taten der Terroristen für sich zu reklamieren – und ihrem Beispiel weitere folge zu lassen. Auch aus Deutschland sind solche Tweets zu lesen.
In den meisten Ländern weicht der geschätzte Anteil von Muslimen in der Bevölkerung deutlich von der Wirklichkeit ab, in keinem Land stärker als in Frankreich. In einer anderen Kategorie kommt Deutschland auf den zweiten Platz.
Die Satiriker vom Frankfurter Magazin „Titanic“ wollen sich von niemanden beeindrucken lassen. Auch nicht von humorlosen Gotteskriegern. Ideen für das nächste Heft mit Schwerpunkt „Charlie Hebdo“ gibt es schon.
In der syrischen Stadt Raqqa haben harmlose Zaubertricks einen Straßenkünstler das Leben gekostet. Dschihadisten des „Islamischen Staates“ betrachteten seine Kunststücke als Blasphemie – und enthaupteten ihn.
Jeden Montag demonstrieren Menschen in Dresden. Ihre Gruppe nennen sie „Pegida“. Was bedeutet das Wort, und welches Anliegen, welche Forderungen, welche Geschichte haben die Demonstranten?