Mehr Landleben ist nicht die Lösung
Die Wohnungsnot in den Metropolen ist groß. Die Koalition diskutiert über Lösungen aus der Misere – vergisst dabei aber das Naheliegende.
Die Wohnungsnot in den Metropolen ist groß. Die Koalition diskutiert über Lösungen aus der Misere – vergisst dabei aber das Naheliegende.
Das 49-Euro-Ticket könnte Menschen in Städte mit Wohnungsleerstand locken, hofft Bauministerin Klara Geywitz – und lobt ihren Kollegen von der FDP. Mit Anreizen für mehr Neubau tut sich die Koalition dagegen schwer.
Beim Rundgang einer Grünen-Landtagskandidatin durch das Frankfurter Bahnhofsviertel bekommen die Teilnehmer vor Augen geführt, vor welchen Herausforderungen das Viertel steht.
Lob der selbst gewählten Begrenzung: Die Philosophin Eva von Redecker hält ein Plädoyer für die Freiheit, an einem Ort zu bleiben.
Sind die Menschen älter als 50, ziehen die meisten nur um, wenn es nicht anders geht. Deswegen leben Senioren großzügiger als Familien. Viele Gründe sprechen dafür, Wohnraum anders zu verteilen.
In Metropolen gibt es häufig nur teure, möblierte Wohnungen. Da müsse die Politik eingreifen, finden Mieterverbände. Das Bundesjustizministerium hält dagegen – und sieht sich durch eine neue Studie bestätigt.
Die Idee klingt bestechend: Wem im Alter die Wohnung zu groß wird, tauscht sie mit einer Familie, der mehr Platz braucht. Den Mietmarkt könnte das entlasten. Doch funktioniert das?
Vor zwei Jahren noch ging Frankfurts Einwohnerzahl zurück. Die jüngste Vorausberechnung zeigt: Die Stadt wächst wieder. Das erfordert nicht nur viele neue Wohnungen. Denn die Stadt wird auch immer älter.
Wohnungen sollen nicht zum Luxusgut werden: Das erste Wohnraumgesetz in der Geschichte der spanischen Demokratie soll jetzt den Preisanstieg bremsen.
Bei „Hart aber fair“ geht es um die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt. Bauministerin Geywitz schlägt sich achtbar. Aber das wird denen, die vom Eigenheim träumen, wenig bis gar nichts nutzen.
Nirgendwo in Europa ist Wohnen teurer als in Prag. Die Regierung will das ändern. Auch die deutsche Politik strebt günstiges Wohnen an. In Tschechien geht der Weg dahin über Banken.
In Deutschland werden dringend Wohnungen gebraucht. Doch statt mehr werden immer weniger gebaut. Neue Zahlen zeichnen ein dramatisches Bild.
Laut einer Studie fehlen in Deutschland schon jetzt mehr als zwei Millionen barrierefreie Wohnungen. Tendenz weiter steigend. Vielen Senioren drohen dadurch immer mehr Einschränkungen im Alter.
Wohnungen sind in den Großstädten für die meisten Portugiesen unbezahlbar geworden. Viele wurden in Ferien-Apartments verwandelt. Jetzt formiert sich Protest.
Reiche Ausländer kaufen den Wohnungsmarkt in Lissabon leer, um dort im Homeoffice zu arbeiten. Die Einheimischen können die Mieten nicht mehr zahlen. Sie leben in Blechhütten.
Immer mehr Prominente machen ihre Verzweiflung bei der Wohnungssuche öffentlich. Droht dadurch der soziale Frieden in Deutschland doch noch in Gefahr zu kommen?
Beim Wohnungsbau setzen die hessischen Liberalen auf die kleineren Vermieter. Sie sollen Anreize für Investitionen erhalten.
Die einen wollen Wohnungskonzerne enteignen, die anderen Geld mit Luxusneubauten machen: Berlins umstrittenes neues Wohnviertel am Tacheles zeigt die Folgen einer kopflosen Stadtplanung.
Etwa 40 Mieter sollen ihre maroden Wohnungen für Geflüchtete verlassen – das empört viele Bürger in Lörrach. Viele Kommunen stehen unter großem Druck, die Flüchtlinge unterzubringen.
Politik und Baubranche überziehen sich mit Schuldzuweisungen für den schleppenden Neubau. Das hilft niemandem.
Die Lage sei so schlimm wie seit 20 Jahren nicht, sagen Experten. Die Bauministerin will aber nicht an teuren Klimaauflagen rütteln. Lindners Chefberater gibt derweil einen düsteren Zinsausblick.
Das Staatstheater Mainz präsentiert „Mieter“ von Paco Gámez als deutsche Erstaufführung.
An diesem Sonntag wird die Wahl in Berlin wiederholt. Vorhersagen zum Ausgang sind dieses Mal besonders schwierig. Warum? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.
Dass Rentner in großen Wohnungen ihre Bleibe mit Familien mit wenig Wohnraum tauschen, klingt einfach. Doch die Praxis stellt sich wie so oft komplizierter dar – und das liegt auch an der Politik.
In der Ampelkoalition fehlt es am politischen Willen, wirklich etwas gegen die Wohnungsnot zu tun.
Durch höhere Baukosten und Zinsen dürften Neubauvorhaben seltener werden. Doch die Nachfrage nach Mietwohnungen soll hoch bleiben. Womit Fachleute rechnen.
Es fehlen Tausende Wohnungen. Ein Fachmann warnt: „Ich habe noch nie einen so knappen Mietwohnungsmarkt gesehen wie den irischen jetzt.“ Das setzt Premierminister Varadkar unter Druck.
Der Wohnungsmarkt ist schon seit Jahren angespannt, jetzt setzen die Inflation und steigende Zinsen noch eins oben drauf: Die Wohnung zu wechseln kann sich bald kaum einer mehr leisten.
Unternehmer in Rhein-Main sorgen sich nach einer Umfrage mehr um die Wohnungsnot und den schlechten Nahverkehr als um den Mangel an Industrieflächen. Um den Fachkräftemangel zu beheben, schlagen sie mehr Zuwanderung vor – zum Beispiel aus Brasilien.
Das Frankfurter Bahnhofsviertel ist für die einen Verlockung, für die anderen Zumutung. So war es schon immer. Aber plötzlich wird es auch den glühendsten Verfechtern zu viel. Was ist passiert?
Bald leben zwei Drittel der Menschheit in Städten. Doch so, wie wir es derzeit tun, wird es nicht funktionieren. Wir brauchen neue Ideen und Konzepte. Toronto, Kanadas größte Stadt, probiert sie schon jetzt aus.
Wo sich Aktivisten und Künstler tummeln: Ein Fotoband porträtiert die 125th Street in New York als Schauplatz der Selbstdarstellung und Gentrifizierung.
Gemeinsam mit Hochschulen rufen die Städte Frankfurt und Wiesbaden dazu auf, Studenten günstigen Wohnraum zu vermieten. Wer ein Zimmer hat, kann es auf einer eigens eingerichteten Seite registrieren.
Die Einheimischen finden kaum noch bezahlbare Unterkünfte und ziehen weg. Fachkräfte schlagen Arbeitsangebote aus.
Bald wird das Hochhaus „One“ an der Frankfurter Messe eröffnet. Es ist der vorerst letzte Neubau auf dem früheren Güterbahnhof-Areal, über dessen Zukunft lange gestritten wurde.
In Pfungstadt wird ein Bürgerentscheid gegen die Bebauung des Brauereigeländes mit Wohnungen angestrebt. Doch damit wäre noch nicht gesichert, dass das Werk bleiben kann.