Gerührt, nicht geschüttelt
Thomas Gottschalk verabschiedet sich ganz prosaisch vom Zweiten. Seine letzte Sendung, in der ihn Iris Berben ans Sofa ketten wollte, zeigt deutlich: Das ZDF hat jetzt ein Problem.
Thomas Gottschalk verabschiedet sich ganz prosaisch vom Zweiten. Seine letzte Sendung, in der ihn Iris Berben ans Sofa ketten wollte, zeigt deutlich: Das ZDF hat jetzt ein Problem.
Ein ZDF-Film über Erwin Rommel ist überraschend sachlich und ausgewogen geworden. Zwei historische Schulen kommen zu Wort und erläutern die Bildung einer Legende.
Der frühere ZDF-Moderator Eberhard Piltz ist in der Nacht zum Sonntag gestorben. Als Auslandskorrespondent und Moderator des „Heute Journal“ prägte Piltz die Berichterstattung des Senders.
Beim Festival des Fernsehfilms in Baden-Baden gab es mehr Sieger als Preise. Am Ende aber schockierte ein Jungregisseur mit einem Film über ein Mädchen aus der Neonazi-Szene.
Ein Atem raubender Tour d'Horizon: In einer zweiteiligen Fernsehdokumentation schildern Stefan Aust und Claus Richter den strategischen Kampf um die Energiereserven der Erde.
Hape Kerkeling war Deutschlands hoffnungsvollster Gottschalk-Nachfolger für „Wetten, dass ..?“ Nun nimmt Kerkeling sich selbst aus dem Spiel und nach einem hemmungslosen Abend im ZDF wissen wir: Das ist auch gut so.
Morgen beginnt die neue „Stromberg“-Staffel. Darsteller Christoph Maria Herbst gewinnt dem Menschenfeind und Macho Bernd Stromberg im Interview auch gute Seiten ab.
Sie galten als Vorzeige-Unternehmerinnen. Doch als das Geschäft mit Kreuzfahrten nicht mehr lief, mussten Hedda und Gisa Deilmann die Reederei ihres Vaters verkaufen. Nun haben sie Privatinsolvenz angemeldet.
Im Fernsehen die „Borgia“, im Museum die Porträts, und alle, alle wollen das sehen. Ist das Mittelalter also endlich vorbei?
Bayerns ehemaliger Ministerpräsident hat die Seiten gewechselt. Erst beaufsichtigte er das ZDF, jetzt spricht er für Pro Sieben Sat.1. In seinem neuen Job beginnt er, womit er im alten aufhörte: politisches Lobbying.
„Ein starkes Team", der ZDF-Samstagskrimi, feiert Jubiläum. Den bestens eingespielten Ermittlern aus Berlin bleibt auch diesmal rein gar nichts erspart.
Lars Becker hat wieder einmal einen meisterhaften Krimi inszeniert: „Amigo - Bei Ankunft Tod“. Es geht um einen einstigen RAF-Terroristen und seine bleibende Schuld.
Sie begann mit der Verhütungsaufklärung, verdiente dann Millionen mit „Sex-Artikeln“ und wurde lange verteufelt: Beate Uhse. Das ZDF zeigt ihr Leben zwischen Emanzipation und Selbstausbeutung.
Für sein Lebenswerk wurde Joachim Fuchsberger gekürt, die Preise in den Königsdiziplinen gingen an die Schauspieler Nina Kunzendorf und Jörg Hartmann. Der Abend gelang.
Thomas Ebeling hat als Vorstandsvorsitzender die Sendergruppe ProSiebenSat.1 saniert. Jetzt verspricht er Wachstum mit Sendern im Ausland oder dem Schuhverkauf im Internet. Auf Fußball muss der Sat.1- Zuschauer aber in Zukunft verzichten.
ARD und ZDF haben ihre Finanzwünsche für 2013 bis 2016 angemeldet. Die ARD nennt einen „Mehrbedarf“ von 900 Millionen Euro. Eine Gebührenerhöhung soll es aber nicht geben - vorerst.
ARD und ZDF haben für die kommenden Jahre einen Mehrbedarf von 1,47 Milliarden Euro angemeldet. Das heizt die Debatte über die neue Rundfunkgebühr an. Ist die Gebührenreform die Gebührenerhöhung? Die Entscheidung darüber liegt woanders.
Mit der Reform der Rundfunkgebühr wollen ARD und ZDF auch ihr Budget aufstocken. Das passt schlecht zu den Beteuerungen, die Reform solle „aufkommensneutral“ ausfallen.
Zwischen Verlagen und öffentlich-rechtlichen Sendern tobt ein Kampf um die Hoheit im Internet. Die „Tagesschau“- App wird kritisiert, Springer geriert sich als Bannerträger der freien Presse. Eine Debatte mit Schlagseiten.
Bücher innerhalb von dreißig Minuten mit Scherz, Ironie und tieferer Bedeutung präsentieren? Kurz vor Mitternacht? Unmöglich. Doch Wolfgang Herles gelingt es. Weil er Gäste einlädt, die erzählen können, was sie beschäftigt, fesselt, ängstigt.
Der Angriff auf die Tanklaster bei Kundus im September vor zwei Jahren war die folgenreichste militärische Einzelhandlung in der Geschichte der Bundeswehr. Sie führte vor Augen, was es bedeutet, eine Armee in den Krieg zu schicken. Das zeigt jetzt ein Film im ZDF.
Alte Puppen, scharfe Hunde und Anarcho-Aktionen: Bei ZDFneo dürfen sich Fernsehmacher im neuen Format „TV Lab“ austoben, die Zuschauer sollen entscheiden, was sie sehen wollen.
Verlage klagen gegen die Internet-Expansion der öffentlich-rechtlichen Sender. ARD und ZDF greifen durch Steuern das Geschäftsmodell der privaten Presse an, sagt Nienhaus im F.A.Z.-Gespräch.
Das ZDF will sein Rollator-Image ablegen und zeigt in seinem nur partiell empfangbaren Kanal „ZDFKultur“ drei nächtliche Stunden lang Computerspielsport. Der erweist sich als durchaus fernsehtauglich. Aber nicht so.
Die ARD schenkt Fritz Wepper zum siebzigsten Geburtstag einen Film, in dem er Derrick spielen darf. Den Machern der Krimikomödie „Lindburgs Fall“ geht es aber weniger um eine Hommage, als um die Quote.
Die ARD hat sich die Dienste des Entertainers Thomas Gottschalk gesichert. Das „Manager Magazin“ glaubt zu wissen, wie viel Geld das kostet. Doch an der genannten Summe bestehen berechtigte Zweifel.
Helmut Schmidt und der Nato-Doppelbeschluss: Das ZDF zeigt die Dokumentation „Pershing statt Petting“ über die Debatte um die Aufstellung amerikanischer Pershing-II-Raketen im Jahr 1983.
Ein beeindruckendes Debüt im Kleinen Fernsehspiel des ZDF: Hannah Schweiers „Cindy liebt mich nicht“ über eine komplizierte Dreiecksbeziehung kratzt am Credo der modernen Unverbindlichkeit.
Eine Explosion und ihre Interpreten: Die Fernsehberichterstattung erwies sich einmal mehr als verheerende Kombination aus dem Zwang, Inhalte zu produzieren, und dem Wunsch des Publikums nach unmittelbaren Antworten.