Poseidon liebt keine U-Boote
In Heidelberg macht Peter Konwitschny bei seiner Inszenierung von Wolfgang Amadeus Mozarts ernster Oper „Idomeneo“ manchen Spaß zu viel. Dann aber kommt das dicke Ende.
In Heidelberg macht Peter Konwitschny bei seiner Inszenierung von Wolfgang Amadeus Mozarts ernster Oper „Idomeneo“ manchen Spaß zu viel. Dann aber kommt das dicke Ende.
Der Sopranistin Edda Moser hat sich immer am Inhalt, nie am Fach ihrer Rollen orientiert. Nach der Bühne hat sie eine neue Aufgabe gefunden.
Flüchtlinge aus der Volksrepublik Lugansk versuchen im freien Teil der Ukraine einen Neustart. Einige bereiten sich sogar schon auf die Wiedervereinigung vor.
Licht aus: Romeo Castellucci beerdigt in Brüssel Mozarts „Zauberflöte“ unter der musikalischen Leitung von Antonello Manacorda.
Hier lacht man weit unter seinem Niveau: Herbert Fritsch depotenziert Mozarts „Così fan tutte“ in Hamburg: Eine Komödie, die musikalisch zu viel opfert.
Goethes Wunsch war hier Befehl: Lydia Steiers „Zauberflöte“ spart in Salzburg nicht an technischem Budenzauber. Der Regieeinfall mit Klaus Maria Brandauer als Märchenonkel hat hingegen seine Tücken.
Unter der Leitung von Teodor Currentzis spielt das Orchester Musica aeterna Beethoven und Mozart zwar auf historischen Instrumenten, aber in den modernen räumlichen Weiten des Großen Saals der Alten Oper Frankfurt.
Dieser Mann liegt er am Hochzeitsmorgen im Bett seiner Susanna. Mozarts „Le Nozze di Figaro“ zeigt als Übernahme aus Köln am Staatstheater Darmstadt.
Es ist eine Musik, die ihre Zuhörer in einen wahren Sinnenrausch versetzt: Mit gerade mal sechzehn Jahren komponierte Mozart die Oper „Lucio Silla“. In Brüssel lässt Antonello Manacorda das frühe Machwerk glühen.
Lagarde und Loy inszenieren Mozarts Oper „Figaro“ in Straßburg und München – einmal als herzerwärmende Komödie, einmal Denkstück über soziale Kontrolle durch die Tyrannei des Authentischen.
Das Festspielhaus bietet mit Anja Harteros, Aleksandrs Antoņenko und Ludovic Tézier eine hervorragende Besetzung für Puccinis »Tosca« unter der Leitung von Christian Thielemann, der zwei weitere Konzerte der Sächsischen Staatskapelle Dresden leitet.
Gemach, die Herren: Teodor Currentzis dirigiert Peter Sellars’ Inszenierung von Mozarts „Clemenza di Tito“ als ständigen Tempowechsel. Tiefe Musikalität paart sich dabei mit einer Neigung zum Groben.
Eine Warnung an die Herrschenden: Mozarts Oper „La Clemenza di Tito“ ist das Zeitstück dieses Sommers – und wird aktuell in Baden-Baden und Karlsruhe aufgeführt.
Der Todestag von Georg Philipp Telemann jährt sich zum zweihundertfünfzigsten Mal. Siegbert Rampes exzellente Biographie erzählt vom Ansehen eines Komponisten, das selbst über Eheskandale erhaben war.
Blausucht, Bleichsucht, Bauchwassersucht – alles Namen von Krankheiten, die heute in keinem Arztbrief mehr auftauchen. Nicht immer steckt der medizinische Fortschritt dahinter.
Beim Filmregisseur Jaco van Dormael in Lüttich ist Mozarts „Don Giovanni“ süchtig nach Frauen. Aber eigentlich mag er sie nicht.
Der Dirigent Teodor Currentzis verdreht der Musikwelt gerade den Kopf. Sein Rebellentum ist genau kalkuliert. Jetzt posiert er mit einer Neueinspielung von Mozarts „Don Giovanni“.
Das erstes Ärgernis der Opernsaison: Jette Steckel und ihr Regieteam veralbern Wolfgang Amadeus Mozarts „Zauberflöte“ in Hamburg.
Mit „Così fan tutte“ geht in Salzburg das Da-Ponte-Paket zu Ende – und die Ära des allmächtigsten, omnipotentesten Aushilfsopernintendanten aller Zeiten: Sven-Eric Bechtolf.
Wenn der Regisseur die Skandälchen liebt, wird eben der Sexclub einer lesbischen Drogendealerin zum Serail: An der Deutschen Oper Berlin gerät Mozarts „Entführung aus dem Serail“ in eminentem Maße sinnlos.
Erstmals werden in Tokio die Symphonien von Anton Bruckner als Zyklus aufgeführt. Tausende Japaner pilgern ins Konzert, um Barenboims Staatskapelle zu hören. Warum erst jetzt?
Eine Pastorale, drei Komponisten: Die Mozartwoche in Salzburg beharrt selbstbewusst auf der Autorität des Kunstwerks und vergleicht mit ruhiger Kompetenz Händel, Mozart und Mendelssohn.
Das Bett als Wille und Vorstellung: Stefan Herheim und Gil Mehmert inszenieren Mozarts Oper „Le nozze di Figaro“ in Hamburg und Leipzig. Erotik findet aber nur in der Musik statt.
Eigentlich müsste es „Le nozze di Susanna“ heißen, denn Anna Prohaska ist als Susanna pure Musik. In Jürgen Flimms Berliner „Figaro“-Inszenierung sprengen die Sänger die Bank. Und lassen dabei sogar die Bremstaktik des Dirigenten vergessen.
In Havanna gab es gerade das erste kubanische Mozart-Festival. Nirgends passt Musik, die eine Ahnung von einem lichteren, besseren Leben gibt, besser hin – es war zum Staunen und zum Weinen. Und sein Name steht fast vollständig am Denkmal.
Alles über ihr großartiges neues Stück "Wisdom of No Escape (Keine Angst, es gibt Untertitel)". Das stimmte, und was es noch zu sehen gab.
Bald schon werden in Bad Hersfeld die Schauspieler von den Sängern abgelöst. Am Sonntag, 4. August, ankert noch einmal das „Show Boat“ in der Stiftsruine.
Der heftige Schlussapplaus des verständlicherweise völlig enthusiasmierten Publikums im Großen Saal des Staatstheaters Mainz galt einem Gast aus Österreich: Am
Sie haben einen guten Mann begraben: Die Trauerfeier für Walter Jens bringt es, mit Mozarts Requiem, ans Licht: Wahre Aufklärung gibt es nur im Himmel. Eine Tübinger Abschiedsszene.
Leicht wurde es dem Autodidakten am Pult nicht gemacht - und doch war er der ideale Dirigent. Zum Tode von Sir Colin Davis.
Seit Kubas Regierung Reise-Visa genehmigt, stellt sich das Land eine einzige Frage: Dableiben oder in die Welt aufbrechen? Dies ist die Geschichte zweier junger Musiker, eines Orchesters und der Hoffnung auf ein besseres Leben. Dies ist die Geschichte von Winnie und Luis.
Der Dirigent Nikolaus Harnoncourt ist immer wieder für eine Überraschung gut. Diesmal besteht sie darin, dass er Rudolf Buchbinder überredete, sich an einen ...
Vier neue Produktionen der „Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart halfen mit, den Jahreswechsel zu bewältigen, in Amsterdam, Meiningen, Straßburg und Berlin.
MusicalDie Schöne und das Biest. Anfang der neunziger Jahre ist es zunächst der gleichnamige Film gewesen, der dem märchenhaften Stoff zu enormer Popularität ...
Viel Buhs und Bravi gab es für Mozarts „La Finta Gardiniera“ in der Berliner Lindenoper, inszeniert von Hans Neuenfels. Nur Langeweile gab es nicht.
Alles nur Vorkämpfer einer Weltrepublik der Humanität? Jan Assmann deutet die „Zauberflöte“ anregend neu, übersieht aber, wie Mozart und sein Librettist Schikaneder die Freimaurer kritisierten.