Das Theater des Lächelns
Während Cecilia Bartoli und Daniel Behle sängerisch bei den Pfingstfestspielen in Salzburg bezaubern, lassen die Dirigenten Gianluca Capuano und Paavo Järvi die denkerische Brillanz von Wolfgang Amadé Mozart funkeln.
Während Cecilia Bartoli und Daniel Behle sängerisch bei den Pfingstfestspielen in Salzburg bezaubern, lassen die Dirigenten Gianluca Capuano und Paavo Järvi die denkerische Brillanz von Wolfgang Amadé Mozart funkeln.
Justus Frantz begann als große pianistische Verheißung und gelangte als Gründungsintendant des Schleswig-Holstein Musik Festivals zu Ruhm. Heute wird er achtzig Jahre alt.
Die Gluck-Festspiele Bayreuth beglücken mit Valer Sabadus und konfrontieren Gluck sowohl mit Händel als auch mit Mozart. Geht das gut für Gluck aus?
Das Offenbacher Musikhaus André gibt es seit 250 Jahren. Die Sensation: 79 Werke von Mozart sind dort in Erstausgabe erschienen. Die Stadt Offenbach feiert beides.
Erstaufführung nach 252 Jahren: Die Oper Frankfurt zeigt Mozarts Jugendwerk „Ascanio in Alba“ als glanzvolles musikalisches Fest.
Als Mozart in „Amadeus“ wurde er berühmt, in „The Inner Circle“ lieferte er sein Meisterstück ab: Heute wird der Schauspieler Tom Hulce 70 Jahre alt.
Der belgische Originalklang-Spezialist Philippe Herreweghe dirigiert Mozarts Requiem federnd und präzise in der Alten Oper.
Orchestrale Psychoanalyse: Im Schlosstheater Potsdam im Neuen Palais sind die Opern „Blond Eckbert“ von Judith Weir und „Acis und Galatea“ von Georg Friedrich Händel zu erleben.
Auch wenn sie weder Wagner noch Verdi sang, war das Repertoire von Janet Baker überaus reich. Eine Edition von 21 CDs beweist mit ihrem Gesang, dass die Sprache nicht das Verständlichste in der Musik ist.
Ernste Spiele am gekürten Haus: Thomas Guggeis gibt mit Mozarts „Le nozze di Figaro“ einen hinreißenden Einstand an der Frankfurter Oper.
Der Opernsänger Rolando Villazón liest Bücher von Frauen, beobachtet das Leben auf der Straße vom Balkon aus, hört Mozart und empfiehlt den Podcast „The Caretaker“
Im Herbst geben sich in Frankfurt international gefragte Klangkörper ein Stelldichein. Das Spektrum reicht von den Wiener Philharmonikern bis zum Orchestre Philharmonique de Radio France.
Der Dirigent Paavo Järvi sprang für Riccardo Chailly beim Lucerne Festival Orchestra ein und setzte mit Mahler, Mozart und Brahms neue Maßstäbe interpretatorischer Klugheit und Intensität.
Verkommen zum jedermännischen Boulevard: Der Dirigent Raphaël Pichon rettet Martin Kušejs desaströse Inszenierung von Mozarts „Figaro“ bei den Salzburger Festspielen.
Neuaufnahmen von Mozart, the Wood Brothers, Anton Rubinstein und Dr. John
Poesie und Beklemmung: Grigory Sokolov entdeckt beim Klavierfestival Ruhr die Lyrik von Henry Purcell und raubt Mozart den Atem.
Das Mozartfest Würzburg lässt die intellektuelle Brillanz ihres Patrons funkeln. Die Pianistin Ragna Schirmer reißt dabei Witze, die tief in der Musik stecken.
Flackernde Inbrunst, stete Aufmerksamkeit: Christoph Eschenbach verabschiedet sich als Chef des Berliner Konzerthausorchesters mit furchtlosem Blick auf den Tod.
Wenn aus Verzweiflung Zuversicht wird: Jordi Savalls Aufnahme von Mozarts „Requiem“
Die Pianistin Ingrid Haebler war eine der ganz Großen ihres Fachs. Ihr Klavierspiel vereinte Eleganz mit dem Mut zur Attacke und Ebenmaß mit der Freude an der pointierten Provokation. Jetzt ist sie mit 93 Jahren gestorben.
Nur einmal ist sie am ersten Piano: Im Gespann mit Sophie Pacini ist Martha Argerich mit Liszt ganz präsent.
An der Berliner Staatsoper legt Simon Rattle über Mozarts „Idomeneo“ eine kalte Perfektion, Donald Runnicles aber bringt an der Deutschen Oper Leben in Strauss' „Arabella“. Vor allem überzeugen die Sängerinnen.
Niemals sonst wurde Kunstlosigkeit so kunstvoll in Szene gesetzt: Warum es sich bei Ornette Colemans „Lonely Woman“ nicht nur um ein Jazz-Standard, sondern um ein Stück klassischer Musik handeln könnte.
Grandios spielt der Pianist Evgeny Kissin in der Alten Oper. Neben Werken von Mozart, Bach und Chopin widmet er sich besonders der Musik Sergej Rachmaninows.
Johannes Brahms verschlüsselte persönlichste Dinge in seiner Musik. Johannes Schild spekuliert über vieles und fördert Erstaunliches zutage.
In breiter Kooperation etwa mit den Frankfurter Orchestern und der Musikhochschule wird die Alte Oper im April zum Zentrum des neuen Festivals „Mainly Mozart“.
Erstmals liegen Mozarts Klaviersonaten komplett auf dessen eigenem Hammerflügel eingespielt vor. Der Pianist und Forscher Robert Levin erläutert, was das für unser Musikverständnis bedeutet.
Nach dem Thomanerchor, dem Kreuzchor und den Windsbachern nun der älteste der vier Knabenchöre: In Kloster Eberbach singen die Regensburger Domspatzen Mozart rein und schwerelos.
Das Oratorium „Abramo ed Isaaco“ galt einst als Werk von Wolfgang Amadé Mozart. Heute weiß man: Es stammt von seinem böhmischen Zeitgenossen Josef Mysliveček. Václav Luks bringt es bei den Salzburger Festspielen zur Aufführung.
Der Bariton Konstantin Krimmel gestaltet mit dem Pianisten Ammiel Bushakevitz einen Liederabend in der Oper Frankfurt. Das Programm ist weit gefächert und rangiert zwischen Robert Schumann und dem Rumänen Mandyczewski.
Vom lyrischen Mozart-Sopran zur hochdramatischen Strauss-Sängerin: Elsa Dreisig ist mit „Salome“ in Aix-en-Provence dieser Schritt gelungen. Befremdlich dagegen bleibt Mozarts „Idomeneo“.
Wenn wir uns selbst begegnen, brauchen wir ein gutes Gesprächsthema, sonst wird es gruselig: Vor zweihundert Jahren starb der Musiker, Zeichner, Jurist und Autor E. T. A. Hoffmann.
Er nannte sich nicht umsonst Amadeus: Als Musiker war Mozart Hoffmanns - durchaus unheimlicher - Leitstern.
Das Mozartfest Würzburg geht in sein 101. Jahr: mit Sinnlichkeit statt Kopfgeburten, mit echten Fragen statt Parolen und mit Isabel Mundry als Residenzkomponistin.
Moderne Regisseure, Nachwuchssänger mit großem Potential, exzellente Dirigenten: Achtzehn Jahre lang hat Roland Geyer als Intendant das Theater an der Wien zur besten Musikbühne in Österreichs Hauptstadt gemacht.