Shakespeare, frisch gepresst, ohne Kerne
In Glyndebourne erlebt die neue Oper „Hamlet“ von Brett Dean und Matthew Jocelyn ihre Uraufführung: Mit Mut zur Collage und mit Stars wie Barbara Hannigan oder John Tomlinson.
In Glyndebourne erlebt die neue Oper „Hamlet“ von Brett Dean und Matthew Jocelyn ihre Uraufführung: Mit Mut zur Collage und mit Stars wie Barbara Hannigan oder John Tomlinson.
Die Bibel statt Shakespeare und Tolstoi: In Russlands Schulen soll noch patriotischer gelehrt werden. Was sagt eigentlich Wladimir Putin dazu?
Für seine menschlichen Charaktere ist Shakespeare berühmt, für sein grünes Gespür feiern ihn die Botaniker. Der Großdichter hat in seinen Werken der Pflanzenwelt gehuldigt, wie diverse Ausstellungen zeigen.
Kaum haben die britischen Wähler abgestimmt, dass das Vereinigte Königreich die EU verlassen soll, tun die beiden Politiker, die für das Referendum und seinen Ausgang maßgeblich verantwortlich sind, so, als fühlten sie sich an nichts gebunden.
Wie man den Prinz Hamlet richtig gibt, das weiß nur ein Prinz: Charles, seines Zeichens britischer Thronfolger, entert die Bühne und belehrt Englands Schauspielelite.
Was ist der Mensch? Bei Shakespeare gibt es auf diese Frage nicht eine Antwort, sondern Hunderte: Er zeigte nicht „den“ Menschen, sondern Verkörperungen des Menschseins in schier unfassbarer Vielfalt.
Woran wollen wir den gewissen Unterschied zwischen Männlichem und Weiblichem immer so genau festmachen? Dieses Sonett von Shakespeare bringt mit rätselhaften Versen Klischees ins Wanken.
Andreas Kriegenburg inszeniert Shakespeares Alterswerk „Sturm“ in Frankfurt. Zwischendurch wirkt das etwas matt. Am Ende aber wartet eine böse Pointe, die mit allem versöhnt.
Kein historischer Roman, sondern die literarische Aneignung eines historischen Stoffs: Inger-Maria Mahlke erzählt in „Wie Ihr wollt“ eine Geschichte der weiblichen Selbstbehauptung in der Tudor-Zeit.
Liz Taylor und Richard Burton im Sinn: Claudia Bauer inszeniert William Shakespeares „Antonius und Cleopatra“ am Staatstheater Mainz als juxige Polit-Show.
Blitzlicht-Gewitter in Bad Hersfeld: Bei den Theater-Festspielen sind erstmals Schauspieler und Stars dabei, die aus Film und Fernsehen bekannt sind. Sie kommen vor allem aus einem Grund.
Zwei große, alte Welttheater-Genies unternehmen in Paris tolle Reisen ins Gehirn: Ariane Mnouchkine mit Shakespeares „Macbeth“, Peter Brook mit seinem „Valley of Astonishment“.
Vor 450 Jahren wurde William Shakespeare in Stratford-upon-Avon geboren. Seither versteht sich die Stadt als Gralshüterin seines Werkes. Doch hat sie überhaupt das Recht dazu? Und welches Geheimnis steckt hinter der Identität des größten Dichters aller Zeiten? Ein Besuch mit vielen Zweifeln.
Shakespeare ist der größte Dramatiker aller Zeiten. Er kennt uns besser als wir uns selbst. Sein Werk ist zeitlos und zeigt den Menschen so, wie er ist: nackt und bloß, und selten groß.
In Weimar diskutierten Albert Ostermaier und Feridun Zaimoglu über die globale Bedeutung Shakespeares und die Schwierigkeit sein Werk neu zu adaptieren. Dürfen deutsche Dichter den „Othello“ verbessern?
William Shakespeare, vor 450 Jahren geboren, ist Weltliteratur in Person. Seine Dramen sind die meistgespielten, seine Sonette die meistzitierten. Um sein Leben ranken sich Mythen ohne Zahl. Eine interaktive Annäherung.
Der 11. April ging vor genau 60 Jahren als langweiligster Tag des 20. Jahrhunderts in die Geschichte ein. Der britische Programmierer William Tunstall-Pedoe hat dies mit einer Datenbank wissenschaftlich nachgewiesen.
Gipfeltreffen in Pop-Windeln: Stefan Pucher inszeniert die „Elektra“ des Sophokles im Deutschen Theater, Leander Haußmann den „Hamlet“ von Shakespeare im Berliner Ensemble.
Hirnkasperls Abramakabra oder Wie es ihr monumental zerfällt: Regisseurin Andrea Breth scheitert am Wiener Burgtheater grandios an William Shakespeares „Hamlet“. August Diehl bleibt in der Titelrolle hysterisch leblos.
Die Berliner Schaubühne ist seit 1981 in einem ehemaligen Kino zu Hause, das der Architekt Erich Mendelsohn 1928 entworfen hatte.
In seiner Oper „Macbeth“ aus dem Jahr 1847 wagte sich Giuseppe Verdi zum ersten Mal an einen Stoff des von ihm grenzenlos bewunderten William Shakespeare.
Am Tag zuvor hatte Annette Reschke, die Vorsitzende der Frankfurter Autorenstiftung, noch mit Frank-Patrick Steckel gescherzt, ob er wohl pünktlich zu seiner
Ein Sommernachtstraum im Central Park. Mit Othello, Lady Macbeth oder der Widerspenstigen. Und, bitte auf keinen Fall vergessen, mit einem leichten Pullover.
Schwulentragödie und Judenkomödie: Ivan Nagel liest den „Kaufmann von Venedig“ mit kriminalistischem Spürsinn als Doppelspiel und feiert ihn als eine virtuose Verteidigung der Männerliebe.
William Shakespeare ist der Propaganda aufgesessen: Die jetzt geborgenen sterblichen Überreste des Königs Richard III. entkräften Mythen.
Von Margaret Thatcher über die Königsfamilie bis zu den Olympischen Spielen: In einem überarbeiteten Test schraubt Großbritannien die Hürden für eine Einbürgerung in die Höhe. Dass die Zahl der Einwanderer reduziert werden soll, bekräftigt die Regierung ganz offen.
William Shakespeares „Coriolanus“ ist ein schwieriges Stück, das Fragen aufwirft. Dachte man zumindest bisher. Im Deutschen Theater ist aus der Tragödie jedoch ein schlimmes Trauerspiel geworden.
Küss die Hand, Komödie: Katharina Thalbach inszeniert Shakespeares „Was ihr wollt“ im Berliner Ensemble als leichtfüßig verrückten Witz.
Losgefahren, um in einer Woche dreimal Shakespeare zu sehen. Einmal in Dresden, zweimal in Berlin. Komisch, diese Ballung in den Spielplänen, ist das Zufall, ...
Mit England hat Martin Amis wirklich schrecklich große Schwierigkeiten. Das sagt und schreibt er am laufenden Band und zeigt so nur: Sein Problem ist hausgemacht.
Es gab Momente, in denen er sich als Verlierer sah; erledigt, enttäuscht und erschöpft. In anderen Augenblicken sah er sich selbst schon mit einer Medaille um ...
Sie hat mehr Tätowierungen als die Konkurrenz und bleibt sich auch sonst treu: Christina Perri singt in der Frankfurter Kulturkirche Sankt Peter.
Shakespeares tollste Komödie wird unter Michael Thalheimers Regiedampfwalze in München zu einer Horrorschau aus Blut und Hoden, Irrsinn und Gewalt. Also eine ganz und gar konventionelle Inszenierung.
Schwerer Verdacht: Shakespeare war ein schwuler Antisemit. Jedenfalls so, wie Barrie Kosky den „Kaufmann von Venedig“ im Schauspiel Frankfurt inszeniert. Dort stellen sich nun einige Fragen.
Wer war William Shakespeare? Ein Versroman des Schweizers Armin Senser zeigt den Meister als unstete Persönlichkeit, hin- und hergerissen zwischen den Verlockungen Londons und dem Familienglück in der Provinz.
1.Dresden, Staatsschauspiel: Harry Mulisch "Das steinerne Brautbett". Regie: Stefan Bachmann. Uraufführung Karlsruhe, Badisches Staatstheater, Vierter Raum: Peter Sloterdijk "Du musst dein Leben ändern".