Reigen unseliger Leiber
Die Gesellschaft enthält schon die Gegenwelt: Barbara Frey inszeniert zur Eröffnung der Ruhrtriennale in Duisburg William Shakespeares „Sommernachtstraum“.
Die Gesellschaft enthält schon die Gegenwelt: Barbara Frey inszeniert zur Eröffnung der Ruhrtriennale in Duisburg William Shakespeares „Sommernachtstraum“.
Tobias Döring bespricht Uljana Wolfs neues Gedicht „anrufflung“, das sich mit einem Zitat von Ben Jonson auseinandersetzt.
Die vermeintliche Verfehlung als poetisches Prinzip: Eine zerzauste Hommage an William Shakespeare, dessen First Folio vor vierhundert Jahren erschienen ist.
Die Oper „Hamlet“ von Ambroise Thomas ist in Deutschland selten zu erleben. Was die Regisseurin Nadja Loschky und die Dirigentin Marie Jaquot an der Komischen Oper Berlin machen, ist zum Niederknien schön.
Welche Rolle spielen wir in der Tyrannei? Timofej Kuljabin inszeniert William Shakespeares „Macbeth“ in Frankfurt
Geschmeidiges Volkstheater mit silbernen Pailletten: Jan Bosse inszeniert „König Lear“ mit Wolfram Koch am Thalia Theater Hamburg ohne Sinn für die Tiefe des Stücks.
Das Buch „The Herball“ fasst das Kräuterwissen der Shakespeare-Zeit zusammen. Der frühere Leiter des Botanischen Gartens der TU Darmstadt besitzt ein Exemplar – und nutzt es für ein eigenes Buchprojekt.
Christian Stückl will die Zwischenspielzeit bis zu den nächsten Passionsfestspielen mit Shakespeare füllen. Zumindest in diesem Jahr. Was seine eigene Zukunft angeht, herrscht noch Unsicherheit.
Als der Zeitgeist junge Menschen auszog: Nach 55 Jahren klagen die „Romeo und Julia“-Darsteller Leonard Whiting und Olivia Hussey wegen einer Nacktszene. Was steckt dahinter?
Mehr als Kopfhörer und Smartphone braucht es nicht für den Audiowalk im Bad Vilbeler Kurpark. Er verbindet Lichtinstallationen mit den Sonetten von Shakespeare.
Shakespeares Werke in einem Band, und zwar als Erstdruck: Das ist nicht nur für Schiffbrüchige verlockend. In New York könnte eine „First Folio“ einen Millionenbetrag erzielen.
Die Gruppe „Shakespeare Frankfurt“ lädt die Zuschauer zum Gang durch den Botanischen Garten: Bei „As you like it“ von Shakespeare sind die Liebespaare überall im Park unterwegs.
Lina Beckmann erhält für ihre Darstellung von Shakespeares Richard III. den Gertrud-Eysoldt-Ring. Und sie überzeugt als neue „Polizeiruf“-Kommissarin in Rostock.
Malte Kreutzfeld inszeniert „Schöne neue Welt von Aldous Huxley in einer Art Raumschiff. Die Dystopie kommt mit slapstickhafter Komik daher, aber ohne große Dringlichkeit.
Wie tief kann man noch sinken? Ein ahnungsloser Regisseur versucht sich am Berliner Maxim Gorki Theater an „King Lear“ und veralbert eine große Schauspielerin.
Achterbahn der Gefühle: Dieses Gedicht beschwört die Liebe als beständig – allen Anfechtungen und Irrungen zum Trotz. Nicht immer wurde die Botschaft verstanden.
„Das 116. Sonett“ von William Shakespeare, gelesen von Thomas Huber.
Shakespeares „Macbeth“ ist Dauergast auf der großen Leinwand. Nun hat Joel Coen seine Version gedreht, und sie ist in jeder Hinsicht magisch.
Wahnsinn, Selbstmord, Liebe, Lachen: Mal strenger, mal lockerer sind die Bindungen zahlreicher selten zu erlebender Opern an das Werk Shakespeares. In Irland stehen viele davon auf dem Programm.
Thron und Badewanne: Christopher Marlowes „Edward II.“ weiht den Neubau des Münchner Volkstheaters mit einem Königsdrama des Shakespeare-Rivalen ein.
Eine gezielte Philologie kann sogar dem Ex-Präsidenten Donald Trump den Ton abdrehen: Der amerikanische Literaturwissenschaftler Stephen Greenblatt und der britische Autor Carey Harrison sprechen über Shakespeares Tyrannen.
Gefällt von ihrer Gier, Bosheit und Mordlust, gehen in diesem Trauerspiel die Leute gleich reihenweise zu Boden. Aber was sind die tieferen Beweggründe? Shakespeares „König Lear“ in Wiesbaden.
In München spielen sie wieder: „Hamlet“ und als Uraufführung „Teile (hartes Brot)“ nach Paul Claudel von Anja Hilling am Residenztheater.
Der zweite Patient, der in Großbritannien geimpft wurde, trägt einen prominenten Namen. Aber der Wert des Theaters, für den dieser Name weltweit steht, ist in der Kulturnation kräftig gesunken.
William Shakespeares Werk hat den amerikanischen Regisseur und Schauspieler P. J. Escobio. schon immer fasziniert. Für nächstes Jahr plant er eine Inszenierung im Frankfurter Botanischen Garten.
Für eine antike Sammlung von Shakespeare-Stücken zahlt ein Sammler die Rekordsumme von 10 Millionen Dollar. Doch für andere Werke wurde schon viel mehr gezahlt – unter anderem von Bill Gates.
Aus der Hexenküche des Welttheaters: Klaus Pohl erinnert sich an die alles fordernde Probenarbeit zu Peter Zadeks Wiener „Hamlet“-Inszenierung aus dem Jahr 1999. Ein Hörbuch als Schicksalsbericht.
Posierende Instagramer, Hamletmaschine und Elektropop: Im Hamburger Thalia Theater inszeniert Jette Steckel „Hamlet“ als großes Kinderspiel unter einer noch größeren Weltkugel.
Ohne ihn wären Fantasy, Science Fiction, Comics und Spiele heute anders, und wohl viel schlechter, als sie sind. Sogar ein Gegengift gegen den Tod der Hoffnung hat er gefunden – dem Schriftsteller Michael Moorcock zum achtzigsten Geburtstag
Das Staatstheater Darmstadt bringt Cole Porters Broadway-Klassiker „Kiss me, Kate“ wieder auf die Bühne. Das Erfolgsmusical überrascht mit einem feministischen Blickwinkel.
In seiner Ausweglosigkeit und Absurdität ähnelt der Brexit langsam einem Shakespeare-Drama. Der Literatur-Professor Tobias Döring erklärt, warum der Nationaldichter keine Theresa May ersonnen hätte – einen Boris Johnson dagegen schon.
Erhabene Nachtstücke: Eine Ausstellung im Kunstmuseum Basel widmet sich Johann Heinrich Füssli. Ein begnadeter Maler war er nicht, aber für Shakespeare hat er viel bewirkt.
Schiffbrüchige, süchtig nach Spiel und Erregung: Thomas Ostermeier inszeniert William Shakespeares „Was ihr wollt“ mit viel Takt und feinem Sinn an der Comédie Française.
Der Narrenkönig der Revolution kehrt heim: Claus Peymann inszeniert am Staatstheater Stuttgart „König Lear“ von William Shakespeare. Auf moderne Elemente verzichtet er fast komplett.
Auch Wissenschaftler müssen versuchen, mit ihren Artikeln maximale Aufmerksamkeit zu erregen. Die Suche nach dem richtigen Titel führt dabei zu manchem Kreativitätsausbruch. Eine Glosse.
Auch Klassiker fangen als Rebellen an: In der Serie „Will“ sorgt der junge William Shakespeare in einem London voller durchgeknallter Rocker für Furore am Theater, hinter den Kulissen und davor.