Der deutsche Dante
Was Dante seinen deutschen Übersetzern verdankt: Mit der hiesigen Rezeption kam vor mehr als zweihundert Jahren die Weltwahrnehmung der Commedia in Gang. Ein Gastbeitrag.
Was Dante seinen deutschen Übersetzern verdankt: Mit der hiesigen Rezeption kam vor mehr als zweihundert Jahren die Weltwahrnehmung der Commedia in Gang. Ein Gastbeitrag.
Was auch immer ihm begegnete, er nahm es ernst und wollte mehr wissen. Erinnerungen an meinen Freund Hans Puttnies.
Erstmals kommt ein rein digitales Werk bei Christie’s zur Auktion. Die „Everydays“-Collage von Beeple steht für den Boom in der Blockchain, der nun auch den traditionellen Betrieb elektrisiert.
Wie man aus dem Glauben an alles oder nichts keine Weltanschauung macht: 1933 rezensierte Hannah Arendt den zum Katholizismus bekehrten Bestsellerautor Giovanni Papini, der auch liberalen Religionsintellektuellen zu denken gab.
Lange erwartet und nun auch auf Deutsch: Howard Eilands und Michael W. Jennings’ umfassende Biographie Walter Benjamins wird für lange Zeit Standard bleiben. Doch gravierende Mängel schließt das nicht aus.
Die Irrwege des zwanzigsten Jahrhunderts als begehbare Skulpturen: Dem israelischen Bildhauer und Land-Art-Künstler Dani Karavan zum neunzigsten Geburtstag.
Literarische Reportage als Steigbügelhalter berühmter Schriftstellerinnen: Endlich kann man wieder Texte von Milena Jesenská, Gabriele Tergit und Helen Wolff lesen.
Darf an Walter Benjamin nur von Linken erinnert werden? In Frankreich sind darüber heftige Debatten entbrannt.
Seit knapp 40 Jahren besitzt das Institut für Jugendbuchforschung an der Frankfurter Universität die historische Kinderbuchsammlung von Walter Benjamin. Nun wird der Schatz des Philosophen Stück für Stück aufgearbeitet und restauriert.
Keine vorschnellen Prosaprognosen, bitte: Monika Rincks Frankfurter Vorlesungen zur Poetik brillieren mit Gedankenfülle und enormem Tempo.
Aus dem Nähkasten: Essen zeigt eine Ausstellung über „Kindheit im Ruhrgebiet“. 66 Erinnerungsobjekte wurden dafür nach zwei Aufrufen in den lokalen Medien von Bürgerinnen und Bürgern eingereicht.
Ein makabres Nachspiel: Der „Stürmer“ vermeldete am 16. Januar 1941 den Tod Walter Benjamins, mehr als ein Vierteljahr nach dem Suizid. Wie kam es dazu?
In der Nachkriegszeit teilte sich die künstlerische Wahrnehmung Berlins in Ost und West. Warum das auch nach der Wiedervereinigung so blieb, zeigt eine Ausstellung in der Berlinischen Galerie.
Der Chinese in Rom +++ Haplologie +++ Kirchengemeinden +++Walter Benjamin +++ Öffentlich-rechtliches Fernsehen
In Frankreich bezieht sich ein rechtspopulistischer Bürgermeister positiv auf Walter Benjamin. Die Berliner Akademie der Künste sieht darin eine zweite Schändung seines Namens.
Ihm ging es um das Selbstverständnis jüdischer Existenz nach 1945: Noam Zadoff widmet dem streitbaren Gelehrten Gershom Scholem eine exzellente Darstellung.
Wenn mächtiges Kapital und grünes Wohlgefühl sich treffen: Auf dem Berliner Walter-Benjamin-Platz ist die Zeichenwende unserer Zeit zu besichtigen.
Marcel Reich-Ranicki war ein zivilisatorischer Faktor – in der Literatur und mehr noch in der deutschen Nachkriegsgesellschaft. Ein Gastbeitrag.
Vor ihrer Kamera posierten (zukünftige) Berühmtheiten wie Karl Kraus und Marlene Dietrich, Martin Buber und Walter Benjamin: Ein Katalog sammelt die Fotografien von Charlotte Joël.
Was man auf Reisen isst, nimmt man für immer mit nach Hause. So können Speisen zur verinnerlichten Landschaft werden.
Ein wundersam stilles Büchlein: Valerie Fritschs „Herzklappen von Johnson & Johnson“ ist weniger Familienroman als eine fein gestrickte Parabel auf den Schmerz.
Warum hat Walter Benjamin den Namen von Erwin Panofsky falsch geschrieben? Roland Reuß, der Philologe des i-Tüpfelchens, treibt seine Methode auf die Spitze.
Der beobachtende Spaziergänger ist eines der großen Themen in der Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts. Die Ausstellung „Der Flaneur“ im Kunstmuseum Bonn verliert ihren Gegenstand aber aus den Augen.
Ausgerechnet die angeblich so innovativen Medienkonzerne wollen keine Veränderungen: Der Kunde bekommt immer nur das, was der Algorithmus für ihn vorsieht. Wir brauchen neue Wege ins Überraschende.
Peter Ruzicka hat eine eindringliche Oper über Walter Benjamin geschrieben. An der Staatsoper in Hamburg erlebt sie nun ihre Uraufführung – mit imposanten Singstimmen.
Ein Bild abhängen, weil der Maler Dreck am Stecken hat? Den Kunsthistoriker beunruhigt die Unfähigkeit, zwischen Leben und Werk zu unterscheiden. Horst Bredekamp im Gespräch.
Literatur für Männerbünde, für Geheimgesellschaften – mit überraschender Nähe zu Tolkiens „Hobbit“: Eindrücke eines Dichters bei der ersten Lektüre von Ernst Jüngers „Auf den Marmorklippen“.
Hinter dem Irrsinn des Vorlagengebers Donald Trump muss Elfriede Jelineks Stück „Am Königsweg“ verblassen. Auch „Das Schloss“ hatte am Wochenende in Frankfurt Premiere.
1932 fielen die christliche Weihnacht und das jüdische Lichterfest zusammen. In den Wohnstuben trafen sich Leuchter und Weihnachtsbäume.
Erst jüngst ist dieses kurze Gedicht wieder aufgetaucht. In ihm verarbeitet Brecht im kalifornischen Exil die Nachricht vom Selbstmord Walter Benjamins.
Als sie sich 1933 in Paris trafen, versuchten sich Bertolt Brecht und Walter Benjamin an einem gemeinsamen Kriminalroman. Nun kann man ihn erstmals lesen, denn Steffen Thiemann hat aus den Entwürfen einen Comic gemacht.
In Berlin zeigt die Akademie der Künste eine Ausstellung über eine Freundschaft der besonderen Art. Bertolt Brecht und Walter Benjamin spielten gemeinsam Schach und stritten über den Kommunismus.
Der amerikanische Präsident beschädigt die Ästhetik seines Staates. Die Frage nach der Bedeutung dieses Begriffs und seiner Institutionen wird dringend. Wie stellen wir uns der Entwicklung entgegen?
Die taiwanische Illustratorin Pei-Yu Chang folgt Walter Benjamin und seinem Koffer durch die Pyrenäen: die Geschichte eines außergewöhnlichen Intellektuellen und gewöhnlichen Flüchtlings.
In der dritten Lektürewoche von Uwe Johnsons Roman „Jahrestage“ ringt die Hauptfigur mit ihrer Erinnerung.