Paris verändert sich, seine Melancholie nicht
Mann von irgendwo, Reisender und Fremdling auf Erden: Julien Green war ein Solitär der französischen Literatur. Nun hat Wolfgang Matz seinen Roman „Treibgut“ neu übersetzt.
Mann von irgendwo, Reisender und Fremdling auf Erden: Julien Green war ein Solitär der französischen Literatur. Nun hat Wolfgang Matz seinen Roman „Treibgut“ neu übersetzt.
Vor 125 Jahren wurde er geboren, vor 50 Jahren ist er gestorben: Erich Kästner hat in seinen berühmtesten Figuren wie Fabian oder Emil und den Detektiven soziale Konflikte gezeigt, die uns auch heute beschäftigen. Ein Gastbeitrag.
Von seiner Sorte könnten wir heute wahrlich mehr gebrauchen: Der Verfasser dieses Gedichts war ein heimatverbundener Weltbürger, voller Zuversicht und Heiterkeit.
Uwe Wittstock zeichnet in seiner Studie „Marseille 1940“ die verzweifelte Flucht der deutschen Literaten vor den Nationalsozialisten nach.
Wo der deutsche Kaiser empfangen wurde: Momme Brodersen geht der Geschichte des letzten Wohnhauses von Walter Benjamins Familie auf den Grund.
„Der Stern der Erlösung“ von Franz Rosenzweig stellt Gott ins Zentrum der Philosophie. Und bricht mit allen subjektiven Formen von Religion.
Walter Benjamin war der unkonventionellste Denker im Umkreis der Frankfurter Schule. Und lieferte ein gutes Argument für einen Neubau der Städtischen Bühnen.
Was kommt heraus, wenn eine nachgeborene Dichterin eine tote Kollegin dramatisiert? In den Kammerspielen bei „Mascha K. (Tourist Status)“ nichts Rechtes.
Der amerikanische Architekt Ralph Stern sucht seit Jahrzehnten nach Spuren seiner jüdischen Vorfahren in Deutschland. Das Bild der Familie ist bisher nur in Umrissen erkennbar. Und deutsche Archive haben sich nicht immer hilfreich gezeigt.
Vermitteln nur die plötzlichen Umschwünge ästhetischer Erfahrung eine Ahnung vom Spannungsbogen gelingender Emanzipation? Ein Frankfurter Kolloquium über Christoph Menkes „Theorie der Befreiung“.
„Der geheimnisvolle Koffer von Herrn Benjamin“ ist ein außergewöhnliches Kinderbuch, das von einer Flucht erzählt. Nun steht es beim „Vorlesesonntag“ im Jüdischen Museum in Frankfurt im Mittelpunkt.
Querverbindungen im Nachdenken über die Notwendigkeit gesellschaftlicher Veränderungen: Die amerikanische Philosophin Sally Haslanger hält die Walter-Benjamin-Lectures in Berlin.
Aus der Bretagne in die bayerische Hauptstadt: Plötzlich werden überall in München Austern angeboten. Was hat sie nur hierher verschlagen? Eine Spurensuche.
Walter Benjamins „Kleine Geschichte der Photographie“ mit einem Essay von Wolfgang Matz
Ernst Schoens Tagebuch seiner Reise durch Deutschland 1947.
Ein Ausdruck, der mir viel bedeutet, wenn nicht sogar alles: Geistesgegenwart. Heute ist er so notwendig wie noch nie. Nicht nur beim Schreiben.
Wie ein paar Amerikaner in Südfrankreich berühmten europäischen Intellektuellen halfen, den Nazis zu entkommen, davon erzählt die historische Netflix-Serie „Transatlantic“.
Zwei Spurweiten, zwei Systeme: Ein Besuch im Grenzland von Portbou, der letzten Station von Walter Benjamins Flucht.
Der Roman „Auch die Toten“ des spanischen Autors Juan Gómez Bárcena will die Geschichte von Kolonialismus und Kapitalismus erzählen.
Eine faszinierende geistesgeschichtliche Reise in Text und Bild: Die kleine, feine Ausstellung „ein/ausgepackt“ in der Frankfurter Universitätsbibliothek zeigt die gesammelten Kinderbücher von Walter Benjamin.
Teils beinah seriell, dann aber sehr speziell: Dem klangschriftbesessenen Komponisten Brian Ferneyhough zum Achtzigsten.
Was das Haager Kriegsverbrechertribunal mit Kunst gemein hat oder: Darf man noch ins Museum gehen, wenn der Weltuntergang droht? Über die bizarren Attacken der „letzten Generation“.
In „An den Gestaden des Wortes“ versammelt Brita Steinwendtners diskrete Liebeserklärungen an die großen am Leben Gescheiterten der Literatur.
Die postkoloniale Debatte leidet unter einer dramatischen Blickverzerrung. Die Forderung nach historischer Gerechtigkeit muss sich nach allen Seiten richten. Damit wird Wiedergutmachung zum illusorischen Projekt. Ein Gastbeitrag.
Trümmerbilder und Glockenklänge: Mit arabischem Maqam, anpassungsfähigem Jazz und scheuem Engelsgesang ist das Kunstfest Weimar zu Ende gegangen.
Bevor uns die Sommer historisch wurden: In seinem neuen, klugen Lyrikband „Äquidistanz“ findet Durs Grünbein zu neuer Leichtigkeit
Auf Du und Du mit Künstlern und Nazis: Amanda Lee Koes Romandebüt „Die letzten Strahlen eines Sterns“ entspringt einer guten Idee und scheitert an seiner Sprache
Dieser Pfad führt sie zu sich selbst: Marica Bodrožić geht in „ Die Arbeit der Vögel“ den letzten Weg von Walter Benjamin nach.
Paris bei Nacht für die ganze Familie: Luisa Feiersinger entdeckt den Realismus des Stereoskops im Ritual.
Andreas Reckwitz verkündet eine geschichtsphilosophische Zeitenwende. Während der Soziologe das westliche Fortschrittsdenken auf den Prüfstand gestellt sieht, findet sich sein Stichwort von der multipolaren Welt auch bei russischen Zeitdeutern.
Die Corona-Pandemie hat das kapitalistische Zeitsystem erschüttert.
Geborgen aus der Trümmerstätte: Der jüngste Band der Kritischen Gesamtausgabe Walter Benjamins dokumentiert eindrucksvoll die schwankende Lebensrealität des Autors.
Transzeremonielle Privatheit: Wie Angela Merkel und Papst Franziskus zu Michelangelos Pietà stehen.
Wie erzählt man Zeitgeschichte? Uwe Wittstocks „Februar 1933“ berichtet von deutschen Künstlern und Literaten in einem singulären Moment. Eine Buchrezension zwischen Kunst und Terror.
Der Lektor und Publizist Walter Boehlich nahm in seinen unterhaltsam scharfen Briefen kein Blatt vor den Mund – ob er nun Philosophen wie Theodor W. Adorno, Herbert Marcuse oder Carl Schmitt, Verlegern wie Siegfried Unseld oder Polizeipräsidenten schrieb.