Wie die Bürokratie das Ehrenamt erdrosselt
Tausende Gäste begrüßt ein Verein regelmäßig zu seinem Freilufttheater in einer Burgruine mitten in Hessen. Die Darsteller stehen wieder bereit, doch die Organisatoren grauen sich vor der Flut an Auflagen.
Tausende Gäste begrüßt ein Verein regelmäßig zu seinem Freilufttheater in einer Burgruine mitten in Hessen. Die Darsteller stehen wieder bereit, doch die Organisatoren grauen sich vor der Flut an Auflagen.
Dieser Schauspieler wird immer besser: Sebastian Stan lotet nach Auftritten im Marvel-Superheldenkino die Abgründe des Antiheldenhaften im grotesken Filmdrama „A different Man“ aus.
Vier Scorerpunkte in den ersten fünf Erstligaspielen: Nathaniel Brown hat seine Chance bei Eintracht Frankfurt genutzt – und ist vor dem Achtelfinale im DFB-Pokal gegen RB Leipzig voll im Flow.
Carlo Ljubek hasst „nichts mehr als kalte Füße“, auch im übertragenen Sinne. Dem Lampenfieber vor dem ersten „Tatort“-Dreh mit ihm als Kommissar kann er hingegen etwas abgewinnen.
Für wen man das alles macht und wie man der eigenen Kulturblase entkommt: Ein Gespräch mit Ricarda Ciontos, die seit bald zwanzig Jahren das Festival Nordwind leitet.
Hommage an einen verfemten Filmregisseur: Kirill Serebrennikov feiert mit „Legende“ am Hamburger Thalia Theater die Freiheit des Schöpfertums und präsentiert dabei eine eindrucksvolle künstlerische Vision.
Vor der letzten Verhandlungsrunde zeichnet sich ein Kompromiss ab: Das Entwaldungsgesetz wird ohne die von den Christdemokraten geforderten Änderungen verschoben. Brüssel soll die Waldbauern aber anderweitig entlasten.
Im Kapitol kämpft eine Republikanerin für geschlechtergetrennte Toiletten. Donald Trump scheint bei dem Thema eher leidenschaftslos. Doch er folgt seiner Partei, für die Transfeindlichkeit ein Erfolgsmodell ist.
Nun brechen auch die wenigen kulturpolitischen Setzungen, für die er verantwortlich ist, in sich zusammen: Warum Berlins Kultursenator Joe Chialo kein Verhältnis zur Kultur gefunden hat.
Bei der Gründung der Merce Cunningham Dance Company war ihr der neue Stil schon vertraut. Zum Tod der Tänzerin, Choreographin und Psychotherapeutin Marianne Preger-Simon.
Die Formel 1 ist das reinste Theater: Kaum ein Rennen ohne Gemecker über die Regelauslegung, die Streckenkommissare, das Verkehrsgericht. Im arabischen Wüstensand wurde nun sogar für Großnager gebremst.
In Gemeinden, Städten und Kreisen wird das Geld knapp. Auch Christian Schmetz, der Kämmerer der Stadt Göttingen, muss sparen. Die Frage ist: Lieber am Theater oder besser am Klimaschutz?
Y-Kollektiv besucht den Hamburger Hafen, das ZDF zeigt eine neue Staffel „Der Palast“ und bei Arte läuft eine Doku über den Autor des Mittelerde-Universums. Eine Auswahl der Mediatheken-Highlights im Dezember.
Nora Abdel-Maksouds Komödie „Jeeps“ gibt in der Produktion der Frankfurter Theaterperipherie dem Affen reichlich Zucker.
Am Deutschen Staatstheater Temeswar steht Herta Müller auf dem Programm. Die rumänische Heimat tut sich nicht leicht mit ihr.
Die Israelische Nationalbibliothek zeigt die letzte der drei großen Ausstellungen zum hundertsten Todestag Franz Kafkas. In ihr steht die Beziehung des Schriftstellers zu Judentum und Heiligem Land im Mittelpunkt.
Neil Gaimans Bestseller ist in der Kammerspielen des Staatstheaters Darmstadt überwältigend und suggestiv inszeniert, aber im Vergleich zum Roman fehlt doch etwas.
Im Fernsehen kommen jeden Abend Krimis? Stimmt. Aber was für welche. Besser bedient ist man mit dem, was Buchverlage alles aus dem Hut zaubern. Hier ein paar Anregungen für einen spannenden Jahresausklang.
Es wird mitreißend musiziert, Politisches gesagt, und der Generalmusikdirektor legt Abba auf: Die 24. Operngala bringt reiche Spenden und den internationalen Gästen ein rauschendes Fest.
Generationen von Kindern wuchsen mit den Marionetten auf: Nun bringt das Staatstheater Wiesbaden die Geschichte der Augsburger Puppenkiste nach Thomas Hettches Roman „Herzfaden“ auf die Bühne.
Im Alter von bald achtzig Jahren veröffentlicht Botho Strauß einen neuen Band mit Prosaminiaturen: „Das Schattengetuschel“.
Mit einer Drohne wurde das Klima und seine Erwärmung im Stadtgebiet von Darmstadt erfasst. Die Messung zeigt, wo die Hitze herkommt und wo die kühlen Orte sind. Diese Daten sollen Grundlage für die weitere Stadtplanung werden.
Der Berliner Kulturhaushalt steht vor massiven Etatkürzungen – 130 Millionen Euro weniger stehen im kommenden Jahr bereit. Wenn man aber nur noch fördert, was ohnehin leicht konsumierbar ist, wird Kultur zur Dienstleistung.
Premiere in Leipzig: Martina Hefter entwickelt aus den Recherchen zu ihrem mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Roman die Performance „Soft War“.
Diese Woche lief wieder jede Menge schief. Aber was haben Sie eigentlich zum Erfolg des großen Ganzen beigetragen?
Über die Autobiografie von Angela Merkel wurde schon fast alles gesagt. Nur über den Titel nicht. Dabei ist er der Schlüssel zu allem. Und erklärt auch, warum sie keine Fehler einräumt, nur weil man sie dazu drängt.
Die Grenze zwischen Nord- und Südkorea ist einer der brenzligsten Orte der Welt. Von Seoul aus bringen Busse täglich Touristenscharen dorthin. Nun hat sogar ein Starbucks mit Ausblick auf die Grenzdörfer eröffnet.
Sex, Sadismus und Sentiment sind in den Opern von Giacomo Puccini verwoben. Der Komponist starb vor 100 Jahren, sein Werk dominiert die Spielpläne noch immer. Dafür gibt es Gründe.
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Interview mit Joe Chialo +++ Tölzer Knabenchor +++ Geschmackssache +++ Kirchenstudie empört Bauern +++ VW in der Krise
Meryl Tankard stellt Pina Bauschs Choreographie „Kontakthof“ von 1978 auf den Prüfstand – mit denselben Tänzern wie damals. So einfach, so überwältigend.
Was Arthur Theate zu leisten im Stande ist, verkannten lange Zeit viele im Profigeschäft. Nun spielt der Verteidiger bei Eintracht Frankfurt groß auf. Dabei hätte er fast aufgegeben.
Im Frankfurter Kammerspiel sollte das umstrittene Fassbinder-Stück „Der Müll, die Stadt und der Tod“ uraufgeführt werden. Doch dazu kam es nicht. Thomas Kirn und Josef Oehrlein berichteten im November 1985 über die Besetzung der Theaterbühne.
Berliner Premiere eines bereits ziemlich bekannten Buches: Angela Merkel stellt im Gespräch mit Anne Will ihre Erinnerungen im Deutschen Theater vor.
Der Tag nach der Buchpremiere: Gestern Abend hat Angela Merkel ihr neues Buch „Freiheit“ vorgestellt. Sie bleibt sich treu und schaut wenig kritisch zurück. Doch bei genauerem Hinsehen offenbart sie einiges.
Mit seinem Kommissar Montalbano wurde Andrea Camilleri erst im Pensionsalter weltberühmt. Wie die jetzt veröffentlichten Briefe aus jungen Jahren zeigen, liebte er aber schon mit Mitte 20 Verbrecherjagden.