Die bürgerliche Kunst gibt ihren Reichtum frei
Mehr als nur Vorläufer der Moderne: In der Kunsthalle Karlsruhe wirft man einen neuen, befreienden Blick auf das Werk des Malers Edgar Degas, eines Mannes des notorischen Künstlerschicksals.
Mehr als nur Vorläufer der Moderne: In der Kunsthalle Karlsruhe wirft man einen neuen, befreienden Blick auf das Werk des Malers Edgar Degas, eines Mannes des notorischen Künstlerschicksals.
Österreicher trauen sich im Fernsehen viel mehr als Deutsche. Sie kennen einfach keine Geschmacksgrenzen. Ein Gespräch mit den Schauspielern Nicholas Ofczarek und Robert Palfrader über Österreich.
Mit „Die Reifeprüfung“ machte sich Mike Nichols unvergesslich. Aber es war nur einer von vielen herausragenden Filme. Jetzt ist der amerikanische Regisseur im Alter von 83 Jahren gestorben.
Wo Computer patzen, beschäftigen Internetfirmen Millionen von Akkordarbeitern. Doch dieses Milliardengeschäft wird von Ausbeutern beherrscht. Ein Sammelband schlägt Alarm.
Das Münchner Architekturmuseum feiert das Werk der brasilianischen Architektin Lina Bo Bardi. Sie war eine der ersten Architekten, die sich mit modernen Fragen beschäftigte.
Eine neue digitale Werbefläche im Zentrum von Manhattan bricht alle Rekorde. Google mietet einen Bildschirm, der acht Stockwerke hoch ist und so lang wie ein Fußballfeld. Das kostet.
Übt die Musik eine eigene Macht auf unser Gehirn aus? Und kann man damit heilen? Der Hannoveraner Musikphysiologe Eckart Altenmüller sprach darüber in unserer Serie über die Potentiale und Grenzen der Hirnforschung. Der FAZ.NET-Livestream zum Nachhören.
Stefan Hantel alias „Shantel“ ist der Großmeister des Balkan-Pop. Die Füße stillhalten kann bei der Dichte und Wucht seiner Klangmelange kaum einer. Doch das reicht ihm nicht. So wie die 200 Livekonzerte 2014. Er will mehr.
Alina lebt seit drei Jahren konsequent vegan und verzichtet auf jegliche Tierprodukte. Dafür scheut die Musikstudentin in Hannover keinen Aufwand.
Hospize verbinden viele nur mit Trauer und Tod. Angsteinflößende Orte. Caritasdirektorin Barbara Handke arbeitet seit Jahren dort und erlebt Lachen, Aussöhnung und Glück. Ihre Angst vor dem Tod hat sie verloren. Ein Gespräch über den letzten Abschnitt des Weges.
In der Geschlechterdebatte steht zwischen den Zeilen die moralische Überlegenheit der Frauen. Wahr ist, dass Frauen viele Generationen lang systematisch und gesetzlich diskriminiert worden sind. Aber es ist falsch, jetzt eine einzige Männergeneration dafür büßen zu lassen. Ein Kommentar.
Goldene Rehe fürs Doktorspielen, fürs Weltmeisterwerden und fürs Flüchtlingenhelfen: Die „Bambi“-Verleihung als langer, rätselhafter Fernsehabend und Wechselbad der Gefühle.
Was passiert, wenn sieben ältere Damen und sechs ältere Herren sich zum Speeddating treffen? „Altersglühen“! Sieben Minuten entscheiden. Werden dabei nur die Herzen der Senioren schwach?
Am Jahrestag des Mauerfalls vermeidet Günther Jauch eine Diskussion über Probleme der Wiedervereinigung. Zum Glück.
Ein Maler schmeißt mit Objekten nach der Malerei und lässt eine Epoche hinter sich: Das Centre Pompidou widmet sich Marcel Duchamps frühen Jahren in einer exzellenten Schau.
Absurd und zart, unterhaltsam und hellwach: Der irische Schriftsteller Samuel Beckett fand in seinen Briefen zum eigensinnigen Ton seiner Werke. Jetzt kann man sie auch auf deutsch lesen.
Der Rockmusiker Sting will den Broadway mit einem Musical erobern: „The Last Ship“ ist in seinem eigenen Leben und in Warschau verankert. Und der Aufstand geht hier mit einem Aufstampfen los.
Mehr Meer als Land. Nur anschauen, aber nicht anfassen. Das ist die Krux jeder Kreuzfahrt. Zwölf Tage vor der Küste Australiens, an denen die unbekümmerten Passagiere gegen Ende lieber einfach an Bord bleiben.
Drehbuchautorin Heide Schwochow und ihr Sohn, Regisseur Christian Schwochow, haben gemeinsam den Film „Bornholmer Straße“ gemacht. Ein Gespräch über das Leben als Ostler im Westen und Risse in Biographien.
Die IT-Industrie verkauft ihre technologischen Innovationen als fraglosen Fortschritt. Aber das ist noch lange kein Grund, ihr diese Selbstdarstellung zu glauben. Ein Blick auf neue Beispiele.
Das Land Nordrhein-Westfalen will in der nächsten Woche zwei Warhol-Bilder in New York zu Geld machen. Das ist ein Skandal, hinter dem sich ein Werteverfall ohne Beispiel verbirgt.
Berlins Kultursenator hat eine Theater-Zerstörung ganz eigener Art vorgeschlagen, nämlich alle Premieren live zu übertragen: Warum das Fernsehen im Theater nichts verloren hat.
Gespielt wird das Stück „Brunft am Flughafen“. In den Hauptrollen: etwa 20 Damhirsche. Zu sehen und zu hören ist ganz großes Theater, mit viel Röhren und Betören.
Tokio ist riesig, aber gut organisiert. Mit der Ginza-Linie kommt man durch die halbe Stadt von Shibuya nach Asakusa - Stadtteile, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
Peinliche Panne: Bei der Vorstellung des Logos für die WM 2018 in Russland wird die Krim in einer Grafik einer Videoanimation als Teil des WM-Gastgeberlandes dargestellt. Der Fifa ist der Vorfall peinlich.
Zickenkriegerinnen vor Boulevardtüren: Theresia Walsers „Herrinnen“ wurde im Nationaltheater Mannheim uraufgeführt. Ein Stück über politische Korrektheit und „Selbstanpreisungsgeilheit“.
Die Geisterbahn der Finanzwelt wird mit Rocky-Horror-Pointen geschmiert: Bochums Schauspielhaus beschwört „Gespenster des Kapitals“ - nicht ganz nach Balzac.
Russland lernt das Spiel der zweiten Geige: Für das Kulturleben beginnen frostige Zeiten, der zuständige Minister schickt Musiker in Fußgängerunterführungen. Das härtet ab und fördert Humor.
Transsexuelle leiden unter dem Gefühl, im falschen Körper zu sein. Manche leben damit jahrzehntelang. Bis es nicht mehr geht.
Wie erinnern, wo nichts mehr ist? Über Jahrhunderte war Polen Zentrum des jüdischen Lebens. In Warschau eröffnet ein Museum das die jüdische Geschichte erzählt - lebenszugewandt, obwohl es vom Tode weiß.
Ein Vierteljahrhundert Polizeiarbeit hat Spuren hinterlassen: Als Lena Odenthal wirkt Ulrike Folkerts in der neuen Folge des „Tatorts“ aus Ludwigshafen so angespannt wie nie. Und dann ist ihr Partner Mario Kopper auch noch in Urlaub.
In Bulgarien sind Kinder ein Luxusgut geworden, in Silicon Valley lässt man ihre Entstehung für 10.000 Dollar einfrieren. Ein Paradebeispiel für Ost-West-Disparitäten.
In Taiwan gilt er als Chinese, in China als Amerikaner. Doch zuhause ist er im Kino. Der fremde Blick, der eigene Ton, vermutlich haben sie damit zu tun. Der Filmregisseur Ang Lee wird sechzig.
Das Land Nordrhein-Westfalen will zwei Warhol-Bilder verkaufen und das Geld in eine marode Spielbank stecken. Der Aufschrei ist riesig. Aber ist das wirklich der Untergang unserer Kulturnation? Ein Kommentar.
Die Rolle gehört immer dem, der sie am Ende spielt: Al Pacino spricht über das Schauspielen und die Schauspielerinnen, über Filmgötter und neue Talente - und erklärt, warum er nicht Sonny Scott heißen will.
Das Günter-Grass-Haus geht in die Offensive: Die Lübecker Ausstellung porträtiert den Schriftsteller in seiner Militärzeit - mit einer großen Materialfülle, die Kontroversen nicht aussparend, dabei aber sichtlich um Ausgewogenheit bemüht.