Das Lieblingstier der Documenta
Hoch zu Ross sind mehrere Reiter im Auftrag des schottischen Künstlers Ross Birrell unterwegs – bei der Aktion „Transit of Hermes“, die von Athen über die Balkanroute zur Documenta nach Kassel führt.
Hoch zu Ross sind mehrere Reiter im Auftrag des schottischen Künstlers Ross Birrell unterwegs – bei der Aktion „Transit of Hermes“, die von Athen über die Balkanroute zur Documenta nach Kassel führt.
Bei den Bad Hersfelder Festspielen hat der Luther-Darsteller Paulus Manker seine Rolle bei Dieter Wedel verloren. Halb so schlimm, es gab vier Thesen-Anschläger auf der Bühne. Doch Manker will klagen.
Die Filmregisseurin Sofia Coppola war schon mit acht Jahren in Cannes – auf dem Schoß ihres Vaters. Hier spricht sie über ihre Leidenschaft für Filme, schlechte Kritiken und ihren Verwandten Hellmuth Karasek.
Die Welt mag manchmal furchtbar sein, aber das ist kein Grund, nur zu jammern. Man kann sie ja besser machen. Wir stellen Menschen vor, die mit Intelligenz, Zuversicht und ein paar originellen Ideen daran arbeiten. Ihr Trick: Sie fangen einfach an!
Hunger nach dem Unsichtbaren: Der alte Peter Brook zaubert in Wien mit „Battlefield“ großes Theaterglück auf die Bühne. Jeder Ausdruck, jede Geste ist hier kostbar und mit Sorgfalt vorbereitet.
Bei den Oscars war kein Schauspieler so erfolgreich wie Daniel Day-Lewis. Nun verabschiedet sich der 60-Jährige von der Bühne. Der Grund für die Entscheidung bleibt ein Rätsel.
Der Kreis schließt sich: „Ödipus – vor der Stadt“ auf der Freilichtbühne an der Weseler Werft in Frankfurt erzählt von Schuld und Schicksal.
Bitte nicht nur Klassiker, gerne positive Diskriminierung und Leitung im Kollektiv: Stanislas Nordey leitet das Théâtre National de Strasbourg sehr anders – und sehr erfolgreich.
Er floh vor dem Krieg in Syrien – und starb an einem Ort, an dem er sich sicher fühlte: Der Flüchtling Mohammed Al-haj Ali ist in den Flammen des Londoner Grenfell Towers umgekommen. Seine Freunde haben eine bewegende Petition gestartet.
Hier dürfen alle die Rollen spielen, in denen sie eh am besten sind, nur breiter und größer: Patty Jenkins erfrischt und belebt mit „Wonder Woman“ das Superheldenkino.
Rüdiger Fritsch, der Präsident des SV Darmstadt 98, spricht über Aufstiegsträume, Stadionpläne und die Brüder Altintop.
Jan Bosse entfesselt die Kleinbürger im Klamauk und inszeniert am Schauspiel Stuttgart „Arsen und Spitzenhäubchen“. Er versäumt dabei, den alten Häubchen neue Lichter oder giftige Spitzen aufzustecken.
Sechsunddreißig Fotos in zwölf Sekunden. Eine Frau schaut in den Spiegel: ihre erste Begegnung mit dem glattrasierten Mädchen, das sie nun ist. Über die Daumenkino-Magie von Volker Gerling.
Jörg und Uwe sind beste Freundinnen. Warum? Warum nicht. Über das Leben zweier „Transenkumpels“, typisch männliches Gruppenverhalten – und den Versuch, andere Menschen aus ihrer Wohlfühlzone zu bringen.
Ein Neubau der Städtischen Bühnen in Frankfurt könnte 900 Millionen Euro kosten. Es geht um eine Investition in die Zukunft der Stadt und nicht um eine unangemessene Erhöhung der Kulturzuschüsse.
Timo Werner hat im deutschen Fußballtheater die Rolle des Schurken. Beleidigende Gesänge sind längst auch dort zu hören, wo er gar nicht spielt. Das liegt aber nicht nur an seiner Schwalbe gegen Schalke.
Vor 20 Jahren trafen Kugeln der Camorra die Mutter der zehnjährigen Alessandra Clemente. Sie wurde ein zufälliges Opfer der neapolitanischen Mafia. Wie geht ihre Familie damit um?
Diese Langsamkeit der Bewegungen, dieses weiche Licht: Am Prager Nationaltheater rekonstruiert Katharina Wagner eine Bayreuther „Lohengrin“-Inszenierung ihres Vaters Wolfgang von 1967.
Das Belarus Free Theatre zeigt in Hamburg die Doku-Tanz-Performance „Burning Doors“ aus der Unterwelt des Putin- Regimes. „Pussy Riot“-Mitglied Maria Alechina spielt darin ihre eigene Geschichte.
Die Kampagne der nationalistischen Kulturministerin Miri Regev gegen unliebsame Künstler trifft eine israelische Institution: Das Theaterfestival in Akko droht zu scheitern.
Brexit, Terror, Trump – an Gesprächsthemen mangelte es den Talkgästen von Maybrit Illner nicht. Mit dem sich andeutenden Wahlergebnis im Vereinigten Königreich könnte nun alles noch chaotischer werden.
Im nächsten „Tatort“ des Hessischen Rundfunks gerät Felix Murot alias Ulrich Tukur in eine Zeitschleife. Bis Freitag wird dafür im Neu- Isenburger Stadtteil Gravenbruch gedreht.
Sie gehört zu den provokativsten Performances der documenta 14 - die Aktion „El Objectivo. Besucher können mit Gewehren auf die Künstlerin zielen.
Alles hier ist ruhig, geduldig, langsam reifend: In der tiefen, zentralfranzösischen Provinz Berry fand die Schriftstellerin George Sand Muße und Inspiration.
Bei den Frankfurter Kulturverantwortlichen ist keine Aufbruchstimmung zu erkennen. Besonders den Intendanten scheint jeder Gestaltungswille zu fehlen.
Fast wie eine Figur von Thomas Bernhard: Claus Peymann wird achtzig – und lässt in drei Bänden sein Theaterleben vorüberziehen.
Das lässt einen nicht kalt: Jonathan Franzen geht auf Kreuzfahrt in die Antarktis und David Safier hat ein Theaterstück aus dem Warschauer Getto wiederentdeckt.
Konzertsaal, Theater, Museum, Jazzclub und Speisen mit Aussicht: Das von Jörg Friedrich entworfene Dresdner Kulturquartier „Kraftwerk Mitte“ gibt der Stadt ein neues Zentrum.
In seiner ersten mündlichen Äußerung zu den Anschlägen in London bekräftigt der amerikanische Präsident, dass er die Vereinigten Staaten mit allen Mitteln vor Terrorattacken schützen werde.
Seit einigen Jahren können hessische Schüler ihre Abiturprüfung im Darstellenden Spiel ablegen. Manchen Lehrern reicht das nicht aus. Sie fordern Theater-Unterricht für alle, beginnend in der ersten Klasse.
Es gibt viele Liebeserklärungen an Shakespeare, aber diese ist der Wahnsinn: Günter Jürgensmeier packt die Quellentexte zu sämtlichen Dramen in einen einzigen dicken Band.
Ob Stadtschlossstreit ums Kreuz, Konflikt um die Volksbühne oder Kiezkämpfe: Sobald etwas Symbolisches ins Spiel kommt, sind in Berlin alle hellwach und stürzen sich mit Feuereifer in die Debatte.
Die Fußball-Arena heißt jetzt Stadion: Wie man den Umbenennungsvorstoß des türkischen Staatspräsidenten deuten sollte. Eine sprachgeschichtliche Alternativerzählung.
F.A.S. und Deutschlandfunk Kultur präsentieren die besten Krimis: Auch im Juni wird geschossen, gestorben und aufgeklärt. In Rheinland-Pfalz wie in Port-au-Prince.
Auf zu alten Ufern: Am Berliner Ensemble will man sich auf lange vernachlässigte Stärken des Theaters besinnen und die Schauspieler wie die Autoren ins Zentrum stellen. Warum, das verrät Regisseur Michael Thalheimer im Gespräch.
Morgan Freeman ist Hollywoods großer, liberaler Humanist. Den Kampf gegen Rassismus nimmt der amerikanische Schauspieler in ganz besonderer Weise auf. Heute wird Freeman achtzig Jahre alt.