Der Wille zum Unwissen
An der Universität Frankfurt geht eine Podiumsdiskussion zum Thema Verschleierung im Tumult unter. Am Ende fliegen die Fäuste. Was treibt die Aktivisten an? Ein Gastbeitrag.
An der Universität Frankfurt geht eine Podiumsdiskussion zum Thema Verschleierung im Tumult unter. Am Ende fliegen die Fäuste. Was treibt die Aktivisten an? Ein Gastbeitrag.
Jean-Paul Gaultier hat in Paris seine letzte Haute-Couture-Schau gezeigt. Boy George sang, während Tänzer einen gehörnten Sarg hereintrugen – und dann begann die Show.
Der Streik hat für die Pariser Oper katastrophale wirtschaftliche Folgen, aber die Orchestermusiker und Chorsänger haben gute Gründe für ihren Arbeitskampf.
Die Pariser Tänzer kämpfen um eine Regel aus dem Jahr 1698. Nur weil sie heutzutage nicht mehr bald nach dem Erreichen des Rentenalters sterben, kann man sie nicht zum Fußvolk der Theaterbeschäftigten machen.
Seit August haben Johannes Öhman und Sasha Waltz als Intendanten des Berliner Staatsballetts gearbeitet. Ende des Jahres werden sie gehen. Gegen ihre Berufung hatte es Widerstand gegeben.
„Öko“ regiert Davos und die Grüne Woche: Alle ächzen unter der moralischen Last der Bewegung, nicht einmal die Biobauern atmen auf. Denn wer die Welt ernähren will, hat es schwer, die höchsten ethischen Standards zu erfüllen.
Der Einbruch des Spiels in die Zeit: Eine Broschüre über musikalische Motive bei Carl Schmitt dokumentiert seine Theorie über Beethoven und die Deutschen.
Gefängnisaufenthalt, Tod des Vaters und Flucht vor dem Nationalsozialismus: Heitere Leichtigkeit in der Sprache macht sie genauso aus wie ihre teils dunklen Hintergründe. Die Wiederentdeckung der Dichterin Lessie Sachs.
Immer wieder Ostdeutschland: Immer wieder gibt es fremdenfeindliche Attacken. Das ist auch ein spätes Erbe des Alltagsrassismus, der in der DDR nie wirklich bekämpft wurde.
Fredrik Vahle und Dietlind Grabe-Bolz singen sozialkritische Kinderlieder. Sie ist auch die Oberbürgermeisterin von Gießen. Ein Gespräch über Musik, Politik und das Geheimnis eines guten Liedes.
Nicht zu leiden reicht nicht: Andrea Breth inszeniert am Berliner Ensemble „Drei Mal Leben“ von Yasmina Reza in prominenter Besetzung. Amüsant ist der Abend nur in wenigen Momenten.
Eine digitale Kampagne soll den Verband der Fahrzeughersteller überzeugen, die Automesse in Frankfurt zu belassen. Noch hat die Stadt acht Tage Zeit.
Shoreditch im Osten Londons ist zum Epizentrum der britischen Street-Art geworden. Hier kämpfen die Sprayer um Respekt und Anerkennung – und manche von ihnen sind inzwischen Superstars der internationalen Kunstwelt.
Bis der Klingelbeutel platzt: In „The Righteous Gemstones“ spielt John Goodman einen gierigen Fernsehprediger, dessen Kinder komplett aus der Reihe tanzen.
Nie mehr war das iranische Volk so geschlossen wie am 1. Februar 1979. Seit der Revolution verliert das Regime zusehends an Rückhalt in der Bevölkerung.
George Balanchines „Square Dance“ wird in Duisburg aufgeführt. Und auch wenn Chefchoreograph Martin Schläpfer genauso hart arbeitet wie Balanchine, fehlt ihm dessen Verwandlungskunst.
Nach der Klärung der Trainerfrage wollen die Münchner eine Aufholjagd in der Rückrunde starten. Doch der Rumpfkader ist dafür nicht gerüstet. Hansi Flick sah das Problem kommen. Und das Programm ist knackig.
Yordi Pérez Cardoso gehört zu den Stars des Spektakels „Ballet Revolución“. Sein Talent und auch sein Wille haben ihn aus einem Wohnblock in Ciudad Nuclear auf die Bühnen gebracht.
Unterm Kiel lauert in Jena der Abgrund: Das niederländische Schauspielkollektiv „Wunderbaum“ adaptiert David Foster Wallace’ bitterblinzelnde Kreuzfahrtreportage „Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich“.
Die Frankfurter Grünen haben ein Positionspapier zur Zukunft der Städtischen Bühnen verfasst. Wir zeigen einen kleinen Auszug.
Sadio Mané hat ein besonderes und erfolgreiches Jahr hinter sich. Der nächste Höhepunkt könnte mit dem FC Liverpool bald folgen. Trainer Jürgen Klopp ist begeistert von Mané – und ärgert sich über ein Versäumnis.
Mit der MS Roald Amundsen übt Hurtigruten den Spagat zwischen Komfort und Expedition. Unterwegs ist das neue Flaggschiff der Reederei dort, wo die Sonne nicht untergeht und das Eis ein Moment von Ewigkeit verspricht.
Die Eintracht ist in der Krise. Im Interview spricht Sportdirektor Bruno Hübner über sein erstes Weihnachten mit weniger Punkten als die Söhne, die Arbeit des Trainers und die Entwicklung seines Klubs.
Das Dschungelcamp geht in seine 14. Staffel. Wegen der Brände in Australien fordern Politiker eine Absage der Sendung. Bei RTL will man davon nichts hören: Das Geschäft brummt, 30-Sekunden-Werbespots kosten ein Vermögen.
Stare aus Osteuropa überwintern in Israel: Nach Sonnenuntergang beginnen sie mit ihren wechselnden Flugformationen, welche potentielle Angreifer verwirren sollen.
Melina Matsoukas erzählt in ihrem erstaunlichen Kinodebüt „Queen & Slim“ eine Story, wie sie nur schwarzen Amerikanern widerfahren kann – als Flucht- und Liebesgeschichte mit Legendenpotential.
Früher Walkman, dann MP3-Player und jetzt Streaming-Dienste: Musikhören kann man nun in fast jeder Situation und zu nahezu jeder Zeit. Wohin führt diese Befreiung? Acht Szenarien zum Musikhören der nächsten Jahrzehnte.
Bei den Minangkabau in Indonesien haben die Frauen das Sagen. Der Film „Mutterland“, der nun in Frankfurt gezeigt wurde, erzählt über die größte matriarchale Kultur der Welt.
Die berühmte Tigermutter aus China muss immer herhalten, wenn es darum geht, Frühförderung für Kleinkinder in Bausch und Bogen zu verdammen. Typische Ignoranz!
Lena Meyer-Landrut ist Sängerin. Hier schreibt sie über ihre Liebe zum Nervenkitzel, dem Nacheifern von Instagram-Bildern, Sportshootings und Bequemlichkeiten. Zudem verrät sie, welche Sportart sie sexy findet.
Die Kunsthalle Tübingen untersucht die Verbindung von Tanz und Malerei bei Max Pechstein. Seine ausnahmslose Begeisterung für alle Genres ist unübersehbar – doch lässt er große Namen dieser Kunst häufig unerwähnt.
Die Mutter eines Sohnes ist die erste Frau mit einer Umkehrplastik. Mit elf Jahren hat sie ihre Prothese bekommen. Heute fährt sie Auto und geht aufs Laufband.
Cheerleader werden oft als „sexy Beiwerk“ abgetan. Doch vor ihren Auftritten steht harte Arbeit, und Speckröllchen sind kein Ausschlussgrund.
Bis zum Titel der lebenswertesten Metropole Europas ist es für Berlin noch ein weiter Weg. Obwohl die Stadt mit Abstand das meiste Geld aus dem Länderfinanzausgleich erhält.
Lasziv, mondän, gewitzt: Die Autoren von „Sherlock“ erfinden den untotesten aller Vampire für eine Serie bei Netflix neu. Ihr „Dracula“ ist wirklich zum Fürchten.
Mit dynamischen Nägeln, mit expressiven Ziegen und Tänzern, mit einer Frau in Blau und mit einer Bibel zum Erfolg: Ergebnisse des zweiten Halbjahrs bei Ketterer.