Das Gläubiger-Drama von Charlottenburg
Der Insolvenzplan ist angenommen. Am Amtsgericht Berlin Charlottenburg gelingt der Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz ein wichtiger Etappensieg. Die Gläubigerversammlung ebnet den Weg zur Suhrkamp AG.
Der Insolvenzplan ist angenommen. Am Amtsgericht Berlin Charlottenburg gelingt der Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz ein wichtiger Etappensieg. Die Gläubigerversammlung ebnet den Weg zur Suhrkamp AG.
Die Gläubiger des insolventen Suhrkamp Verlags haben dem Sanierungsplan zugestimmt. Jetzt kann der Verlag in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden, wodurch der Minderheitsgesellschafter Hans Barlach sein Mitspracherecht weitgehend verlöre.
400 Hände geschüttelt, 80 Küsse verteilt, 76 Manuskripte gelesen, 4 Angebote, meine Memoiren zu schreiben, und noch einmal „Frankfurter Hof“. Ein Tagebuch des Abschieds, bis auf weiteres.
Sollte die Gläubigerversammlung am 22. Oktober der Umwandlung des Suhrkamp-Verlags von einer Kommandit- in eine Aktiengesellschaft zustimmen, will Minderheitsgesellschafter Barlach die Beteiligten „für mögliche Vermögensschäden in Haftung nehmen“.
Brasilien ist Gastland der Buchmesse: Wie magisch darf Realismus sein, und wann stellt sich das Land seiner Vergangenheit? Ein Interview über das Verhältnis von Literatur, postkolonialer Identität und und Diktatur.
Im juristischen Streit um die Zukunft des Suhrkamp-Verlags zwischen Hans Barlachs Medienholding und der Familienstiftung ist letzterer ein großer Schritt gelungen: Sie darf nun doch bei der Entscheidung über den Insolvenzplan mitstimmen.
Die Familienstiftung darf doch über den Insolvenzplan des Suhrkamp Verlags abstimmen. Die Vollstreckung eines Urteils, das die von der Verlegerin geführte Mehrheitseignerin von der Abstimmung ausschloss, wurde ausgesetzt.
Vor sechzig Jahren begann Eva Rechel- Mertens das Großwerk einer kompletten Übersetzung von Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ ins Deutsche. Sie wurde zum Standardwerk. Nun wagt sich Bernd-Jürgen Fischer an eine neue Fassung.
Namhafte Suhrkamp-Autoren beziehen in einem offenen Brief Stellung gegen Minderheitengesellschafter Hans Barlach. Sie drohen mit Rückzug, sollte Barlach weiter maßgeblichen Einfluss auf den Traditionsverlag haben.
Im Fall Suhrkamp steht nicht die Kultur auf dem Spiel, sondern das Grundrecht am Eigentum. Kann Hans Barlach von Ulla Unseld-Berkéwicz entmachtet und enteignet werden? Heute sind sich die verfeindeten Gesellschafter vor Gericht begegnet.
Das Frankfurter Landgericht erlässt im Suhrkamp-Verfahren eine Einstweilige Verfügung zum Vorteil des Anteilseigners und Klägers Hans Barlach.
Ein Gericht hat im Machtkampf um den Suhrkamp Verlag die von der Schweizer Medienholding beantragte Einstweilige Verfügung erlassen. Dadurch wird die Unseld-Familienstiftung bei der Abstimmung über den Insolvenzplan mit einem Stimmverbot belegt.
Das „Burn-out-Syndrom“ wird gerne als Volkskrankheit bezeichnet, dabei gibt es noch immer keine rein medizinische Diagnose. Der Band „Leistung und Erschöpfung“ beleuchtet Antworten aus anderen Disziplinen.
Sie ist eine der umstrittensten Personen im Literaturbetrieb: Für die einen ist Ulla Unseld-Berkéwicz zukunftsorientiert, für die anderen immer noch branchenfremd. Die Causa Suhrkamp aber zeigt, dass mit ihr zu rechnen ist.
Der Weg ist zwar geebnet: Der Suhrkamp Verlag soll von einer Kommandit- in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Doch um diesen Plan wird juristisch weiterhin erbittert gerungen.
Sieg der Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz: Das Amtsgericht Berlin Charlottenburg hat den Insolvenzplan bestätigt. Damit steht der Suhrkamp AG nichts mehr im Wege. Hans Magnus Enzensberger soll in den Aufsichtsrat.
Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg hat den Insolvenzplan des Suhrkamp Verlags genehmigt. Hans Magnus Enzensberger, Gerhart Baum und Marie Warburg bilden den Aufsichtsrat der neuen AG. Und der Verlagsteilhaber Hans Barlach muss in der Schweiz fünf Millionen Franken bezahlen.
Seit anderthalb Jahrhunderten ist Dagestan ein Teil von Russland, im Guten wie im Bösen: Was meine Heimat im Kaukasus ausmacht und warum die Suche nach den Wurzeln allzu häufig einen überspannten Patriotismus zur Folge hat.
Nach Auffassung des Frankfurter Landgerichts dient die Insolvenz bei Suhrkamp nur dazu, Hans Barlachs Position zu schwächen. Rolf Rattunde, der Sachwalter des Verfahrens, erklärt, warum dies auf das Berliner Procedere gleichwohl keinen Einfluss hat.
Die Erben der Firma Wella unterstützen den insolventen Verlag, denn Leidenschaft für die Kultur gehört zur Familientradition.
Neues in Sachen Suhrkamp: Hans Barlach erwirkt vor dem Frankfurter Landgericht eine einstweilige Verfügung. Dadurch wird es jedoch noch schwieriger, die Zukunft des Suhrkamp Verlages vorherzusagen.
Die Geschehnisse beim Suhrkamp Verlag wecken Sorgen um die Rechte von Minderheitsgesellschaftern. Doch war es gerade das erklärte Ziel der jüngsten Reform im Insolvenzrecht, diese zu schwächen.
Trotz des laufenden Insolvenzverfahrens müssen Suhrkamp-Autoren nicht um ihre Honorare fürchten. Das Ehepaar Ströher springt dem Verlag mit einer Zwischenfinanzierung zur Seite.
Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens gegen Suhrkamp signalisiert nun ein anderer renommierter Verlag Interesse an dem Traditionshaus: der Deutsche Taschenbuch Verlag will bei Suhrkamp einsteigen.
Weiterer Befreiungsschlag für Suhrkamp: Die von Hans Barlach der Untreue angeklagte Geschäftsführung bleibt im Amt. Für Minderheitsgesellschafter Barlach spitzt sich die Situation zu.
Das Landgericht Berlin hat die einstweilige Verfügung zur Abberufung der Suhrkamp-Geschäftsführung abgewiesen. Damit sind Ulla Unseld-Berkéwicz, Jonathan Landgrebe und Thomas Sparr weiterhin im Amt.
Die nächste Etappe im Machtkampf um den Suhrkamp-Verlag hat begonnen. Die endlosen Scharmützel haben den Blick auf den Verlag verändert.
Hans Barlach hatte alles darangesetzt, ein Insolvenzverfahren bei Suhrkamp zu verhindern - vergebens. Das Amtsgericht Charlottenburg hat nun eine Entscheidung getroffen, die ein Befreiungsschlag sein könnte.
Suhrkamps Plan, sich durch ein Insolvenzverfahren in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, steht nichts mehr im Weg. Der Widerspruch von Miteigentümer Hans Barlach scheiterte vor Gericht.
Hans Barlach bewirkt beim Frankfurter Gericht eine einstweilige Verfügung im Fall Suhrkamp. Damit versucht er das Gläubigerschutzverfahren aufzuhalten.
Geschickt: Im Streit um den Suhrkamp-Verlag hatte Minderheitsgesellschafter Barlach vor Gericht eine Gewinnausschüttung erwirkt. Die Geschäftsführung ist dagegen zunächst in Berufung gegangen, nimmt diesen Antrag jetzt aber zurück.
Harter Stoff: Bodo Kirchhoffs unfeine frühe Novelle. Kirchhoff dient ein Stück Prosa als historisches Gedächtnis der Stimmung des Deutschen Herbsts.
Er wollte Verleger werden und Suhrkamp auf Trab bringen. Jetzt hassen ihn die Autoren und die Suhrkamp-Chefin treibt ihr böses Spiel.
Die unendliche Suhrkamp-Geschichte wird immer mehr zum Fall der Gerichte. Barlach leistet jetzt Verzicht, dem die Familienstiftung nicht folgen will. Die Anwaltskosten fressen den finanziell angeschlagenen Verlag auf.
Sibylle Lewitscharoff erhält den diesjährigen Georg-Büchner-Preis: Eine exzellente Entscheidung für die Literatur und natürlich für den Suhrkamp Verlag. Aber die Akademie handelt sich keine pflegeleichte Gewinnerin ein.
Sibylle Lewitscharoff erhält den Büchnerpreis: Eine exzellente Entscheidung für die Literatur und natürlich für Suhrkamp. Aber die Akademie handelt sich keine pflegeleichte Gewinnerin ein.