Im Freien ist es gar nicht so frei
Überall schwere Ausdrucksnot: Am Wiener Burgtheater vereinigt der belgische Regisseur Ivo van Hove zwei Seelennotdramen von Marieluise Fleißer.
Überall schwere Ausdrucksnot: Am Wiener Burgtheater vereinigt der belgische Regisseur Ivo van Hove zwei Seelennotdramen von Marieluise Fleißer.
Steigende Energiepreise und Sorgen vor akutem Gasmangel bescheren dem Kachelofen eine Renaissance. Doch taugt er als echte Alternative zur Öl- oder Gasheizung?
Mona und Thomas Schrobenhauser sind Demeter-Bauern. Lange warb die Molkerei Berchtesgadener Land um ihre Zunft. Doch der Bio-Boom ist zum Halten gekommen. Zu Besuch auf dem Koanzei-Hof in Oberbayern.
Gestrichene Zeichen von Schwäche und eine Druckerlaubnis von Joseph Goebbels: Ein Gespräch mit Joana van de Löcht, der Mitherausgeberin der jetzt erscheinenden historisch-kritischen Ausgabe von Ernst Jüngers Kriegstagebüchern.
Die „Visions de l’Amen“, mit denen Olivier Messiaen im dunklen Kriegsjahr 1943 die irdische Leidens- und himmlische Erlösungsgeschichte schrieb, haben die Pianisten Markus Hinterhäuser und Igor Levit in der Alten Oper Frankfurt vorgetragen.
Heimatliebe und wohlfeile Lethargie: Bei einer Vorstellung seiner Besonderheiten läuft sich Österreich als literarisches Gastland der nächsten Leipziger Buchmesse warm, die nun Ende April 2023 stattfinden soll.
Die römische Mezzosopranistin Cecilia Bartoli ist jetzt Intendantin des Opernhauses von Monte Carlo. Die Pläne für ihre erste Spielzeit reichen von Barock bis zum Verismo. Und sie setzt auf große Stars.
Gleich zwei Messen und ein Galerienfestival eröffnen Österreichs Kunstherbst. Was gibt es bei der Parallel, der viennacontemporary und bei curated by alles zu sehen?
Walter Smerling hat der Kunst in Bonn eine tolle gesellschaftliche Stellung geschaffen: Jetzt wurde Erwin Wurms „Walking Bag“ enthüllt. Die Bronzeskulptur steht am Eingang der städtischen Einkaufszone, wo es kaum noch etwas zu kaufen gibt.
Der Blackout als b’soffene G’schicht: Die österreichisch-deutsche Serie „Alles finster“ nähert sich dem Energiekollaps mit Witz und Schmäh. Das ist so albern wie hellsichtig.
Die traditionsreiche Hotelgruppe will mit den Zeichen der Zeit gehen und in den Alpen Erholung anbieten.
Es wäre eine so phantastische wie folgerichtige Entscheidung: Mehrere Gerüchte deuten an, dass Michael Maertens der neue Jedermann werden könnte.
Wegen der Folgen einer schweren Erkrankung muss Daniel Barenboim die Leitung des „Rings des Nibelungen“ abgeben. Christian Thielemann übernimmt die Premiere.
An diesem Donnerstag übernimmt Oliver Blume den Vorstandsvorsitz von Volkswagen. Er trifft auf Richtungskämpfe, auf Hoffnung und Intriganz. Und auf die Sehnsucht nach einem guten Golf.
Gerd Brockmann ist seit vielen Jahren einer der bedeutendsten Vermessungsingenieure der Stadt. Er und seine Vorfahren haben in Frankfurt einige der markantesten Wahrzeichen vermessen.
Bill Viola, der Weltstar der Videokunst, bekommt im Museum der Moderne die erste Einzelausstellung in Österreich. Mit der Schau verabschiedet sich der Direktor des Salzburger Hauses.
Triviale Therapiesitzung: Ein Schauspielabend „frei nach Euripides/Goethe“ gerät zum vollkommenen Fiasko und zeigt das dekonstruktionsbesessene Gegenwartstheater abermals von seiner schlechtesten Seite.
Die EU-Mitgliedsstaaten sollen ihren Gasverbrauch senken – auch um das deutsche Energieproblem zu lösen. Nicht überall ist die Begeisterung groß.
Hinreißendes Schauspielertheater: Thorsten Lensing gilt als kompromissloser Einzelgänger. Sein dramatisches Debüt „Verrückt nach Trost“ wurde bei den Salzburger Festspielen mit Spannung erwartet. Bei der Dernière gibt sein phantastisches Ensemble noch einmal alles.
Im steirischen Stadl an der Mur wurde Elisabeth Harniks Oper „Das Erdbeben in Chili“ uraufgeführt: in einer Scheune, mit Laien und Profis gemeinsam, fein ziseliert und doch stark.
Seit hundert Jahren reden wir von „Neuer Musik“. Inzwischen verdrängt der Pragmatismus des Zeitgenössischen die Idee des Fortschritts. Zugleich wird die politische Agitation immer stärker.
Meisterhaft in der Reduktion, präzise in der Personenregie: Barrie Kosky inszeniert die Oper „Katja Kabanowa“ von Leoš Janáček bei den Salzburger Festspielen.
Lars Eidinger wird den „Jedermann“ in Salzburg 2023 nicht mehr spielen, und die Zeit wäre reif, das Stück in eine „Jederfrau“ umzudeuten – geeignete Schauspielerinnen gäbe es genug.
Radtransport im Zug ist eine Tortur, die nur Verdruss und Verzweiflung bringt? Von wegen! Eine Liebeserklärung an die Bahn in fünf Kapiteln.
Quer zum Museumsbetrieb: Der Galerist und Sammler Heiner Friedrich feiert in der bayerischen Industriestadt Traunreut die reine Kunstbetrachtung.
Radtransport im Zug ist eine Tortur, die nur Verdruss und Verzweiflung bringt? Von wegen! Eine Liebeserklärung an die Bahn in fünf Kapiteln. Von
Bernd Loebe hat in Erl die Opernrarität „Le roi Arthus“ von Ernest Chausson aufs Programm gesetzt. Titus Engel dirigiert Brahms nach historischem Aufführungsmaterial. Man hört und staunt.
Farben und Ausdruck von ungeheurer Intensität: Daniil Trifonov macht bei den Salzburger Festspielen Klaviermusik von Szymanowski, Debussy und Brahms zu einem Ereignis, auch wenn sich das Auftreten des Pianisten geändert hat.
Nach dem Thomanerchor, dem Kreuzchor und den Windsbachern nun der älteste der vier Knabenchöre: In Kloster Eberbach singen die Regensburger Domspatzen Mozart rein und schwerelos.
Lange waren die Opern von Puccini in Salzburg verpönt. Jetzt wird der Komponist mit „Il trittico“ durch Christof Loy und Franz Welser-Möst rehabilitiert. Die Sängerin Asmik Grigorian geht dabei hohe Risiken ein.
Von Rebecca Horn bis Sean Scully: Zur Festspielzeit legen auch die Salzburger Galerien wieder große Auftritte hin. Dass gleich mehrere von ihnen Jubiläum feiern, beflügelt sie zusätzlich.
Schrei einer geschundenen Seele: Georg Nigl macht die Oper „Jakob Lenz“ von Wolfgang Rihm bei den Salzburger Festspielen zu einem packenden Ereignis.
Zehn Autoren suchen ein Tabu: Schriftsteller wie Leila Slimani, Lukas Bärfuss und Sharon Dodua Otoo schreiben für die Festspiele Schnitzlers „Reigen“ neu. Kann das gut gehen?
Nur gegen die Aufschreie der Kunst gibt es keine Immunisierung. Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele.
Endzeit mit Tanzen und Kreischen: Romeo Castellucci und Teodor Currentzis eröffnen die Salzburger Festspiele mit Béla Bartóks „Blaubart“ und Carl Orffs „De temporum fine comoedia“.
Männer in Frauenkleidern, das war lange Zeit ein Sujet für Verkleidungskomödien wie „Mrs. Doubtfire“. Kommt mit Brad Pitts Auftritt nun der Rock für den Mann? Die Kolumne „Modeerscheinung“.