Die Kreuzigung des Armenhelfers
Schon Karajan hat sich für das Werk interessiert: Bohuslav Martinůs Oper „The Greek Passion“ erzählt von einem Flüchtlingsdrama in einem kleinen griechischen Dorf.
Schon Karajan hat sich für das Werk interessiert: Bohuslav Martinůs Oper „The Greek Passion“ erzählt von einem Flüchtlingsdrama in einem kleinen griechischen Dorf.
Christoph Marthaler inszeniert Verdis „Falstaff“ bei den Salzburger Festspielen als werknahes Desillusionierungsstück. Das Publikum dankt es ihm nicht.
Sanft im Ton, entschieden in der Disposition: Der Kölner Kulturdezernent Stefan Charles, ein Quereinsteiger aus der Schweiz, stellt die Weichen der städtischen Theaterpolitik.
Daniel Barenboim, Igor Levit und das West-Eastern Divan Orchestra eröffnen in der Kölner Philharmonie ihre Tournee. Vielleicht ist sie der Abschied des großen Dirigenten.
Regionale Zutaten, globale Aromen und maximale Unorthodoxie beim Kochen: Das ist das Rezept des jungen Maximilian Schmidt, der im „Roten Hahn“ in Regensburg Erstaunliches auf den Tisch bringt. Die Kolumne Geschmackssache.
In Österreich gibt es einen Mangel an Bergführern. Erfahrene Kräfte gehen in Rente – und der Klimawandel erhöht das Risiko im alpinen Raum.
Ein Bild der Verzweiflung: Marlene Streeruwitz’ Roman „Tage im Mai.“ ist virtuos erzählt und hinterlässt doch einen schalen Geschmack.
Auch auf Fernstrecken lohnen sich Zugfahrten. Und am schönsten daran ist das Umsteigen: Denn wer so von Berlin bis nach Kärnten in Österreich reist, kann sich an jedem Bahnhof mit besserem Proviant eindecken.
Leseschwächen der Viertklässler, Verfall des Musikunterrichts: Die Sängerin Edda Moser kämpft für gutes Deutsch und gegen die Resignation in der Bildungspolitik. Ein Gespräch.
Thaddaeus Ropac krönt mit seiner Jubiläumsschau zum vierzigjährigen Bestehen das Angebot der Salzburger Galerien im Festspielsommer. Ein Rundgang durch die besten Ausstellungen.
Warum hat Guido Maria Kretschmer immer eine Glühbirne dabei? Welche Freiheit nimmt sich Goldie Hawn? Und isst Kevin Costner zu viele Steaks? Die Herzblatt-Geschichten der Woche.
Der Dirigent Teodor Currentzis steht im Zwielicht der Abhängigkeit von Wladimir Putin. Bei den Salzburger Festspielen hat er Henry Purcells „Indian Queen“ zum Manifest politischer Agitation umgestaltet. Damit versetzt er die Massen in Verzückung.
Hilft nur rigide Ausgrenzung gegen Rechtspopulisten? Oder geht es auch entspannter? In Europa wurde viel ausprobiert. Was funktionierte und was nach hinten losging, verrät ein Blick in sieben Länder.
Spitzenreiter ist die AfD mit einer Einzelspende von 265.050 Euro. Die CDU steht auf Platz zwei. Wer sind die Spender?
Die Parteien bekommen wieder deutlich mehr Großspenden: Im ersten Halbjahr 2023 hat sich der Betrag verdoppelt. Am meisten Geld erhielt die AfD, CSU und Linke gingen leer aus.
Geglücktes Wagnis: Regisseurin Karin Henkel adaptiert Michael Hanekes sinnstarke Film-Etüde „Amour“ für die Bühne des Salzburger Landestheaters mit ernster Traurigkeit.
Titanisch: Pierre-Laurent Aimard spielt bei den Salzburger Festspielen die Etüden von György Ligeti und meistert dabei das Unmögliche.
Religion ist mittlerweile eben nicht einmal mehr Partei: Ulrich Rasche inszeniert Lessings „Nathan der Weise“ mit Valery Tscheplanowa in der Hauptrolle als zweifelloses Zweisamkeitsstück.
Krzysztof Warlikowski zeigt an Giuseppe Verdis „Macbeth“ das Grässliche unserer Gegenwart. Durch den Gesang von Asmik Grigorian und Vladislav Sulimski wir diese Oper zu einem großen Ereignis.
Verkommen zum jedermännischen Boulevard: Der Dirigent Raphaël Pichon rettet Martin Kušejs desaströse Inszenierung von Mozarts „Figaro“ bei den Salzburger Festspielen.
Diesel-Stadtbusse gehören bald der Vergangenheit an, doch bis wir alle elektrisch gefahren werden, ist es noch ein steiniger Weg.
Ein profundes und klug kommentiertes Buch nimmt sich Wiens als Lebensort von Thomas Bernhard an: Martin Huber und Wolfgang Straub haben alle ihre Expertise hineingepackt.
Michael Laubs Film „The Past Confinement Travelogue“ wird beim Wiener Festival Festival Impulstanz als Vorabpremiere gezeigt.
Bei der Premiere des neuen „Jedermann“ spielen echte Klimaaktivisten eine Nebenrolle. Das hätte es gar nicht gebraucht, Zeitgeist liefert die Inszenierung auch so genügend.
Als „Der Landarzt“ wurde er zum Publikumsliebling, mit der „Tatort“-Episode „Reifezeugnis“ hat er Fernsehgeschichte geschrieben. Nun ist der Schauspieler Christian Quadflieg gestorben.
Als „Der Landarzt“ wurde er zum Publikumsliebling, mit der „Tatort“-Episode „Reifezeugnis“ hat er Fernsehgeschichte geschrieben. Nun ist der Schauspieler Christian Quadflieg gestorben.
Sofia Andruchowytschs Roman beginnt mit „Die Geschichte von Romana“, einer Romantrilogie über die Geschichte der Ukraine, erzählt am Beispiel dreier Frauen.
Bregenzer Festspiele und Salzburger Festspiele bleiben auch in Krisenzeiten ein Selbstläufer.
Valerie Pachner spielt im diesjährigen „Jedermann“ Tod und Buhlschaft in Personalunion. Geht das überhaupt? Und wäre es nicht mal Zeit für ein ganz neues Stück? Eine Begegnung in Salzburg.
Liebe als Absturz, Tod in der Stille: Die Oper Frankfurt zeigt „Le vin herbé“ von Frank Martin in Tilmann Köhlers zarter, strenger Regie.
Was denken die Zuschauer über den NSU-Prozess? Die Schriftstellerin Kathrin Röggla stellt sich dieser Frage und erhält den Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln.
Ein Familienausflug in die Dolomiten endet in einer Tragödie, als eine junge Frau mit ihrem Auto in die Gruppe fährt. Die Hintergründe des Unfalls mit drei Toten liegen im Dunkeln.
Der neue Vorsitzende der österreichischen Sozialdemokraten bekennt sich unverdrossen zum Erbe des Marxismus. Eine seiner Forderungen: die 32-Stunden-Woche.
Bürgerstadt, Geldstadt, Weltstadt – Frankfurt hat im Laufe der Zeit viele Zuschreibungen erfahren. Spätestens seit Georg Philipp Telemanns Ära als städtischer Musikdirektor ist auch der Titel Musikstadt berechtigt.
Die Komponistin Adriana Hölszky kommt aus Transsylvanien. Ihre Musik ist bevölkert von Vampiren, Wölfen und Lemuren. Sie hat Spaß an greller Phantastik. Jetzt wird sie siebzig Jahre alt.
Ein Pfarrer setzt sich in einer Kirche in Mainz ein Denkmal – nun wird ihm Missbrauch vorgeworfen. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf eine große Frage für die katholische Kirche: Wie soll sie mit den Spuren mutmaßlicher Täter umgehen?