Er wahrt immer die Ruhe im Sturm
Alexandre Kantorow beeindruckt bei der Eröffnung der Olympischen Spiele in Paris mit seinem Klavierspiel im strömendem Regen auf einer Seine-Brücke. Auch sein Solo-Debüt bei den Salzburger Festspielen gelingt.
Alexandre Kantorow beeindruckt bei der Eröffnung der Olympischen Spiele in Paris mit seinem Klavierspiel im strömendem Regen auf einer Seine-Brücke. Auch sein Solo-Debüt bei den Salzburger Festspielen gelingt.
E-Roller haben ihre beste Zeit hinter sich. Zu schnell gehen sie kaputt, zu wenig nutzen sie der Umwelt. Dachte man. Eine Salzburger Firma gibt vielleicht Hoffnung.
Die Regisseurin Mariame Clément sorgt mit „Les Contes d’Hoffmann“ von Jacques Offenbach bei den Salzburger Festspielen für Überraschungen, mit denen das Dirigat von Marc Minkowski nicht ganz Schritt hält. Gesungen wird dabei überragend.
Peter Sellars macht aus Sergej Prokofjews Oper „Der Spieler“ in Salzburg ein lärmiges Pop-Spektakel, in dem sich Asmik Grigorian nur schwer behaupten kann.
Die meisten Musiker spielen rechtshändig, selbst wenn sie eigentlich Linkshänder sind. Das Umlernen ist schwierig, die Instrumente sind selten dafür geeignet. Zwei Frankfurterinnen haben eine der wichtigsten Internetplattformen für linkshändige Musiker etabliert.
Wenn Künstliche Intelligenz eine Fuge komponieren soll, klingt das Ergebnis oft stumpfsinnig bis abstoßend. Doch als Assistent eines kundigen Komponisten könnte sie eine sinnvolle Zukunft haben.
Fabian Müller hat im Wiesbadener Kurhaus seinen Zyklus mit allen Klavierkonzerten Mozarts beim Rheingau Musik Festival fortgesetzt, dabei bestens unterstützt von der Camerata Salzburg.
Königliche Fehlbesetzung von Gottes Gnaden: „Saul“ von Botho Strauß als Festspiel-Erstlesung mit Marina Galic und Jens Harzer.
Da hört auch Angela Merkel zu: Der Pianist Grigory Sokolov schafft in Salzburg kosmischen Sinn bei Bach, durchlebt die Lyrik enttarnter Lügen bei Chopin und ertastet den Schmerz bei Schumann.
Kunst verhilft dem Ungelebten zu intensiver Gegenwart: Beim Liederabend von Matthias Goerne und Markus Hinterhäuser und beim Konzert des Leonkoro Quartetts kann man es in Salzburg hören.
Sie ist die erste Chefdirigentin in der Geschichte der Klassikstadt Berlin. Gefeiert, umjubelt, auch kritisiert. Aber aus den richtigen Gründen? Begegnung mit Joana Mallwitz, fast ein Jahr nach ihrem Amtsantritt.
In der Oper „Der Idiot“ von Mieczysław Weinberg findet Regisseur Krzysztof Warlikowski bei den Salzburger Festspielen zwar Worte, aber keine Bilder für den spirituellen Imperialismus Dostojewskis.
E-Sports, Nachhaltigkeit und politische Morde: Viele Dokumentationen warten in den Mediatheken von ARD, ZDF und Arte. Eine Auswahl der Highlights im August.
Eine private Initiative plant Taubenschläge, um die Tiere aus Limburg zu schützen. Die Tötung der Tauben ist aber weiterhin nicht ausgeschlossen.
Das Schlosshotel Fuschl am gleichnamigen See gelegen hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Nun hat das Haus seine Pforten wieder geöffnet. Ist die Inszenierung dieses Mal geglückt?
Verspielt: Zwei nachgelassene Texte von Helena Adler erscheinen zusammen als „Miserere“.
Brasilianische Elegie: Der Regisseur Thom Luz nimmt sich am Landestheater Stefan Zweigs Novellen-Sammlung „Sternstunden der Menschheit“ vor.
Hier ist die Musiktheaterwelt noch so schön, wie sie nie war: Eindrücke aus Rheinsberg vom „Internationalen Festival junger Opernsänger*innen“.
Der ADAC hatte wegen des Ferienbeginns in Bayern und Baden-Württemberg vor Staus am Wochenende gewarnt. In Teilen des Südens und im Norden, besonders an der Küste, sind die Straßen voll. In NRW bleibt das Verkehrschaos aus.
Eine lebensgroße Wärmeflaschen wird bei ihm zum Bildnis der Mutter: Dem Sozialplastiker Erwin Wurm zum 70. Geburtstag.
Schöner Rausch der Freiheit im Labyrinth der Kostüme und Identitäten: Das ImpulsTanz-Festival präsentiert in seinem vierzigsten Jahr die Kraft und die Vielfalt des internationalen zeitgenössischen Tanzes.
Manchmal fuhr sie lieber Traktor, als Klavier zu spielen. Aber wenn sie Mozart, Schumann oder Schubert spielt, erleben die Hörer Wunder der Weisheit. Jetzt wird die Pianistin Maria João Pires 80 Jahre alt.
Robert Carsens Einrichtung des „Jedermann“ bringt den Text zum Klingen. Wir sehen Menschen als Kulisse der Geldherrschaft: eine im besten Sinne konservative Aufführung.
Die Konkurrenz in Paris fürchtet man hier weniger als die neue Labour-Regierung: Ein Rundgang durch Londoner Galerien und ihre sehenswertesten Sommerausstellungen.
Siemens digitalisiert die Salzburger Festspiele und hofft dabei auf wichtige Erkenntnisse. Mit optimaler Akustik lässt sich Geld verdienen.
Er war der freche Schüler Rosen in der „Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann, in Heppenheim wurde er Theatergründer: Die Festspiele feiern Hans Richter zum Fünfzigjährigen.
Bei den diesjährigen Salzburger Festspielen wird österreichische Dramatik wiederentdeckt. Die Idee der F.A.Z.-Reihe „Spielplanänderung“ aufnehmend, werden verschiedene vergessene Autorenstimmen zu erleben sein. Unter anderem die des politischen Schriftstellers Jura Soyfer.
Halbzeit im österreichischen Kulturhauptstadt-Jahr – mit einer Tagung über „Die Rache des Tafelbilds“. Was kann damit nur gemeint sein?
Matthias Schulz verlässt die Berliner Staatsoper und übernimmt das Opernhaus Zürich. Hier spricht er über Führungsstil, Finanzen und Populismus, über Daniel Barenboim – und darüber, dass man auf der Bühne nicht bullshitten kann.
Auch ein Gott kann Lokalpatriot sein: In Seebruck am Chiemsee erinnern das Römermuseum und ein archäologischer Rundweg an unruhige Zeiten.
Von Beinringlern und Paternostermachern hergestellt, weltweit vertrieben: Die Historikerin Anne Mariss untersucht für ihre Habilitation den Rosenkranz als Konsumartikel.
Hier lesen Sie vier Kurzkritiken von der Musikseite der F.A.Z.
Die Wiener haben es einfach drauf: In der Jury zum Leo-Perutz-Preis sitzt die Mitarbeiterin einer Bestattungsfirma, die den Preis sponsert.
Salzburger Tierretter wollen 200 sonst dem Tode geweihte Stadttauben aus Limburg aufnehmen. Fein heraus ist die Stadt damit aber nicht. Es bleiben 200 Vögel zu viel. In Obhut nehmen sollten jene sie, die sich für die Tauben stark machen.
In Limburg empfinden die Bürger Tauben als Plage – und fänden es in Ordnung, wenn die Stadt sie töten ließe. Andere Städte nutzen die Vögel als Touristenattraktion, und für manchen Influencer sind sie Kult.