Inflation ist machbar, Herr Nachbar
Sechs Bundesländer schlagen vor, dass der Rundfunkbeitrag künftig automatisch steigt, jeweils um die Inflationsrate. Den Sendern scheint das zu wenig zu sein. Ist es für die Beitragszahler nicht zu viel?
Sechs Bundesländer schlagen vor, dass der Rundfunkbeitrag künftig automatisch steigt, jeweils um die Inflationsrate. Den Sendern scheint das zu wenig zu sein. Ist es für die Beitragszahler nicht zu viel?
Die Rundfunkkommission der Länder hat ARD, ZDF und Deutschlandradio aufgefordert, bis zu diesem Freitag weitere Sparvorschläge zu unterbreiten. Sie meint es ernst, zeigte sie noch am Vortag. Doch vom ZDF kommt: nichts.
Der Rundfunkbeitrag wird 2021 steigen. Den Landesregierungen fehlen Wille und Kraft zum Umsteuern. Dafür ist es auch fast schon zu spät.
Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten sieht keinen Platz für taktische Überlegungen. Doch aus den Bundesländern kommen Forderungen und Ansagen, wie hoch der Rundfunkbeitrag nach 2020 anzusetzen sei.
Einsparungen von zwei Milliarden Euro haben ARD und ZDF versprochen. Schaut man sich an, wie die Summe zustande kommt, wird sie immer kleiner. Das wird nur gut camoufliert.
ARD und ZDF wollen bis zum Jahr 2028 zwei Milliarden Euro sparen. Das haben sie den Bundesländern versprochen. Der Rundfunkbeitrag könnte trotzdem steigen. Wie erklärt sich der Widerspruch?
Die Bundesländer beraten an diesem Mittwoch über den „Aktionsplan“, demzufolge das Radio von UKW auf DAB+ umgestellt werden soll. Viele Privatsender wollen nicht mitmachen. Das hat seinen Grund.
Viele Eltern kennen das Problem: Wie kann ich mein Kind vor Gefahren im Internet schützen? Doch bei Politikern findet der Jugendschutz kein Gehör – und seit langem dümpelt ein veralteter Staatsvertrag vor sich hin.
Die Mehreinnahmen der öffentlich-rechtlichen Rundfunksender sind noch höher als erwartet. Malu Dreyer, Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder, will das Beitragssystem auf den Prüfstand stellen.