Unermüdlich im Bergwerk der Sprache
Immer wieder fragt er, wer wir sind, wer wir waren, wer wir sein werden. Lange musste er warten, ehe ihm Anerkennung zuteilgeworden ist. Nun wird der Schweizer Schriftsteller Christian Haller achtzig Jahre alt.
Immer wieder fragt er, wer wir sind, wer wir waren, wer wir sein werden. Lange musste er warten, ehe ihm Anerkennung zuteilgeworden ist. Nun wird der Schweizer Schriftsteller Christian Haller achtzig Jahre alt.
Das Buch „The Herball“ fasst das Kräuterwissen der Shakespeare-Zeit zusammen. Der frühere Leiter des Botanischen Gartens der TU Darmstadt besitzt ein Exemplar – und nutzt es für ein eigenes Buchprojekt.
Glanz und Elend der Konferenzen: Stefan Bachmann verwandelt am Kölner Schauspiel den Büroroman „Johann Holtrop“ von Rainald Goetz in mitreißendes Tanztheater. Der als verschollen geltende Autor springt am Ende auf die Bühne.
Diva, Furie, Intrigantin: Prominente Frauen werden in den Medien regelmäßig abgestempelt – doch immer mehr Betroffene begehren auf. Das ist auch für alle anderen Frauen relevant, die ein freies, emanzipiertes Leben führen wollen.
Spitzenwerke aus Restitutionsvergleichen und neu auf den Markt kommende Ware sollen die Auktionshäuser auf Erfolgskurs halten: Vorschau auf die Versteigerungen moderner und zeitgenössischer Kunst in London.
Seiner Heimat Österreich in Hassliebe verbunden: Bernadette Reinhold fördert in ihrer gründlich recherchierten Biographie Oskar Kokoschkas bisher größtenteils Unbekanntes über den Maler als Homo politicus zutage.
Hillary Hahn gelingt eine Referenz-Interpretation von Prokofjew und Alain Altinoglu zeigt, dass er ein exzellenter Pianist ist: Konzert in der Alten Oper.
Nach Dresden stellt Wiesbaden Oskar Zwintscher vor - den brillanten Maler des Jugendstils und Symbolismus.
Der Goldene Bär der Berlinale geht an Nicolas Philiberts „Sur l’Adamant“ über ein Psychiatriezentrum in Paris. Die Jury um Kristen Stewart zeichnet auch deutsche Beiträge aus.
Die National Gallery erwirbt ein frühes Porträt von Max Pechstein. Einst hing es in der Berliner Wohnung des Auftraggebers, dessen Tochter es zeigt – in London tritt es nun in einen Dialog mit anderen Erneuerern der europäischen Kunst.
Mit der Nordirin Jan Carson tritt eine neue Erzählgeneration an: „Firestarter“ ist ein bildstarker, ironischer Belfast-Roman.
Es schien so, als spiele körperliche Präsenz keine Rolle mehr in der Politik. Die Pandemiejahre haben gezeigt: Das Gegenteil ist der Fall!
Ihor Beliakov lässt sich durch die russischen Angriffe nicht irritieren. Der Direktor des Zoos von Odessa will den Besuchern Normalität vermitteln. Die haben es ihm schon gedankt: mit einem neuen Rekord.
Zwei große Privathochschulen der Rhein-Main-Region sind nach eigener Einschätzung gut durch die Pandemie gekommen. Auch das Geschäft mit der Weiterbildung floriere wieder. Die EBS schreibt weiterhin rote Zahlen, bekommt aber ein Gütesiegel.
Zwei Freunde, ein Schlagzeug und die Revolution: „Die Goldene Höhle“ von Cătălin Partenie erzählt eine tragikomische Geschichte aus den letzten Jahren Ceaușescus.
In der Ausstellung „Foam Talent 2022“ zeigt die Deutsche Börse Photography Foundation Nachwuchstalente der internationalen Fotokunst.
Unschöne Nachrichten aus einem widersprüchlichen Künstlerleben: Eine bildstarke Collage über den Maler Franz Radziwill als Uraufführung am Staatstheater Oldenburg.
Nicola Sturgeon, Erste Ministerin Schottlands, beendet ihre Amtszeit. Von ihr selbst geweckte Erwartungen konnte sie nicht erfüllen. Eine Rückschau.
Das Fotografiemuseum Amsterdam hat 20 junge Fotografinnen und Fotografen ausgezeichnet. In ihren Arbeiten geben sie intime Einblicke in ihre Lebensrealitäten. Nun zeigt die Deutsche Börse Photography Foundation die Gruppenausstellung in Frankfurt.
Wer als Ostdeutscher zu DDR-Zeiten den Wehrdienst verweigerte, hatte es schwer. Die meisten machten mit. Woher rührt dann das Unbehagen, der Ukraine mit Waffen zu helfen? Ein Gastbeitrag.
Bitte mehr Applaus für den Wachtelkönig: Jörg Adolph führt in seinem Film „Vogelperspektiven“ Ethik und Ästhetik zusammen. Kann das gut gehen?
Seit Jahrzehnten gehört Gustav Klimts Gemälde „Der schwarze Federhut“ dem amerikanischen Sammler Ronald Lauder. Nun hat er es an die Erben der jüdischen Vorbesitzerin restituiert. Wie es ihr in der NS-Zeit abhanden kam, bleibt unklar.
Oft wurden sie zu ideologisch unverbesserlichen Einzelgängern: Dorothee Schmitz-Köster entwirft eine Typologie jener Männer, deren Kinder in Lebensborn-Heimen der SS zur Welt kamen.
Die Modefotografin Nhu Xuan Hua erforscht in ihren künstlerischen Arbeiten ihre Familiengeschichte. In Frankfurt inszeniert sie ihre Bilder in Rauminstallationen.
Eine Wählerinitiative wirbt für Mike Josef als Frankfurter Oberbürgermeister. Künstler, Mieter und eine Verkäuferin sind dabei. Und ein ehemaliges Stadtoberhaupt.
Wie ein Verschwindender weltweit Furore machte: Die Resonanz auf Hans Magnus Enzensbergers Brief an den Präsidenten der Wesleyan University.
Das für die Weltausstellung 1900 erbaute Petit Palais hat eine wechselvolle Geschichte. Einst wollte Jacques Chirac es abreißen, heute ist es das meistbesuchte unter den städtischen Museen. Aus guten Gründen.
Sturzgeschichten, endlich wieder aufgelegt: Giorgio Manganellis „Irrläufe“ erzählen hundert Romane in Pillenform. Das bedeutet: auf jeweils maximal anderthalb Seiten.
Er trainierte seine Gesichtsmuskeln planmäßig und entwarf seine eigenen Maskenbilder: Der russische Bassbariton Fjodor Schaljapin revolutionierte die Kunst der Darstellung auf der Opernbühne. Eine Hommage.
Gérard Depardieu liebt polternde Auftritte. Aber wann wird er wirklich böse? Unsere Autorin hat es getestet.
Mit der Zeit wird im Münnerstädter Stadtarchiv fast jeder aktenkundig.
Zwei Alphatiere im Valentin-Karlstadt-Musäum: Der bayerische Ministerpräsident und der Münchner Oberbürgermeister demonstrieren Harmonie. Um Kunst geht es dabei nur am Rand.
J. L. Carr hat mit „Leben und Werk der Hetty Beauchamp“ einen sonderbaren, spannenden und unterhaltsamen Bildungsroman geschrieben, der tief ins reale und ins literarische England führt.
Ein sehr anregender Sammelband macht mit dem südslawischen Wien bekannt
Ein geschichtlicher Rundgang aus Stadtführerperspektive: Judith Herrins Porträt der spätantiken Metropole Ravenna glänzt durch seinen Reichtum an Details und Anekdoten.
Jan Vermeers Bilder lassen sich als reine Feier von Farbe, Licht und Form genießen – die bislang größte Schau zu ihm in Amsterdam zeigt aber, dass weit mehr in ihnen steckt.