Gedenken oder Provokation?
Der umstrittene Verein „Jüdische Stimme“ ruft am Auschwitz-Gedenktag in Frankfurt zu einer Mahnwache für Gaza auf. Nicht nur die Polizei fragt sich: Relativieren die Aktivisten den Holocaust?
Der umstrittene Verein „Jüdische Stimme“ ruft am Auschwitz-Gedenktag in Frankfurt zu einer Mahnwache für Gaza auf. Nicht nur die Polizei fragt sich: Relativieren die Aktivisten den Holocaust?
Jenseits von Auschwitz, Sobibor und Treblinka: Im Osten Europas finden sich Hunderte von Massengräbern von Juden, die unter deutscher Besatzung während des Zweiten Weltkriegs ermordet wurden.
Die syrischen Kurden waren wichtige Alliierte der USA im Kampf gegen den IS. Danach haben sie sich offenbar verkalkuliert.
Brüssel brummt: An diesem Wochenende öffnet in Belgiens Hauptstadt die Kunst- und Antiquitätenmesse BRAFA. Daneben hat sich Ceramic Brussels etabliert. Da gehen jedem Kulturbegeisterten die Augen über.
In Los Angeles lebt die größte persische Exilgemeinde der Welt. Sie hofft auf einen Sturz des Regimes in Iran. Doch was folgen soll, darauf kann sie sich nicht einigen.
Sein Œuvre ist noch aufzuarbeiten: Léo Marchutz hat geholfen, Paul Cézanne in Deutschland bekannt zu machen. Erinnerung an einen Vermittler.
Die Natur Europas im Kino: Das grandiose Filmprogramm der Ausstellung „Die Botschaft der Tiere“ in der Hamburger HafenCity.
Winterthur verblüfft mit seiner Museumslandschaft voller hochkarätiger europäischer Malerei. Sie ist ein Erbe der industriell geprägten Stadtgeschichte und zeigt mustergültig, wie Wohlstand in Kunstsinn münden kann.
Italien ehrt die Modelegende Valentino: Zur Trauerfeier kamen unter anderem Anne Hathaway und Anna Wintour. Der Abschied spiegelt den Stil und die Planung des Couturiers wider.
Wie Magritte zu Magritte wurde: Das Königliche Museum der Schönen Künste in Antwerpen lässt in einer grandiosen Ausstellung den Künstler selbst zu Wort kommen.
Bereits in den Fünfzigern war sie bei Aktionen der Wiener Gruppe dabei, bis heute ist sie aktiv und webt – Ingrid Wiener zeigt ihre subtilen Gobelins im Marta Herford.
Wir sprechen mit der Völkerrechtlerin Anne Peters über Trumps Ansprüche auf Grönland und mit Sachsens Justizministerin Constanze Geiert unter anderem über den Entzug des Wahlrechts bei Volksverhetzungen.
Jack Boulter erzählt die Geschichte des Ministeriums für Staatssicherheit bis 1961 – mit einigen Ungenauigkeiten.
Weil „Egli“ für die Kunstwelt nicht ernst genug klang, wurde daraus „Egil“. Der Maler Raphael Egil kann von seiner Kunst leben. Ein Atelierbesuch.
Bushido zieht sich aus dem Leben als aktiver Musiker zurück und tritt auf seiner Abschiedstournee in der Frankfurter Festhalle auf. Bei seinen Fans bedankt er sich für die jahrelange Treue.
Schon für Goethes Ex-Freund Herder war die Dreieinigkeit des Wahren, Guten und Schönen bereits „ein alter Satz“. Was ist von den traditionellen Vorstellungen über die Ziele der Kunst heute noch zu retten?
Er erzählt durch seine Stimme, statt Gefühle auszuquetschen. Er artikuliert fein, ohne zu dozieren. Der Tenor Christoph Prégardien steht völlig außer Konkurrenz durch sein Können. Jetzt wird er siebzig.
Aus Porträts entsteht eine untergegangene Welt: Felix Philipp Ingold erzählt in seiner grandiosen Kulturgeschichte des russischen Exils in Paris von Dichtern, Philosophen, Ideologen, Musikern und einem Massenmörder.
In Frankreich hat das Geschäft der Kunstversteigerer zuletzt wieder Fahrt aufgenommen, und mit Sammlerautos lassen sich die Bilanzen noch rasanter gestalten. Ein Rückblick auf die wichtigsten Verkäufe des vergangenen Jahres.
Iran steht nach tagelangen Protesten und einem brutalen Vorgehen des Regimes unter massivem Druck. Warum das Regime trotzdem hält – und weshalb gerade wirtschaftliche Machtstrukturen einen Sturz verhindern.
In Paris ist eine bislang unbekannte Zeichnung des deutschen Renaissancekünstlers Hans Baldung Grien aufgetaucht. Es war fünfhundert Jahre in Familienbesitz verborgen und soll nun Millionen einbringen.
Ein Smartphone wie in alten Zeiten, eine smarte Waage, der Autosalon, das Schweizer Taschenmesser der Reisezooms und eine kluge Klingel: Das sind unsere Neuheiten aus der Technikkiste.
Jeder fünfte Befragte empfindet den Tod eines Haustieres als schmerzhafter als den Verlust eines Menschen, zeigt eine neue Studie. Warum Tiere so wichtig für viele sind.
Pionierin der Informatik: Die National Portrait Gallery in London hat die einzigen bekannten Porträtfotos der Mathematikerin Ada Lovelace erworben. Entstanden sind sie wohl kurz nach Erscheinen ihrer wichtigsten Schrift.
Auf ins Herz der Weißen Finsternis: Joseph Conrad und Ford Madox Ford beschrieben in einem Roman die geplante Annexion von Grönland, allerdings durch Großbritannien. Sonst aber sind ihre Motive den heutigen verblüffend ähnlich.
Bobi Wine fordert in Uganda den seit fast 40 Jahren regierenden Präsidenten Museveni heraus. Schon jetzt haben die Behörden offenbar eine landesweite Internetsperre verhängt.
Er war der Jüngste in der Reihe berühmter Brüder und Mitgründer der Kommune 1: Jetzt ist der Schriftsteller Ulrich Enzensberger im Alter von 81 Jahren in Berlin gestorben.
Schwarze Perspektiven auf Europas Kunst und Politik: Die Kunsthalle Gießen zeigt die erste deutsche Einzelausstellung von Roméo Mivekannin.
Mychajlo Fedorow organisierte den Wahlkampf des ukrainischen Präsidenten und digitalisierte dann das Land. Als künftiger Verteidigungsminister soll er die Armee reformieren.
Künstlerinnen eroberten im vergangenen Jahr Spitzenplätze auf dem spanischen Kunstmarkt. Weil der Staat einer der wichtigsten Käufer bleibt, sind viele der teuersten Werke aus dem Handel bald in Museen zu sehen.
Verfassungsgerichte stehen oben auf den Feindeslisten rechtsextremer Parteien. Mit Skepsis werden sie aber auch von linken Verfechtern einer entschiedenen Demokratie beurteilt. In Wien ging Andreas Voßkuhle jetzt auf die Kritik des Politikwissenschaftlers Philip Manow ein.
Jens Spahn liebt „Derrick“, Boris Becker macht sein zwei Monate altes Kind zur Linkshänderin und Dieter Bohlen hat geheiratet: die Herzblatt-Geschichten.
Für Jacques Audiard und Tahar Rahim brachte der Gefängnisfilm 2009 den Durchbruch. Doch die Geschichte von Malik ist weit mehr als nur ein intelligenter Thriller hinter Gittern.
Eine Flaschenpost im Fluss der Zeit: Der belarussische Autor Viktor Martinowitsch untersucht in seinem neuen Roman, wie man das Böse bekämpft, ohne selbst böse zu werden.
Damaskus will kurdische Kräfte mit militärischer Gewalt aus der Stadt in Nordsyrien vertreiben. Dahinter verbirgt sich ein Machtkampf zwischen Ahmed al-Scharaa und dem Kommandeur der SDF.
Gut gewürzt und ohne falsche Rücksichtnahme auf politisch korrekte Empfindlichkeiten: Alina Bronsky richtet eine kulinarische Kurzautobiographie in zwölf Kalendergeschichten an.