Wie Störtebeker ohne Kopf
Der neue „Polizeiruf“ aus Bayern ist ein funkelndes Meisterwerk, ein Krimi, an dem alles stimmt. Nur dass der zweite Fall mit Matthias Brandt und Anna Maria Sturm verschoben wird, trübt das Vergnügen.
Der neue „Polizeiruf“ aus Bayern ist ein funkelndes Meisterwerk, ein Krimi, an dem alles stimmt. Nur dass der zweite Fall mit Matthias Brandt und Anna Maria Sturm verschoben wird, trübt das Vergnügen.
Sein Name: Hanns von Meuffels. Sein Beruf: Kommissar. Sein Aufenthaltsort: deplaziert. Sein Gemütszustand: verwirrt. Es gibt keine Vorrede, nur Vexierspiele. Eine Frau in einem Bauernhaus, Blick von drinnen nach draußen, von draußen nach drinnen.
Der Bayerische Rundfunk teilt die neue Sendezeit kommentarlos mit, als sei es nichts Besonderes. Das aber ist es. Der "Polizeiruf 110 - Denn sie wissen nicht, was sie tun" wird nicht, wie für die Reihe üblich, sonntags um 20.15 Uhr gezeigt, sondern Freitag, 23.
Im September wollte der Bayerische Rundfunk die zweite Folge seiner neuen Beiträge zum „Polizeiruf 110“ ausstrahlen: Es geht darin um einen Attentäter, der seine Morde überlebt. Nun hat man die Sendung, auch wegen der Ereignisse in Norwegen, verschoben.
In ihrem ersten Fall sucht die neue Brandenburger Ermittlerin Olga Lenski einen Häftling, der seinem Chef das Kind weggenommen hat, weil der ihm seine nobelpreiswürdige Erfindung weggenommen hat. Oder so. Vielleicht können wir mit vereinten Kräften die (vermeintlichen?) logischen Löcher in der Geschichte füllen.