Zwischen Tralala und bitterem Ernst
Seit 25 Jahren pflegt das Deutsche Filmmuseum Frankfurt das Archiv des Filmproduzenten Artur Brauner. Das Festival Go East widmet ihm jetzt eine Tagung - und eine erstaunliche Filmreihe.
Seit 25 Jahren pflegt das Deutsche Filmmuseum Frankfurt das Archiv des Filmproduzenten Artur Brauner. Das Festival Go East widmet ihm jetzt eine Tagung - und eine erstaunliche Filmreihe.
Franziskus bezeichnet die Massaker an den Armeniern als ersten Genozid des 20. Jahrhunderts und stellte sie in eine Reihe mit dem Holocaust und Stalins Verbrechen in der Ukraine. Die Reaktion aus Ankara ist schroff: Der Papst schüre Hass und Feindschaft.
Griechenland hat seine Entschädigungsforderungen gegenüber Deutschland auf etwa 280 Milliarden Euro beziffert. SPD-Chef Gabriel weist mit barschen Worten den Versuch zurück, Reparationsforderungen mit den aktuellen Verhandlungen über Kredithilfen zu vermischen.
Die ARD hat das Leben von Käthe Kruse verfilmt. Leider verpasst der durchgewienerte Nostalgiestreifen zu erzählen, wie sich die Rolle der Frau und der Blick auf das Kind zu verändern begannen.
Athen sagt, Deutschland habe noch Schulden aus dem Zweiten Weltkrieg bei Griechenland. Das könnte zutreffen. Zumindest steht es so in Unterlagen des Naziregimes über Kosten und Lasten der Besatzungszeit.
Eigentlich wollte Tsipras erst Anfang Mai anlässlich des 70. Jahrestages des Sieges über Nazi-Deutschland nach Moskau fliegen. Nun teilte Athen mit, der griechische Ministerpräsident werde der Einladung Putins früher nachkommen.
Lange hat sich die Nachkriegssoziologie weder mit dem Nationalsozialismus noch mit ihrer Rolle in ihm befasst. Ein neuer Sammelband beendet diese seltsame Abstinenz
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine Einladung des russischen Präsidenten Putin, der Parade zum Gedenken an den Sieg über Nazi-Deutschland beizuwohnen, abgesagt. Es sei ihr „unmöglich“ daran teilzunehmen, heißt es.
Lieselotte Hein gehörte zu einer Gruppe, die im Nationalsozialismus Widerstand leistete. Als es zum Prozess kam, hatte sie Glück. Ein Film erinnert nun an die Gegner der Tyrannei.
Die G20 wollen entschieden gegen die weltweite Wirtschaftsflaute vorgehen. Die Inflation in China fällt auf ein Fünf-Jahrestief. Die Sorgen um die Euro-Zone drücken den Nikkei ins Minus.
Der Holocaust-Unterricht in Deutschland wird der multikulturellen Realität im Klassenzimmer nicht mehr gerecht. Wie muss der Geschichtsunterricht verändert werden, um Schüler aus Einwandererfamilien besser zu erreichen?
Geht es um den Holocaust, ist die Meinungsfreiheit eingeschränkt, denn das Verfassungsgerichts sieht die Bundesrepublik als Gegenentwurf zum NS-Staat. Wer dies leugnet, gefährdet den öffentlichen Frieden.
In Paris wird über Martin Heidegger und „die Juden“ debattiert, und schon vorab gibt es heftige Polemik. Dem Herausgeber der „Schwarzen Hefte“ wirft man Scheinheiligkeit vor.
Die Technische Hochschule Darmstadt rehabilitiert mehrere Wissenschaftler und Studenten, die in der Zeit des Nationalsozialismus degradiert worden sind.
Scheitern und Vergeblichkeit waren seine Motive, frei vom jedem Zynismus: Siegfried Lenz, Autor der „Deutschstunde“, Freund von Marcel Reich-Ranicki und Helmut Schmidt, ist tot. Ein Nachruf.
Warum vermachte der Sammler Cornelius Gurlitt seine Bilder dem Berner Kunstmuseum? Eine Ausstellung in Aarau liefert Hinweise. Sie führen zu dem im Nationalsozialismus verfemten Maler Karl Ballmer zurück - und zum Gegenwartskünstler Marc Bauer hin.
Die Moral des Nationalsozialismus grenzte sich radikal von einem bürgerlichen Humanismus ab. Nationalsozialistische Moral gründete auf Rasse und Blut.
Der Autor Boris Pahor war Häftling in Bergen-Belsen und möchte nun die Erinnerung an die Opfer mit einer Ausstellung lebendig halten. Ein Gespräch über sein Leben und die Zukunft.
Dem Berliner Historiker Wolfgang Benz gelingt das Kunststück, auf 120 Seiten wichtige Gegner und Gegner-Gruppierungen des Nationalsozialismus vorzustellen, die in allen Gesellschaftsschichten verankert waren und eine „nicht unbeträchtliche Minderheit“ bildeten.
Das Auswärtige Amt ehrt endlich seine 1942 hingerichtete Mitarbeiterin Ilse Stöbe. Sie war lange Zeit nicht als Gegnerin Hitlers anerkannt worden. Die junge Frau war zudem „Kundschaftlerin“ Stalins.
Die NS-Vergangenheit früherer hessischer Landtagsabgeordneter wird weiter erforscht. Das Land fördert zwei Dissertationen über Politiker und ihre Mitgliedschaft in der NSDAP.
Vor 70 Jahren endete Norbert Kittels Jugend: Im eingekesselten Breslau musste er mit Klassenkameraden an die Flugabwehrkanonen. Doch statt des Endsiegs kamen die Russen. Seine Botschaft ist eindringlich.
Eine Sensation und ein mutiger Schritt: Die Geschäftsbücher des Kunsthändlers Adolf Weinmüller werden online zugänglich gemacht. Die Veröffentlichung der Auktionskataloge hat unabschätzbare Folgen.
Audi hat aufarbeiten lassen, wie sehr seine Vorgängerfirma in den Nationalsozialismus verstrickt war. Das Ergebnis: Das Unternehmen Auto Union beutete Tausende Zwangsarbeiter aus.
Erstmals seit der Annexion der Schwarzmeerhalbinsel besucht der russische Präsident die Krim. Am Tag des Sieges über Nazi-Deutschland nahm er dort eine Truppenparade - wie schon am Morgen in Moskau, wo tausende Soldaten an Putin vorbeizogen.
In Österreich sinkt die Akzeptanz der Demokratie. 29 Prozent finden, „man sollte einen starken Führer haben, der sich nicht um Parlament und Wahlen kümmern muss“. Dieselbe Umfrage fördert noch anderes zutage.
Bundesfinanzminister Schäuble sieht sich wegen seiner umstrittenen Äußerungen zur Ukraine-Krise zu Unrecht am Pranger. Er habe niemanden mit Adolf Hitler verglichen, sagte er in der ARD-Sendung „Beckmann“.
Der Philosoph Peter Trawny hat die die Schwarzen Hefte von Martin Heidegger herausgegeben, in denen sich seine antisemitischen Notizen finden. Es sind Dokumente der Niedertracht.
Das berühmteste Interview, das je im „Spiegel“ geführt wurde, liegt jetzt in Buchform vor: das Gespräch zwischen Rudolf Augstein und Martin Heidegger. Es wurde zur Lehrstunde für den Journalisten.
Auf seiner Griechenlandreise wird Bundespräsident Gauck mit unangenehmen Fragen konfrontiert werden – etwa wann Deutschland seine Schulden aus der Nazizeit zu begleichen gedenke.
Bis heute wird Bertolt Brecht von Kritikern als Staatsdichter der DDR hingestellt. Werner Hecht widerspricht und zeigt Brecht als Mann, der sich lieber nicht zwischen Ost und West entscheiden wollte.
Wie kann man im Fall Gurlitt zwischen Opfern und Tätern versöhnen? Bei einer Münchner Tagung zu Raubkunst und Restitution machte der Historiker Michael Wolffsohn dazu einen bemerkenswerten, aber unpraktikablen Vorschlag.
92 Landtagsabgeordnete in Hessen waren Mitglied der NSDAP. Der Hessische Landtag will den Einfluss dieser Abgeordneten in der Nachkriegszeit nun genauer erforschen lassen.
Die Rede des deutschen EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz in der Knesset ist mit teils harschen Reaktionen bedacht worden. FAZ.NET dokumentiert sie in vollem Umfang.
Das wertvolle Gefäß wurde 2002 aus dem Chiemsee gefischt, für Nazigold gehalten, ein Mann wurde verhaftet - jetzt wird es in der Schweiz verkauft.
Seinen Erfolg als Maler hat er sich erkämpft, den Nationalsozialisten steht er nahe. Dann werden sein Bilder für „entartet“ erklärt: Drei neue Bücher über Emil Nolde zeigen, dass sich Opfer und Täter unter den Künstlern nicht immer leicht scheiden lassen.