Im blauen Weizen, der die Beine sticht
Strandgut als Poesie: Die französische Lyrik nach 1945 verdankt Georges Perros ihre Alltagstauglichkeit. Nun liegt sein großer Gedichtroman endlich auf Deutsch vor.
Strandgut als Poesie: Die französische Lyrik nach 1945 verdankt Georges Perros ihre Alltagstauglichkeit. Nun liegt sein großer Gedichtroman endlich auf Deutsch vor.
Baschar al Assad hat lange Terroristen unterstützt. Einig waren sich sein Regime und die Dschihadisten in der Unterstützung des Widerstands gegen die amerikanischen Truppen im Irak. Doch nun schlagen die Terroristen zurück.
Kein kentaurischer Pakt: Matthias Hartmann versucht sich im Wiener Kasino mit Textcollagen und gezwungenem Humor am „Trojanischen Pferd“. Die besten Dramen über Troja wurden schon gespielt.
Thema diesmal: Michael Hurley, Locas In Love, The Travelling Wilburys, Funny van Dannen, The Monochrome Set, Django Django – und Wohnzimmerkonzerte!
Jaguar, Zebra, Nerz, Mandrill: In ihren Tagebuchaufzeichnungen erzählt Sarah Kirsch von Zugvögeln, Lindenblüten und sommerlichen Bädern im Fluss - und gibt en passant Einblick in ihre Poetologie.
Silvia Tennenbaum eröffnet in der Deutschen Nationalbibliothek das Lesefest „Frankfurt liest ein Buch“.
Ein Berufsverband für die Poesie? Ohne die Organisation Cave Canem würde die afroamerikanische Lyrik der Vereinigten Staaten wohl immer noch mit Nichtachtung gestraft.
Alexander Geiser wird von Topmanagern engagiert, damit er ihnen Geschichten erfindet. Ob Continental oder Deutsche Bank - die Realwirtschaft ist schon lange fiktional. Es gewinnt die beste Story.
Kaum einer kauft mehr Bücher bei Hugendubel, Thalia & Co. In ihrer Not verhökern die Großbuchhändler allerlei Krimskrams. Amazon triumphiert.
Heinz Kahlau war einer der bekanntesten Lyriker in der DDR. Hunderttausende lasen ihn. Jetzt ist er im Alter von 81 Jahren gestorben.
Aus erzwungenem Anlass: Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki äußert sich erstmals zu dem umstrittenen Gedicht von Günter Grass „Was gesagt werden muss“. Er attackiert den Nobelpreisträger scharf.
Günter Grass auf allen Kanälen: Die mediale Erregung war am Donnerstag so groß wie die Empörung über sein umstrittenes Israel-Gedicht. Die Erkenntnis des langen Abends: Günter Grass hatte nicht viel zu sagen.
Vom Allgäu über Berlin nach München: Günter Herburger lebte hier oder dort und versuchte den Realismus zu bekunden. In München sesshaft geworden, wird der geduldige Sammler achtzig.
Netz-Recherche ist nicht ungefährlich. Zumal, wenn eine Front-Frau der Piraten das Objekt der Googlelei ist : Wie „Cicero“ einen Skandal suchte und fand.
Wenn Fred Vargas doch einmal ein Interview gibt, dann nähert man sich ihr nach kriminalistischer Manier: Zu einer bestimmten Uhrzeit soll man in ein Café bei Montparnasse kommen, dann geht es in ein Restaurant, schließlich doch lieber zu ihr nach Hause.
Tradition und Konvention darf man nicht verwechseln. Die Dichterin Marie Luise Kaschnitz bekannte sich zur Tradition, Gefälligkeiten sind in ihrem Werk aber nicht zu finden..
Ein Poetiker des Drehbuchs: Tonino Guerra arbeitete mit den großen Filmregisseuren des europäischen Kinos. Nun ist er im Alter von zweiundneunzig Jahren gestorben.
Viele Propheten und Visionäre in einem großen Lesesaal: Auf der Leipziger Buchmesse war häufig von alten Tugenden die Rede - und selten von neuen Herausforderungen.
Daniel Kehlmann liest John Burnsides neuen Roman. Gottfried Benns „Morgue“-Gedichte sind noch heute so aufregend wie zum Zeitpunkt ihres Erscheinens: Dies und mehr in den Romanen der Woche.
Lyrik im Leichenschauhaus: Vor hundert Jahren lösten Gottfried Benns „Morgue“-Gedichte einen Skandal aus. Und die Zeilen des damals fünfundzwanzig Jahre alten Dichters irritieren bis heute.
Eine junge Erzieherin tritt im neunzehnten Jahrhundert ihre erste Stelle auf dem Land an. Langweilig? Nicht, wenn Maryrose Wood die Geschichte erzählt.
Ich übersetze ein Gedicht. Und schreie rum. Warum? Kann man Lyrik überhaupt übersetzen?
Zwei Ausstellungsgroßereignisse erzählen in einer einzigen Bildgeschichte, wie aus Arbeit der Neue Mensch entstand - und wie ihm dann die Arbeit abhanden kam.
Christian Wulff den Ehrensold vorzuenthalten wäre kleinlich. Für das Bundespräsidentenamt gilt wie für die Bundesjugendspiele: Dabei sein ist alles.
Stalin, Mao, Gaddafi - eine poetische Ader scheinen Diktatoren öfter zu haben als Staatsoberhäupter von Demokratien. Gibt es eine echte Wahlverwandtschaft von Tyrannei und Poesie?
Wir treffen den bedeutendsten Lyriker Polens in einer Frankfurter Apfelweinkneipe. Er spricht entspannt über Dichtung und wie sie entsteht, wie er seine Bilder schreibt und warum Fotografen immer zu früh kommen.
Polens Nobelpreisträgerin Wisława Szymborska ist im Alter von 88 Jahren in Krakau gestorben. Das Echo ist einhellig: Ein schwerer Verlust für die polnische Kultur.
Wie modern der Meister des Absurden ist, bekam man jüngst an der Berliner Volksbühne vorgeführt: Jetzt liegt endlich die fulminante deutschsprachige Ausgabe der Werke von Daniil Charms vollständig vor.
Franco Maria Ricci baut auf seinem Grundstück den größten Irrgarten der Welt. Wir treffen ihn auf seinem weitläufigen, etwas versteckt gelegenen Anwesen westlich von Parma.
Die Welt ist voller Poesie. Das zeigt auch eine Ausstellung im Nassauischen Kunstverein in Wiesbaden.
Immer im Januar mischt die Familie Nonino ihre Heimat Friaul mit der Verleihung des „Premio Nonino“ auf. Der Preisträger 2012, Hans Küng, übte naturgemäß Kritik am Papst.
Auf der Stuttgarter Antiquariatsmesse und ihrer kleinen Schwester, der Antiquaria in Ludwigsburg, wartet ein breites Spektrum originärer Geistesfülle.
Soeben wurde in Japan das Marie-Laurencin-Museum geschlossen. Ist das Flechtheim-Porträt aus seinem Bestand eine frühe Fälschung des Erfinders der „Sammlung Jägers“?
Dieter Henrich zum 85. Geburtstag: Eine Münchner Tagung über Hölderlin betrachtete den Dichter auch außerhalb des literarischen Kontextes.
Scharf, aber nicht verbissen: Die Essays des amerikanischen Publizisten Eliot Weinberger.
Schriftsteller, Künstler und Verfassungsrichter: Nur anerkannter Staatsfeind wollte er nie sein. Florian Havemann entzieht sich vielerlei Maßstäben - gerade das macht ihn zu einem so interessanten Denker.