Shitstorm im Altertum
Diese Verse waren den Spartanern viel zu unanständig: Ein zweisprachiger Band bringt uns den griechischen Lyriker Archilochos nahe.
Diese Verse waren den Spartanern viel zu unanständig: Ein zweisprachiger Band bringt uns den griechischen Lyriker Archilochos nahe.
Sein bester Lehrer war die Bühne selbst: Ilker Arcayürek hat sich ohne ein klassisches Musikstudium in der Opernwelt etabliert.
Der Frankfurter Verlag Schöffling ist künftig Teil des Zürcher Kampa Verlags. Die Zukunft des Lesefests „Frankfurt liest ein Buch“, organisiert von einem von Schöffling gegründeten Verein, ist aber für 2022 gesichert.
Das Kunstlied teilt das Schicksal der klassischen Musik und zieht ein älteres Publikum an. Die internationale Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart will das ändern.
Der lyrische Pulsschlag der Demokratie: Einst gehörte Cemal Süreya zur lyrischen Avantgarde der Türkei. Jetzt werden seine Verse wiederentdeckt.
Er halte sich selbst nicht für einen Dichter, sagt Sting bescheiden bei einem Interview auf der Couch. Sein neues Album „The Bridge“ kann einen vom Gegenteil überzeugen: Er knüpft damit an seine besten Zeiten an.
Noch ist genug Zeit für die wirklich wichtigen Dinge: In sechs Rubriken empfehlen Feuilleton-Redakteure Filme, Bücher, Alben, Serien, Ideen, Haltungen, Hoffnungen und Hits.
Das LKA geht gegen Hassrede im Internet vor. Einzelhändler sorgen sich wegen der 2-G-Regel. Der Mainradweg soll ertüchtigt werden. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
Glucksende Koloraturen im knarzenden Haus zum lustigen Lachs: An der Berliner Staatsoper gelangt „Sleepless“ von Péter Eötvös nach Jon Fosse zur sängerisch und szenisch eindrucksvollen Uraufführung.
Neuerdings sind wir Eltern. Mit einem muslimisch- israelisch-jüdisch-pakistanisch-hessischen Kind ist die Identitätskrise programmiert – und auch die Herausforderung für das Bürgeramt. Eine Kolumne.
Die Komponistin Farzia Fallah ist für drei Monate als „Composer in Residence“ in Frankfurt. Ob es um ihre Musik geht oder ihre Herkunft: Sie lässt sich nicht festlegen.
Er schrieb die Texte zur „West Side Story“ und schuf zahlreiche weitere Musicals. Seine Stücke waren melancholisch, aber kaum melodramatisch. Nun ist Stephen Sondheim im Alter von 91 Jahren in Connecticut verstorben.
Er war einer der einflussreichsten Komponisten und Lyriker des amerikanischen Musiktheaters. Der Durchbruch gelang ihm im Jahre 1957 mit den Songtexten für den Welterfolg „West Side Story“.
Was da lauscht und tauscht und rauscht: Ein Form-Gedicht, so spielerisch wie abgründig, eine kleine Sprachskulptur, die sich betrachten und begreifen lässt.
Die türkische Lira verfällt, die Inflation steigt, die Heizkosten steigen stark an, und viele Menschen werden frieren. Präsident Erdoğan aber hält sich für einen großen Ökonomen.
Keine Angst, kleiner Vogel: Hier nimmt einer dichtend Abschied von den Zeiten, in denen ihm das Dichten noch geholfen hat.
Mit Wanderungen durch die Mark Brandenburg gibt sich die Bundeskanzlerin nicht zufrieden. Sie bezieht wie jeder ehemalige Regierungschef bald ein eigenes Büro. Na und?
Andreas Kleinerts großartiger Film „Lieber Thomas“ erzählt die Geschichte des früh verstorbenen deutschen Schriftstellers Thomas Brasch.
Vor zwanzig Jahren starb Thomas Brasch. Nun verkörpert Albrecht Schuch den Dichter im Film „Lieber Thomas“. Im Interview spricht er über Schaffenskrisen, seine Sozialisierung in der DDR und die Sehnsucht nach der Theaterbühne.
Die Berliner Barocktage machen in diesem Jahr selbst Verzweiflung und schieren Untergang zum seelenstärkenden ästhetischen Ereignis.
Der Regisseur Andreas Kleinert erzählt das Leben des DDR-Dichters Thomas Brasch in nostalgischen Schwarzweißbildern. Aber er versäumt es, das Familiendrama darin scharf zu stellen.
Falls es noch irgendwelche Zweifel gegeben haben sollte, dass der Büchnerpreis für Clemens Setz berechtigt war, wurden sie bei der Verleihung in Darmstadt ausgeräumt: Der 38 Jahre alte Österreicher hielt eine literarisch glänzende Rede.
Fünfzehn Jahre saß er Haft, weil er den Präsidenten und sein Regime kritisiert hat: Der Kampf des Lyrikers und Dissidenten Aron Atabek ist exemplarisch für sein zentralasiatisches Heimatland.
In der Brunnenburg über Meran fand der amerikanische Dichter Ezra Pound eine neue Heimat. Heute leitet sein Enkel dort ein Landwirtschaftsmuseum.
Die Surrealistin Toyen taugte weder zur Muse noch zur Assistentin, sondern allein zur Künstlerin. In der Hamburger Kunsthalle ist die ganze Bandbreite ihres Schaffens zu bewundern, das allzu lange im Schatten männlicher Kollegen stand.
In einem einzigen pulsierenden Satz vermochte er Erdteile und Jahrhunderte zu verbinden: Zum Tod des Dichters, Musikers und Mythenschöpfers Hartmut Geerken, der in verschiedenen Ländern zuhause und in vielfältigen Disziplinen tätig war.
Während des Lockdowns im vergangenen Jahr haben sich Künstlerin Katharina Zorn und Schauspielerin Jasna Fritzi Bauer von Menschen Gedichte zuschicken lassen. Jetzt konnte man die Texte in Frankfurt lesen – mit etwas Mühe.
Geniestreich oder Murks in der ewigen Vorstufe? Dem fertigen Gedicht sieht man nicht an, unter welchen Umständen es entstanden ist. Nur der Dichter selbst weiß mehr.
Für Franz von Assisi und Fans von AC/DC: Die Felice Brothers tauschen ihren bisherigen Heimwerker-Gestus gegen große Oper und bringen Jazz auf die Autobahn. „From Dreams to Dust“ ist das Album des Jahres.
150 Autoren, 112 Veranstaltungen und fünf Tage Literatur: Zur Buchmesse lockt das Festival „Open Books“ in die Innenstadt. Etwa 8000 Gäste können die Lesungen besuchen.
Sprache soll nicht mehr verletzen. Was aber ist, wenn das neue begriffliche Instrumentarium wichtige Details unterschlägt?
In den Dachboden oder in den Beichtstuhl eingesperrt: Moderne Dichterinnen brachten der Studentin Léa Krasniqi auch viel über ihre eigene psychische Krankheit bei – und über die Macht der Aussprache.
Einst wollten Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans die SPD in die Opposition führen. Können ausgerechnet die beiden Parteivorsitzenden nun dabei helfen, ein Regierungsbündnis zu schmieden?
Ist das die Ewigkeit? Ein Gedicht über ein Motiv, das im neunzehnten Jahrhundert auf seltsame Weise populär war – der Albtraum des Scheintods.
Keine andere Literaturauszeichnung hat eine solche Publikumswirksamkeit. Nun stehen die Finalisten zum Deutschen Buchpreis fest: sechs neue Romane. Was sagt diese Shortlist aus?