Jede Bratsche ist anders
Die große Schwester der Geige ist viel mehr als nur eine stumpfsinnige Füllstimme: Die Bratschistin Francesca Venturi Ferriolo hat ihre erste CD eingespielt.
Die große Schwester der Geige ist viel mehr als nur eine stumpfsinnige Füllstimme: Die Bratschistin Francesca Venturi Ferriolo hat ihre erste CD eingespielt.
Die Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach ist ein Monumentalwerk. Hans-Christoph Rademann und die Gaechinger Cantorey nähern sich ihr durch Behutsamkeit und Verinnerlichung. Nikolaus Harnoncourt erzählte die Geschichte vom Leiden Christi dagegen in all ihrer Drastik.
Vom Schmutz des Lebens durchtränkt, für denkende Hörer geschrieben: Der Tango Nuevo ist die Schöpfung von Astor Piazzolla. Vor hundert Jahren wurde der Komponist geboren. Sein Leben, seine Kunst sind voller Verwerfungen.
Von Johann Sebastian Bach bis John Cage gibt es Klänge, die kein Publikum suchen und nur sich selbst gehorchen. Vermögen sie in Zeiten der Isolation zu trösten?
Der Mainzer Barockfachmann Felix Koch will in den nächsten Jahren Telemanns „Französischen Kantatenjahrgang“ vollständig einspielen. Die 72 Stücke sind 1714/15 in Frankfurt entstanden. Konzerte sind auch in Planung.
Schlicht inszeniert und ungemein intim: Das Dokumentartheaterstück „Everywoman“ feiert bei den Salzburger Festspielen Uraufführung. Worum es an diesem Abend geht? Um den Tod – und um die letzten Träume von Helga Bedau.
Auf Forschungsreise unter Dinosauriern: Das Festival „Die irritierte Stadt“ konkurriert mit Stuttgarts Wutbürgern.
Freies Spiel im Klangkorsett: Die Musik von Bach bis Ravel kennt Dramaturgien von Programmiertheit, sie reibt sich aber auch an deren Dogmen.
Die Sehnsucht nach Nähe ist in Zeiten der Distanz groß. Die Internationale Orgelwoche Nürnberg antwortet darauf mit geistlicher Musik.
In der Musik geht es um mehr als Exzellenz: Das Berliner Rundfunk-Sinfonieorchester tröstet Senioren mit Freiluftkonzerten im Kammermusikformat.
Bis heute glaubt man, Johann Sebastian Bachs geistliche Vokalmusik sei zwischen 1750 und 1829 völlig vergessen worden. In Leipzig wurde nun eine wichtige Handschrift angekauft, die ein völlig neues Licht auf die Geschichte wirft.
Wo Johann Sebastian Bach auf Justin Timberlake trifft: Zum 26. Mal fand die Night of the Proms in der ausverkauften Frankfurter Festhalle statt. Die abwechslungsreiche Show bot auch skurrile Momente.
Die Berliner Barocktage verzücken mit den Werken Alessandro Scarlattis und seiner Neapolitaner Zeitgenossen. Doch auch die Risiken der Akustik des Pierre-Boulez-Saales treten zutage.
Seit Hans-Christoph Rademann die Leitung der Bach-Akademie Stuttgart übernahm, hat er die Gaechinger Cantorey klanglich völlig umgekrempelt. Jetzt reiste das Ensemble durch die Lebensorte von Johann Sebastian Bach in Thüringen.
Neue Forschungen zeigen, wie Anna Magdalena Bach, die zweite Ehefrau des Komponisten, als Unternehmerin arbeitete: Ein Gespräch über eine Frau mit Vollbeschäftigung und die Frage, ob Bach ein Macho war.
Schaute er mürrisch, behäbig und verkniffen in die Welt? Oder doch vom göttlichen Funken der Genialität durchzuckt? Das Bachhaus in Eisenach präsentiert eine amüsante Schau von Überraschungen und Fehleinschätzungen.
Michael Gielen war geprägt von der Kritischen Theorie. Er arbeitete mit den Großen seiner Zeit, führte die Oper Frankfurt zu internationaler Bedeutung, das SWR-Sinfonieorchester machte er zur Uraufführungs-Schmiede. Ein Nachruf.
Der Bassbariton Theo Adam sang Götter, Helden und Schurken. Er verlieh ihnen die Größe seiner eigenen strahlenden Erscheinung. Nicht nur seine Heimatstadt Dresden war stolz auf ihn. Jetzt ist der Wagner-Sänger von Weltrang mit 92 Jahren gestorben.
Die Benediktinerinnen in der Abtei St. Hildegard suchen ihr Glück im Klosterleben. Doch auch dort kann das Zusammensein zur Herausforderung werden. Ein Besuch vor Ort.
Was hören wir zum Fest? Das Weihnachtsoratorium von Bach oder neue Schöpfungen, die ein Computer komponiert hat? Die Musik-Software findet neue Wege in bekannten Gebieten.
Ein Professor für Medizintechnik an der Hochschule Offenburg will die Spannweite der linken Hand von Johann Sebastian Bach ermittelt haben. Dabei kommt es doch auf die Füße an.
Bei seiner dritten Gesamtaufnahme der Cellosuiten von Johann Sebastian Bach geht es Yo-Yo Ma um Kultur als Vertrauensbildung inmitten von Verunsicherung. Doch auch ihm als Instrumentalist sind Grenzen gesetzt.
Computer können längst nicht alles. Online-Übersetzer zum Beispiel stoßen schnell an ihre Grenzen. Für den Kognitionswissenschaftler Douglas R. Hofstadter herrscht in vielen Maschinen effiziente Scheinintelligenz.
Die innere Welt der Kunst bewahrte er wie die äußere Welt der Natur. Am Dirigentenpult war er ein Ekstatiker. Zum Tod von Enoch zu Guttenberg.
Kommet zuhauf: Mit seinem „Kantaten-Ring“ zieht das Bachfest Leipzig ein Massenpublikum an und kann dieses auch begeistern.
Im Hamburger Komponistenquartier erinnern Museen für Mahler und die Geschwister Mendelssohn an die produktive, doch nie harmonische deutsch-jüdische Symbiose für das kulturelle Leben Deutschlands.
In der Musik soll man den Herzschlag der Jahrhunderte als unmittelbare Gegenwart hören. Beim Gewandhausorchester in Leipzig kann man das. Ein Gespräch mit dem neuen Kapellmeister Andris Nelsons.
Wie wirken Klänge eigentlich – und warum tun sie das überhaupt? Das fragen sich Gelehrte seit Jahrtausenden. Die Musikpsychologie ist eine Grenzwissenschaft in mehrfacher Hinsicht.
Es gibt zum Advent und zu Weihnachten mehr Musik, als man im Leben hören kann. Diese kleine Auswahl belegt, dass die Freude an Botschaft und Boten sieben Jahrhunderte lang nicht abriss.
Der Renault Koleos ist nicht sportlich, aber dafür angenehm. Man fährt mit diesem SUV besser auf Kuschelkurs.
Transatlantisches Glühen: Auf dem Album „New Worlds“ kombinieren Bill Murray und Jan Vogler Musik und Literatur – nämlich Schubert mit Cooper, Whitman mit Bach und Saint-Saëns. Das schlägt mitunter amüsante Funken.
Einen Überblick über das Angebot an Kirchenmusik zu gewinnen ist dieser Tage schwer: Zum Reformationstag, zum Totengedenken im November und zum Advent gibt es unzählige Konzerte. Ein Versuch.
Ein Notenblatt, eine Originalhandschrift von Johann Sebastian Bach, darf sich nun zum Weltdokumentenerbe zählen. Und ausnahmsweise einen Tag lang aus dem Tresor hinaus unter die Feiernden.
Der Todestag von Georg Philipp Telemann jährt sich zum zweihundertfünfzigsten Mal. Siegbert Rampes exzellente Biographie erzählt vom Ansehen eines Komponisten, das selbst über Eheskandale erhaben war.
Das ist doch die richtige Frage zum Lutherjahr: Sind Katholiken und Protestanten im musikalischen Lob des Herrn ökumenisch vereint oder nicht? Die Antwort mag überraschen.
John Eliot Gardiner hat fast dreißig Jahre gewartet, bis er sich zum zweiten Mal an eine Aufnahme der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach wagte. Warum so lange? Und was ist in der Zwischenzeit passiert?