2023 Tops und Flops
Es gibt Kultur, die begeistert, mitreißt, ganz neue Wege geht. Und Ausstellungen, Aufführungen und Auftritte, die man am liebsten nie erlebt hätte.
Es gibt Kultur, die begeistert, mitreißt, ganz neue Wege geht. Und Ausstellungen, Aufführungen und Auftritte, die man am liebsten nie erlebt hätte.
Das Angebot an vorweihnachtlichen Konzerten ist in der Frankfurter Alten Oper groß: Es reicht vom ADAC-Weihnachtskonzert über das Gastspiel der Thomaner bis zu den Heimspielen der Frankfurter Chöre.
Elena Bashkirova, Michael Barenboim, Andris Nelsons und Dietrich Henschel vertrauen bei den Mendelssohn-Festtagen in Leipzig ganz auf die Erkenntniskraft der Kunst im Wahnsinn der Welt.
Ein kleiner Schaden am Pedal schadet nicht: Mit einem eigens ausgewählten Flügel aus dem Jahr 1859 feiert die Alte Oper eine pianistische Hommage an Leipzig.
Der Pianist Keith Jarrett tritt seit 2018 nicht mehr auf. Aber aus seinem Archiv ist nun eine bislang unveröffentlichte Aufnahme der „Württembergischen Sonaten“ von Carl Philipp Emanuel Bach aufgetaucht.
Im Wiesbadener Kurhaus bot das Hessisches Staatsorchester unter der Leitung von Johannes Klumpp ein vielfältiges Programm von Bach, Zimmermann und Bruckner.
An Preußens Hof durfte er als einziger Friedrich II. kritisieren: Der Komponist, Flötist und Pädagoge Johann Joachim Quantz war keineswegs eine Randerscheinung seiner Zeit. Eine Ausstellung im Musikinstrumentenmuseum Berlin rückt ihn ins Zentrum.
Der isländische Pianist Víkingur Ólafsson macht auf seiner Tournee an der Alten Oper in Frankfurt Station. Seine Goldberg-Variationen können mit Glenn Gould mithalten.
Das Miniaturhafte steht ihr gut: Khatia Buniatishvili spielt beim „Festival der Nationen“ in Bad Wörishofen. Die Emotion ist der Pianistin die musikalische Maxime.
Das „Barock+“-Konzert mit Masaaki Suzuki im hr-Sendesaal war ambitioniert: Zu Werken von Johann Sebastian Bach erklangen die von Felix Mendelssohn-Bartholdy.
Wenn eine Polkappenforscherin als Comedian auftreten muss, um gehört zu werden, dann sind wir mitten in der Gegenwart - so zeigt es die Klima-Oper „Cassandra“ von Bernard Foccroulle, uraufgeführt in Brüssel.
Ein altmodischer „Landkrimi“ im besten Sinne fein durchkomponiert: „Der Schutzengel“ im ZDF mit Fritz Karl zeigt, dass man ohne Zeitgeist-Firlefanz am besten über die Runden kommt.
Stephan Opitz analysiert das Gedicht „Und ich habe sie lange gekannt“ von Lars Gustafsson.
Wo die Liebenden zu Hause sind: Dieses Gedicht handelt von zerbrochenen Tellern, von Süße und Gift und stellt die Frage, was tatsächlich vergänglich ist, wenn es um die Liebe geht.
Seit knapp zwei Jahren ist Andreas Reize als neuer Thomaskantor in Leipzig im Amt. Mit Johann Sebastian Bachs Messe in h-Moll gibt er seinen Einstand auf CD mit dem Thomanerchor. Er ist beeindruckend.
Die Bachwoche in Ansbach stiftet mit der Gaechinger Cantorey sowie den Auftritten von Jean Rondeau und Claire Huangci ganz neue Denkverbindungen. Das gut informierte und debattenfreudige Publikum schätzt das.
Gemeinsam mit dem Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia präsentiert Pianist Bruce Liu Werke von Rachmaninow und Bach.
Der Bachchor Mainz und das Mainzer Bachorchester nehmen den feinen wie den vollen Klang kongenial beim Rheingau Musik Festival.
Rammstein: Das ist großes Theater auf großer Bühne, hypertrophierte Oper mit allen dazugehörigen Primitivismen – und genau deshalb liebe ich diese Band! Ein Gastbeitrag.
Wie das Brausen eines fernen Meeres: Ein Gedicht über das Wesen großer Kunst, inspiriert von den Werken Johann Sebastian Bachs.
Mit der Musik überwand Helmuth Rilling die deutsche Teilung, führte Israel und Deutschland wieder zueinander und schlug eine transatlantische Brücke. Jetzt wird er 90 Jahre alt.
Der Dirigent und Chorleiter Sir John Eliot Gardiner gehört seit einem halben Jahrhundert zu den führenden Interpreten der Musik von Monteverdi, Händel, Bach und Berlioz. An diesem Donnerstag wird er achtzig Jahre alt.
Ganze Bücher sind mit Witzen über Bratscher, die Ostfriesen des Orchesters, gefüllt worden. Dabei schätzten Komponisten wie Bach und Hindemith das Instrument hoch.
Ostern ist das Zentrum christlichen Glaubens. So steht es auch in der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach. Mit diesem Werk begeht der Dirigent Sir John Eliot Gardiner dieses Jahr das Fest.
Rekonstruktion und künstlerisches Experiment: Der Barockexperte Alexander Grychtolik stellt in der Frankfurter Alten Oper ein Passionsoratorium mit Musik Bachs auf einen Text von Picander vor.
Kontrapunkt und Koteletts: Max Reger stopfte alles in sich oder seine Musik hinein. Deshalb ist sein Werk so gehaltvoll. Es lohnt sich. Eine Hommage zum 150. Geburtstag des Komponisten.
Clemens Bosselmann hält viel von Gottfried August Homilius. Mit der Schiersteiner Kantorei führt er am 11. März die Matthäuspassion des Komponisten auf.
Ein komplexes Musikinstrument war die Orgel schon immer. Jetzt geht die Entwicklung weiter. Die Hyperorgel in Würzburg setzt auf Vernetzung und neue Konzertformate.
Grandios spielt der Pianist Evgeny Kissin in der Alten Oper. Neben Werken von Mozart, Bach und Chopin widmet er sich besonders der Musik Sergej Rachmaninows.
Pianist Evgeny Kissin ist am 27. Februar zu Gast in der Alten Oper Frankfurt. Vor seinem Klavierabend spricht er über sein Geburtsland Russland, Mozart und seine Freude an der jiddischen Sprache.
Das Fagott wird, speziell in der hohen Lage, traditionell gerne für lächerliche und groteske Effekte verwendet. Wenn es in die Tiefe hinabsteigt, steht es aber auch für Dunkelheit und Schwärze.
Viele renommierte Klangkörper und Solisten sind in Frankfurt zu Gast: Vom Concertgebouworkest bis zum City of Birmingham Symphony Orchestra, von Lisa Batiashvili bis zu Kirill Gerstein
Im Grunde könnte jeder lernen, nach den althergebrachten Prinzipien der klassischen Musik im Dur-Moll-System zu komponieren. Doch ganz ohne Begabung und Inspiration käme dabei wohl nichts wirklich Schönes heraus.
Klaus Eldert Müller wird Kantor und Organist der Frankfurter Katharinenkirche. Der 56 Jahre alte Kirchenmusiker folgt in diesem Amt zwei bedeutenden Vorgängern nach.
Zum 1. April wird Klaus Eldert Müller neuer Kantor und Organist an Sankt Katharinen. Martin Lücker setzt seine Reihe „30 Minuten Orgelmusik“ aber fort.
Auf seinem bekanntesten Bildnis streckt Johann Sebastian Bach dem Betrachter einen lächerlich anmutenden Zettel mit ein paar Noten entgegen. Dahinter verbirgt sich ein sehr komplizierter Kanon.