Diana und der Hirsch
Emblem tödlicher Schaulust: In „The Crown“ deutet der stolze und scheue König der Wälder voraus auf den Tod der Prinzessin, die nach der Jagdgöttin heißt. Peter Morgan arbeitet mit Verweisen in Vergils Manier.
Emblem tödlicher Schaulust: In „The Crown“ deutet der stolze und scheue König der Wälder voraus auf den Tod der Prinzessin, die nach der Jagdgöttin heißt. Peter Morgan arbeitet mit Verweisen in Vergils Manier.
Space-Eskapismus ohne Weltraum: In der Serie „Moonbase 8“ proben drei Astronauten das Leben auf dem Mond. Die nötige Schwerelosigkeit erreichen sie jedoch nicht.
Vertreter der PKK, der „Arbeiterpartei Kurdistans“, werden in Deutschland immer wieder zu Haftstrafen verurteilt. Warum der Niedergang der Rechtsstaatlichkeit in der Türkei bislang nichts an der Bewertung der Organisation hierzulande ändert.
In diesem Jahr fanden die meisten Hauptversammlungen deutscher Großunternehmen online statt. Während sich viele Manager mit dem digitalen Auftritt schwertun, zeigt Telekom-Chef Tim Höttges wie es richtig geht.
Die Straßen sind leer. Keiner nimmt Notiz, wenn der Motor des schicken Sportwagens aufheult – schlechte Zeiten für Selbstdarsteller. In der Corona-Krise profitieren die Introvertierten, die Kraft aus sich selbst ziehen.
Nach einer Iran-Reise und einer schwierigen Heimkehr fängt für ein Paar in Idstein erst die wahre Odyssee an. Sie erleben, wie schwierig es ist, an einen Corona-Test zu kommen.
Fast 50 Jahre ist die Textgrundlage des Stücks „Ekel Alfred“ nun alt. Kein Grund für die Macher, das „Ekel“ nicht wieder ins Programm zu nehmen – denn Satire kenne kein Ablaufdatum. Das zeigt sich in den Mainzer Kammerspielen.
Ein billiges Jonglieren mit Schlüsselreizen: Simon Stone verramscht in seiner Inszenierung von Luigi Cherubinis Oper „Médée“ den Ernst der Debatten, die zu führen wären.
Seine Inszenierungen hatten immer wieder für Skandale gesorgt: Jetzt ist der Pionier des Tanztheaters Johann Kresnik im Alter von 79 Jahren gestorben.
Kindergeburtstage, Urlaubsfotos, all die sozialen Medien: Bianca Kellner-Zotzs Buch „Das Aufmerksamkeitsregime“ verleiht dem Topos von der vorzeigbaren Familie eine ganz neue Dimension.
Beifall für die falsche Seite: Die Inszenierung von Ibsens „Volksfeind“ in Peking sorgte für Aufruhr im Publikum. Nun wurde die China-Tournee der Berliner Schaubühne ganz abgesagt.
Wenige Monate vor der Landtagswahl in Hessen sind die Spitzenkandidaten im Land unterwegs. Die CDU verteilt Preise, die SPD übt Kritik, aber auf den Erfolg der AfD haben beide keine richtige Antwort.
Welche klaren Worte der Dirigent Daniel Barenboim für Kollegah und Farid Bang findet und warum ein Festival ihren Auftritt abgesagt hat: Kurze Kulturmeldungen im Überblick.
Barbara Frey inszeniert am Schauspielhaus Zürich Heinrich von Kleists „Der zerbrochne Krug“ als Vertreibung aus dem Paradies. Doch in diesem chaotischen Universum wird kein Unrecht jemals wieder heil.
Wieder fordert ein Anschlag in Europa zahlreiche Tote und Verletzte. Die Suche nach den Tätern und Hintermännern läuft. Die CDU will ihr Programm im Berliner Konrad-Adenauer-Haus vor der Wahl „erlebbar“ machen. Martin Schulz distanziert sich von Parteifreund Gerhard Schröder.
Als er die ehemalige Grünen-Politikerin Jutta Ditfurth nicht mehr ertragen konnte, stand Wolfgang Bosbach bei „Maischberger“ auf und ging. Beim „Quasselprediger“ oder einer vollverschleierten radikalen Islamistin hingegen blieb er. Im Interview erklärt er, warum.
Bei Merkels Besuch in Ägypten werden die Gemeinsamkeiten herausgestellt. Die Reise wurde erst durch einen Erfolg vor Reisebeginn möglich. Doch die Kanzlerin besucht nicht nur den Präsidenten.
In Zürich sind jetzt „I Puritani“ von Vincenzo Bellini in einer exzellenten Besetzung zu erleben. Auch die spektakuläre Regie von Andreas Homoki muss den Vergleich mit legendären Vorbildern nicht scheuen.
Das Bett als Wille und Vorstellung: Stefan Herheim und Gil Mehmert inszenieren Mozarts Oper „Le nozze di Figaro“ in Hamburg und Leipzig. Erotik findet aber nur in der Musik statt.
Wird überhaupt noch ernsthaft diskutiert, oder vor allem inszeniert? Günther Jauch bezweifelte, dass die Politik noch Probleme lösen kann. Aber das betrifft auch seine eigene Sendung.
Die Vorbereitungen auf das Treffen der G 7 auf Schloss Elmau zeigen, wie Bayern die Frage des großen Philosophen Gerhard Polt beantwortet: „Democracy: What is it?“
Ein neuer Direktor, ein neuer Name für das Opernhaus und die sofortige Absetzung der umstrittenen Inszenierung: Die Entwicklung im „Tannhäuser“-Streit in Nowosibirsk entsetzt die russische Theaterwelt.
Der Bischof von Nowosibirsk verklagt das dortige Opernhaus samt Regisseur. Der Grund: eine angeblich blasphemische Inszenierung von Wagners „Tannhäuser“. Andere Geistliche stehen auf Seiten der Oper.
Nirgendwo wird so viel synchronisiert wie in Deutschland. Trotzdem können die Synchronisatoren es den Leuten nur schwer recht machen. Wie kommt das nur? Diese Spezialisten leisten hervorragende Arbeit.
Wer hat das Besteck geklaut? So ganz klar ist die Sache nicht. Premiere von Rossinis „La gazza ladra“ in David Aldens Inszenierung an der Oper Frankfurt.
Ersan Mondtag inszeniert Kafkas „Das Schloss“ in der Box des Frankfurter Schauspiels. In der Bürokratie dieses Schlosses geht es zu wie im deutschen Verfassungsschutz.
Das Unternehmen Shapeways erstellt auf 3D-Druckern Objekte nach den Vorgaben der Kunden. Aber das Bestellen kann frustrierend sein - denn nicht jedes Design lässt sich realisieren.
Die unverheiratete Klara ist schwanger und stürzt sich in den Brunnen: In Hebbels „Maria Magdalena“ ist das ein kleinbürgerliches Trauerspiel. In Michael Thalheimers Wiener Inszenierung ist es eine große Schlacht gegen den Tod.
In Edward Bergers „Jack“ beweist das Kino, was es am besten kann: das Beiläufige zeigen. Die Inszenierung der Tragödie „La voie de l’ennemi“ zeigt hingegen, wie man sich an einem klassischen Vorbild verhebt.
Klar, dieses Camp ist menschenunwürdig.
Die Liebe ist ein Ränkespiel in den „Falschen Vertraulichkeiten“ des Pierre Carlet de Marivaux. In Luc Bondys Pariser Inszenierung ist sie dagegen ein großer Rausch. Und Isabelle Huppert fliegt durch einen Glücksfrauenkosmos.
Durch die Pannen bei der Gesundheitsreform hat Präsident Obama Sympathien verspielt. Nun setzt er auf soziale Gerechtigkeit: Er will den Mindestlohn erhöhen und die Beihilfen für Langzeitarbeitslose ausweiten.
Der Femen-Auftritt im Kölner Dom war genau mit dem „Express“ abgestimmt. Nun prüft das Erzbistum Köln Rechtsmittel gegen das Boulevardblatt - die Geschichte einer Inszenierung.
Seit 1969 bürgte der „Rosenkavalier“ an der New Yorker Met für einen Realismus, der sich mit dem Vergehen der Zeit nicht abfinden will. Jetzt erlebte er seine letzte Aufführung.
In Antwerpen gibt der Schauspieler Christoph Waltz sein Opernregiedebüt mit Richard Strauss’ „Rosenkavalier“. Der Erfolg ist programmiert - das liegt aber weniger an der Inszenierung.
Eine effiziente Inszenierung: Scheinwerferlicht auf schummrige Barbeleuchtung heruntergedreht, Teile der Begleitmusiker zum Trommeln abgestellt, den Standbass