Horror vor der Sprache der Bundesdeutschen
Wo kein Geheimnis war, wird nie etwas zu finden sein: Das Literaturmuseum Wien verbeugt sich vor der großen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann.
Wo kein Geheimnis war, wird nie etwas zu finden sein: Das Literaturmuseum Wien verbeugt sich vor der großen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann.
Nach Jahrzehnten der Geheimhaltung erscheint der Briefwechsel von Ingeborg Bachmann und Max Frisch. Rückt er das Leben und das Werk der Schriftsteller, so wie wir es bisher kennen, in ein völlig anderes Licht?
Keine Liebesbeziehung zwischen Schriftstellern ist derart berühmt-berüchtigt wie die zwischen Ingeborg Bachmann und Max Frisch. Nun erscheint nach jahrelangem Warten ihre Korrespondenz.
Der Krieg und die Frage, was auf ihn folgt: Frieden oder nur neue Formen der Gewalt? Dieses Gedicht trägt viel Skepsis und einen Funken Hoffnung in sich.
Reisebilder aus fünfzig Jahren: „Ein Lesebuch von Italien“ des vielseitigen Poeten Hans Bender ist nun posthum erschienen.
Es wird wieder um die Wette gelesen in Klagenfurt. Unter freiem Himmel und vor Publikum. Die Jury der „Tage der deutschsprachigen Literatur“ bleibt aber im Studio isoliert. Und der Bürgermeister ist etwas beunruhigt. Ein Zwischenbericht.
Emanzipation vom Doktorvater: Eine Tagung in Klagenfurt unternimmt eine Neubewertung der Heidegger-Kritik Ingeborg Bachmanns.
Kalte Romantiker? Die Beziehung zwischen dem resoluten amerikanischen Realpolitiker und der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann fasziniert bis heute. Leo A. Lensing untersucht ihre Korrespondenz.
Was sich seit 1945 nicht geändert hat: Eine Rede anlässlich des Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Flossenbürg.
Jürgen Partenheimer antwortet mit Bildern auf Gedichte von Frauen. Der Mainzer Kleinverlag Golden Luft hat daraus ein zauberhaft schönes Buch gemacht.
Nach "Loops", "Pools" und "Tools" kommt nun "Spools": Matthias Göritz zweifelt lyrisch an sich selbst, aber nicht an seinem Buchtitelkonzept.
Ein Wunder, dass diese Freundschaft so lange Bestand hatte: Der Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Ilse Aichinger verrät viel über weibliches Schreiben in der Nachkriegszeit.
Ingeborg Bachmanns Roman „Malina“ trägt autobiografische Züge und ist eine Kritik an der Gewalt, die von Männern ausgeht. Jetzt haben sich die Kammerspiele des Schauspiels Frankfurt an eine Bühnenfassung gewagt.
Der jüdische Dichter aus Czernowitz wäre an diesem Montag hundert Jahre alt geworden. Mit seiner Geliebten Ingeborg Bachmann wagte Paul Celan die literarische Mondlandung – privat flogen sie aber nicht lange miteinander.
Ein Dichter für Dichter: Ingeborg Bachmann, Paul Celan und Hans Magnus Enzensberger haben seine Verse übersetzt und so zu Ungarettis internationalem Ruhm beigetragen. Der Nobelpreis blieb ihm dennoch verwehrt.
Epochales Schweigen: Hans-Peter Kunisch beschreibt, wie es gewesen sein könnte, als Paul Celan hoch im Schwarzwald Martin Heidegger besuchte, und Thomas Rohkrämer legt eine Biographie des Philosophen vor.
Zwischen Klopstock und Cloudrap: Beim Blick in die Geschichte des literarischen Vortragens kann man immer wieder streiten, was Kunst ist und was nicht. Eine ihrer zentralen Fragen lautet: Wie hältst Du’s mit dem Pathos?
Ein Bildschirm, zwanzig Studenten, als Thema ein Gedicht von Ingeborg Bachmann: Wie soll man so nur einen einzigen ihrer Sätze aufklären? Ein Gastbeitrag über virtuelles Mosaikauslesen in Zeiten von Zoom.
Ingeborg Bachmann, Jean Améry, Uwe Johnson und Ulrike Meinhof sind „Die Verunglückten“: Matthias Bormuth versammelt ihre Leidensgeschichten. Und bietet einen Trost an.
Christoph Ransmayr hat nicht viel übrig für das Reden über literarische Werke. Die Poetikvorlesung an der Goethe-Universität in Frankfurt hält er trotzdem. Mit gemischtem Erfolg.
Ingeborg Bachmann war als Schriftstellerin die erste große Europäerin ihrer Zeit: Ein Gespräch mit der Biographin Andrea Stoll und dem Bruder Heinz Bachmann über das Visionäre ihrer Poetik und die Dramatik ihres Lebens.
Zeitreise in Briefen: Barbara Wiedemann hat einen Querschnitt aus Paul Celans umfangreicher Korrespondenz ediert. Identifiziert wird die Geliebte „Hannele“.
Keiner teilte so generös seinen Enthusiasmus für Literatur: Zum Tod des Journalisten, Essayisten und Dichters Peter Hamm.
Für die Träume dieser Dichterin hatte die Welt nicht genug Raum: Wuppertal erinnert zu ihrem 150. Geburtstag an Else Lasker-Schüler und zeigt ihr letztes, als unaufführbar geltendes Theaterstück „Ich und Ich“.
Ist der Fitness-Drill der Militarismus von heute? Stuttgarts Oper stellt Hans Werner Henzes „Prinz von Homburg“ neuerlich zur Diskussion.
„Kein Anschluß ans Leben“: Neu aufgetauchte Briefe Paul Celans an eine unbekannte Geliebte werfen ein Licht auf sein Schreiben und Leben. Im März werden sie versteigert – und könnten unerforscht verschwinden.
Sie wollten zusammen ein Buch machen, „das fliegen kann“. Der Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Hans Magnus Enzensberger erzählt von einer engen Beziehung. Und doch blieb zwischen ihnen immer ein Rest von Distanz.
Ein Fall für die Nationalbibliothek in Wien? Ein Teilnachlass Ingeborg Bachmanns, bestehend aus mehr als 1200 Seiten, soll in Berlin versteigert werden. Er zeigt bislang unerforschte Seiten der österreichischen Schriftstellerin auf.
Die Deutungshoheit über den Tod der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann beschäftigt immer noch einige. Ina Hartwigs Annäherung ist mehr eigener Erfahrungsbericht als Biographie.
„Von ihrem Wesen her war sie dauernd in Schwierigkeiten“ – so erinnert sich der immer noch faszinierte Politiker: Eine bislang unbekannte Episode aus dem Leben von Ingeborg Bachmann.
„Wer war Ingeborg Bachmann?“ heißt die neue Biographie von Ina Hartwig. Die Schriftstellerin wird hier nicht mehr als Opfer stilisiert, viele Bachmann-Mythen werden entzaubert.
Ihre Tragödie schrieb sie selbst: Der zweite Band der Ingeborg-Bachmann-Werkausgabe zeigt die 1973 gestorbene Dichterin beim Versuch, ihrer Liebeskatastrophe mit Max Frisch eine literarische Form zu geben.
Zu viel Liebe zum Detail? Der Suhrkamp Verlag stellt in Anwesenheit von reichlich Prominenz seine Ingeborg Bachmann-Werkausgabe vor.
„Die Geträumten“ bringt den Briefwechsel zwischen Paul Celan und Ingeborg Bachmann ins Kino. Entstanden ist ein eigentümlicher Film, der den Originaltexten Raum gibt und sie zugleich auf eine Zeitreise schickt.
In diesem Gedicht trauert Giuseppe Ungaretti einem ägyptischen Freund nach, der zugrunde ging, weil er sich zumutete, ein anderer zu sein als er war. Was fehlte diesem Mohammed Sheab?