Das persönliche Regiment der Kanzlerin
„Röttgens Rausschmiss – Merkel im Abstiegskampf.“ Anne Will verfehlte bezeichnenderweise ihr Thema. Die Kanzlerin kann nämlich machen, was sie will.
„Röttgens Rausschmiss – Merkel im Abstiegskampf.“ Anne Will verfehlte bezeichnenderweise ihr Thema. Die Kanzlerin kann nämlich machen, was sie will.
Als Person gewinnen, als Partei verlieren und umgekehrt: Bei Günther Jauch wurde dieses Spiel schon einmal für die Bundestagswahl eingeübt.
Zuhören, entspannen, Kopf schütteln: Bei ihren Talkshowauftritten können sich die Piraten auf die Nervosität anderer Politiker verlassen. Wie lange dieser Trick noch funktioniert, wissen sie selber nicht.
Thomas Gottschalk lud protestierende Schauspielstudenten ein, deren Hochschule eine Bruchbude ist. Alle Welt gönnt ihnen bessere Studienbedingungen, nur nicht das Berliner Parlament.
Am Sonntag hätte das öffentlich-rechtliche Fernsehen zeigen können, was Bildung ist. Aber wo waren die Europäer, die Griechenlandkenner, die Franzosen und die Schleswig-Holstein-Spezialisten bloß?
Kann man im Wahlkampf das Wiener Kaffeehaus mit dem Web 2.0 und Aktionstheater kombinieren? Es kommt auf die Inszenierung an. Bei Jauch war es zu erleben.
Günther Jauch hat sich am Sonntagabend mit Aldi beschäftigt. Klar ist: Es haben wohl nicht nur die Mitarbeiter ein Problem in dem Konzern. Nur war das kein Thema.
Das Benzin ist zu teuer? Unsinn, sagt der Porsche-Fahrer in der Diskussion bei „Anne Will“: Autofahren ist heute auch nicht teurer als in den 70ern.
Günter Jauch redete gestern Abend über das Leben von Samuel Koch. So wie halt Medien über Schicksale reden: Gott gerät zur Randnotiz.
In der Sendung „Günther Jauch“, die an sich nicht schlecht war, wurde Günter Grass vom moralisch fragwürdigen, politisch rechthaberisch-blinden Verseschmied zum seriösen Leitartikler promoviert.
Ob Günther Jauch neuerdings einen Dramaturgen beschäftigt? Wir wissen es nicht. Auf jeden Fall hat er in seiner gestrigen Sendung „Gestresst – Arbeiten bis zum Umfallen“ ein Stilelement benutzt, das dem Zuschauer aus dem griechischen Theater bekannt sein könnte.
Jauchs Sendung zur Bundesversammlung war hoffentlich die Letzte zum Thema Bundespräsident. Es ist nicht mehr zu ertragen. Wir sollten Gauck nun arbeiten lassen.
War die deutsche Energiewende nach der Atomkatastrophe von Fukushima richtig? Über den Sündenfall Atomkraft lässt sich unter Gestrigen immer prächtig streiten.
„Hilfeschreie, die niemand hört - wer versagt beim Kinderschutz?“ So fragte gestern Abend Günther Jauch. Zum Glück erfuhren wir mehr als platte Schuldzuweisungen.
Am Sonntagabend erfuhr die Republik bei Maybrit Ilner und Günther Jauch, wie bei uns Präsidenten gemacht werden. Das erlebt man nicht jeden Tag.
Günther Jauchs Sondersendung zum Rücktritt des Bundespräsidenten plätscherte dahin wie ein Pool auf Ibiza. Bettina Wulffs einstiger Arbeitgeber Rossmann kritisierte die Medien, der „Bild“-Vertreter gab sich staatsmännisch.
Von Peter Hintze ist Christian Wulff gut beraten. Bei „Plasberg“ verteidigt er ihn so geschickt wie unverfroren. Die Debatte zeigt, wie Wulff die Medien zur systematischen Irreführung benutzt.
Bei Günther Jauch ging es abermals um Christian Wulff. Peter Hintze gibt seinen letzten Verteidiger. Hiltrud Schwetje, die ehemalige Frau des früheren Kanzlers Schröder, hält Wulffs Tage im Amt für gezählt.
Günther Jauch ließ über die Frage diskutieren, ob Auschwitz in Vergessenheit gerate. Der programmierte Konsens der Sendung half weder der Unterhaltung noch der Aufklärung.
Was kann und soll ein Inlandsgeheimdienst? Bei Günter Jauch konnte die Linke einen Punktsieg einfahren. Ist das Ende einer Institution des deutschen Sonderwegs gekommen? Und wer schützt uns künftig vor Extremisten?
Thomas Gottschalk ist im Ersten gelandet. Zunächst erklärt er einmal, was seine neue Sendung eigentlich soll. Und damit ist die Zeit schon fast rum. Dann kommt die Werbung.
„Wie viel ,Wulffen’ ist in Ordnung“, fragte Günther Jauch am Sonntagabend - doch statt Antworten zu liefern, versandete die Sendung in einer ziellosen Diskussion. Dabei hätte ein Blick auf die Flick-Affäre erstaunliche Parallelen zutage gefördert.
Auch Sandra Maischberger und ihrer Gäste diskutierten wieder über das Thema Wulff. Und verwiesen die Frage, warum die Debatte solange dauert, zurück an den Verantwortlichen.
Wenn Dicke schon die Kassen belasten, schlug Günther Jauch in seiner Sendung vor, könnten sie doch auch die Zeche zahlen. Die Fettsteuer will aber keiner.
Christian Wulff findet kaum noch Fürsprecher, es gibt in der von ihm geschaffenen Lage keine guten Argumente mehr. Das musste auch Bernhard Vogel bei Günther Jauch erfahren.
Die Sendung „Günter Jauch“ geriet für jene, die den Bundespräsidenten Christian Wulff verteidigen möchten, zum Desaster. Es wird höchste Zeit, dass er sich selbst erklärt.
„Geht’s jetzt auch mit Deutschland bergab?“, fragte Günther Jauch nach dem EU-Krisengipfel. Man muss es wohl befürchten, wenn der Oberlinke Lafontaine und der Neoliberale Sinn so oft einer Meinung sind.
Ob nicht er „Wetten, dass ..?“ übernehmen wolle, hatte ihn Thomas Gottschalk tags zuvor gefragt. Im RTL-Jahresrückblick hat Günther Jauch schließlich abgewunken. Und zeigte Fernsehen zum Abgewöhnen.
Günther Jauch diskutierte am Sonntag über die „Generation doof“. So doof wie der Titel es vermuten ließ, war die Sendung zum Glück nicht. Sie endete mit einer verklausulierten Einladung.
Wenig zimperlich: Günther Jauch hat mit dem Thema Alzheimer gezeigt, wie man das öffentliche Verdrängen beendet.
Günther Jauch hat am Sonntag die grundsätzliche Debatte über Rechtsterrorismus eröffnet. Die Mordserie, für die drei Täter aus Thüringen verantwortlich sein sollen, gibt dazu auch allen Anlass.
„Chaos-Tage in Athen – wer will die Griechen jetzt noch retten?“ Das fragte Günther Jauch. Es wäre besser, wenn die Europäer sich selbst retten würden. Das wurde am Sonntag Abend deutlich.
Eine Stunde amüsantes Lobbyistenkabarett bei Günther Jauch bleibt ohne Rendite. Zehn Minuten „Sendung mit der Maus“ enthielten mehr Gewinn als eine ganze Talkshow über Banken.
Im Fernsehen die „Borgia“, im Museum die Porträts, und alle, alle wollen das sehen. Ist das Mittelalter also endlich vorbei?
Statt eines Gesprächs nur Verlautbarung: Peer Steinbrück und Helmut Schmidt liefern im Sonntagstalk ein politisches Pas de deux, und Günther Jauch souffliert.
Aufschlussreiches Gelächter und unheimlicher Beifall: Helmut Schmidt und Peer Steinbrück sind zu Gast bei Günther Jauch und fast durchweg einer Meinung. Nur an einer einzigen Stelle widerspricht der Jüngere.