Sitzblockade vor Picassos „Guernica“
Die spanische Kunstbranche ächzt unter einer Mehrwertsteuer von 21 Prozent. Europäische Nachbarn machen es viel billiger. Jetzt formieren sich Künstler und Galeristen zu Sitzblockaden.
Die Weltlage fordert auch die Kunst heraus: Auf der Messe ARCO in Madrid ist politischer Aktivismus, den die Spanier nicht fürchten, allgegenwärtig. Ob sie international konkurrenzfähig bleibt, ist eine andere Frage.
El País (übersetzt: Das Land) ist die größte Tageszeitung Spaniens und erreicht eine tägliche Auflage von rund 369.000 Exemplaren (Stand 2011). Gemeinsam mit ABC und El Mundo gehört El Pais zu den drei großen nationalen Tageszeitungen in Spanien und druckt eine zusätzliche „weltweite“ Ausgabe, die vor allem auf den lateinamerikanischen Markt abzielt. Neben dem Hauptsitz der Zeitung in Madrid unterhält El País weitere regionale Büros in Barcelona, Valencia, Bilbao, Sevilla und Santiago de Compostela.
Die Geschichte von El País
Die erste Ausgabe von El País wurde am 4. Mai 1976 - sechs Monate nach dem Tod des Diktators Franco - gedruckt. Damit war das von José Ortega Spottorno und Carlos Mendo beim Medienkonzern PRISA entwickelte Blatt die erste Tageszeitung mit pro-demokratischer Ausrichtung und galt lange Jahre als „Bastion der Spanischen Demokratie“. Auch heute ist El País noch eher sozialdemokratisch und linksliberal orientiert.
El País Digital
Als eine der ersten Tageszeitungen weltweit bot El País bereits Mitte der 90er Jahre eine digitale Ausgabe an. Ein Versuch 2002, die digitalen Inhalte nur nach Bezahlung zugänglich zu machen, sorgte für einen so massiven Rückgang der Besucherzahlen auf der Website, dass die Entscheidung 2005 wieder aufgehoben wurde. Lediglich der Zugang zum Archiv und zu bestimmten Multimedia-Inhalten ist heute noch kostenpflichtig. An fünf Tagen pro Woche veröffentlicht El País Beilagen, darunter eine spanischsprachige Ausgabe der New York Times.
Die spanische Kunstbranche ächzt unter einer Mehrwertsteuer von 21 Prozent. Europäische Nachbarn machen es viel billiger. Jetzt formieren sich Künstler und Galeristen zu Sitzblockaden.
An diesem Montag reist die Führung der spanischen Bischofskonferenz zum Papst. Für den wird das Treffen zu einer Bewährungsprobe, die zeigen könnte, wie er gegen Missbrauch in der Kirche durchgreift.
Jahrelang soll der heutige Bischof von Cádiz einen Minderjährigen missbraucht haben. Zum ersten Mal ermittelt jetzt der Vatikan in einem solchen Fall in Spanien.
Ein Jahrhundert nach dem offenen Brief gegen Mussolini: Wissenschaftler, Philosophen, Schriftsteller und Künstler stellen sich gegen die Rückkehr des Faschismus. Der neue Brief im Wortlaut.
„El País“ entlässt überraschend Chefredakteurin Pepa Bueno. Hintergrund ist ein Machtkampf innerhalb des Prisa-Konzerns, der auch beim Sender Cadena Ser durchgreift. Dabei geht es auch um die Nähe zur Regierung.
Der pro-russische ehemalige ukrainische Abgeordnete Andrij Portnow ist am Mittwoch in Madrid erschossen worden. Zunächst gab es keine Hinweise auf einen politischen Hintergrund der Tat.
Als deutscher Fußball-Bundestrainer musste Hansi Flick vorzeitig gehen, beim FC Barcelona sorgt er vor dem Champions-League-Halbfinale für eine Revolution – und Erfolg. Das hat auch mit seiner speziellen Art zu tun.
Eine der großen Stimmen der lateinamerikanischen Literatur ist verstummt: Der peruanische Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa war Autor, Redner, Vermittler und halber Politiker, und in allen Rollen war er gut.
Seit 1984 galt er als verschollen, 2016 wurde Miguel Morales Molina für tot erklärt. Doch der Spanier hat noch gelebt – bis zu den schweren Unwettern im Herbst. Seine frühere Partnerin trauert offenbar nicht um ihn.
Es schien, als habe Karla Sofía Gascón mit dem Film „Emilia Pérez“ gute Chancen auf den Oscar. Doch auf einmal tauchten rassistische und islamfeindliche Tweets von ihr auf. Wird sie nun leer ausgehen?
Seit einem Vierteljahr ist der marokkanische König aus der Öffentlichkeit verschwunden. Wird bald sein junger Sohn den Thron besteigen?
Auf den Traumstart folgt ein grauer November: Vor dem Champions-League-Duell mit dem BVB hat der FC Barcelona Sorgen. Ist die Erwartungshaltung das Problem – oder ist Flicks Fußball schon entschlüsselt?
Der spanische Wetterdienst spricht von einem „historischen Unwetter“. In einigen Orten in der Region Valencia fiel so viel Regen wie sonst innerhalb eines Jahres. Die Suche nach Vermissten läuft.
In Spanien haben sich apokalyptische Szenen abgespielt: Menschen mussten sich schwimmend aus Autos retten, viele Anwohner waren in ihren Häusern eingeschlossen. Ganze Familien wurden in den Tod gerissen.
Vier Spieler unter den Top-Ten und das Team als Mannschaft des Jahre ausgezeichnet. Doch weil Vinicius Jr. nicht gewinnt, boykottiert Real Madrid die Ballon-d’Or-Vergabe. Das sorgt für Kritik.
Der erste Blick hinter die Kulissen der Macht im Madrider Moncloa-Palast sollte das Image Spaniens verbessern. Doch niemand wollte die umstrittene Serie kaufen. Man kann es verstehen.
Für kräftigere Frauen gebe es nicht genug anzuziehen, beklagt die Autorin Najat El Hachmi. Und für alte Menschen ist in der digitalen Welt kein Platz mehr, beklagen wir. Was fehlt? Menschenfreundlichkeit.
Die Universität von Salamanca veranstaltet eine Ausstellung mit einem Comic, der rein KI-generiert ist. Künstler und Grafiker protestieren. Sieht so die Zukunft der Kreativität aus?
Internationale Pressestimmen zur Lage der Ukraine und den von Frankreichs neuem Innenminister Retailleau angekündigten harten Kurs bei der Migration.
Auch die EU-Kommission hat keine Einwände gegen das spanische Veto. Doch Talgo fehlen die Produktionskapazitäten.
Die Sommerspiele in Paris sind Geschichte. Mit einer hollywoodreifen Abschlussfeier endet Olympia in Frankreichs Hauptstadt, nun wartet Los Angeles. Die internationalen Medien finden entsprechende Worte.
Wegen schlechter Ernten wird Olivenöl auch in Deutschland immer teurer. Um Geld zu sparen, raten Experten zu günstigeren Alternativen. Doch es gibt Hoffnung auf bessere Erträge.
Lewis Hamilton gewinnt zum neunten Mal den Großen Preis von Silverstone. Kein anderer Fahrer kann so viele Siege auf einer Strecke vorweisen. Die internationale Presse würdigt die Leistung des Briten.
Die Besatzung hat einen Notruf abgesetzt, als Wasser in ihr Boot eindrang. Laut spanischen Medien ist es nicht das erste Mal, dass Schwertwale nahe der Iberischen Halbinsel ein Boot rammen.
Nach 47 Jahren hört Fernando Savater bei „El País“ auf. Die Chefredaktion hat ihm seine Kolumne entzogen. Im Hintergrund geht es um die Haltung zum Separatismus.
Mindestens zehn Tote und 15 Verletzte lautet die traurige Bilanz des Großbrandes in Valencia. Aber auch das Ausmaß der Feuersbrunst in einem modernen Gebäude macht fassungslos.
Die Dauerkrise in Deutschland macht auch den Spaniern sorgen – nicht nur wegen der Wirtschaftsbeziehungen. Den Aufstieg der AfD und die Frage der Brandmauer verfolgen sie mit Interesse.
Das Angebot der Altmeisterauktionen bei Christie’s und Sotheby’s in New York beweist: Wahre Kennerschaft bleibt immer aktuell. Dafür steht auch Claudia Quentins phänomenale Statuettenkollektion.
Einer der wenigen kosmopolitischen Schriftsteller der Gegenwart zieht sich zurück: Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa gibt seine Kolumne in „El País“ auf und will keinen Roman mehr schreiben.
Die Bischöfe Spaniens haben sich mit der Anwaltskanzlei überworfen, die in ihrem Auftrag Missbrauch untersucht. Sie behaupten, deren Fallzahlen seien zu hoch.
Spanien ist propalästinensich wie kaum ein anderes europäisches Land. Besonders die Linke und die Presse äußern sich antisemitisch. Kritik gibt es dafür nicht.
Am Samstagabend wurde ein Flug von Vigo im Nordwesten Spaniens in die Hauptstadt Madrid ersatzlos gestrichen. Viele Passagiere wurden „ihrem Schicksal überlassen“. Der Grund sorgt für noch mehr Ärger.
Ein 14 Jahre alter Schüler soll mitten im Unterricht mit zwei Messern auf Lehrer und Klassenkameraden losgegangen sein. Mindestens fünf Menschen wurden verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen.
In der spanischen Nationalelf ist der Wandel nach dem Eklat um Luis Rubiales bereits zu erkennen. In der Liga streiken derweil die Spielerinnen. Die neue Wirklichkeit ist auch eine Frage des Geldes.
Der Chef des spanischen Fußballverbands steht weiter in der Kritik, weil er nach dem WM-Finale von einer Spielerin einen Kuss auf den Mund erzwungen hat. Die Vizeregierungschefin wird besonders deutlich.
Im Alter von elf Jahren veröffentlichte er seinen ersten Cartoon – und arbeitete später doch zunächst für eine Bank. Francisco Ibáñez, mit seinen Agenten-Comics berühmt geworden, ist mit 87 Jahren gestorben.