Haus und Streit am See
Vom Naherholungsgebiet zum Randaliererbiotop: Eine bayerische Kleinstadt will testweise Jugend ohne Benehmen in der bevorzugten Wohnlage die Nacht durchfeiern lassen.
Vom Naherholungsgebiet zum Randaliererbiotop: Eine bayerische Kleinstadt will testweise Jugend ohne Benehmen in der bevorzugten Wohnlage die Nacht durchfeiern lassen.
Fünfmal „Sehr gut mit Sternchen“, um nicht zu sagen: exzellent. Diese fünf Räder für die Reise mit Sack und Pack rollen alle in der obersten Liga - preislich ebenso wie qualitativ. Unter ihnen einen „Testsieger“ küren zu wollen, wäre schlicht Unsinn.
Viele Hochzeiten, noch viel mehr Todesfälle: Eine gemeinsame Landesausstellung widmet sich an drei Orten dem wechselvollen Verhältnis der Nachbarländer Bayern und Österreich.
An diesem Sonntag wird in Serbien ein neuer Präsident gewählt. Tomislav Nikolić fordert Präsident Tadić heraus. Mit der F.A.Z. spricht er über seine Vergangenheit als Tschetnik-Führer im Kroatienkrieg und seine Wandlung zum EU-Befürworter.
Ein früherer Vertrauter des langjährigen libyschen Machthabers Gaddafi ist unter mysteriösen Umständen im Wiener Exil ums Leben gekommen. Nach Angaben der österreichischen Polizei ist Shukri Ghanem, der einige Jahre Regierungschef und das Ölgeschäft leitete, in der Donau ertrunken.
Einsames Kind, Radsportler, DDR-Flüchtling, Matrose, Jäger und Tierfilmer: Andreas Kieling hat ein abenteuerliches Leben. Er ist nur zwei Monate im Jahr daheim.
Die ARD hat schon jetzt den falschesten Film des Jahres im Programm. An den „Schatten, die dich holen“ interessiert nur, was alles nicht stimmt: Wien, zum Beispiel.
Im Jahr 235 nach Christus zogen die Römer bei Kalefeld in die Schlacht. Doch woher kamen sie auf dem Zug gen Germanien? Neue Waffenfunde geben darüber Auskunft.
Auf dem anspruchsvollen Weg zur perfekten Mittelklasse ist Audi gut unterwegs. Das belegt der neue A6 auch mit dem schwächsten Diesel in seiner Modellfamilie. Aber er zeigt, dass der Fortschritt immer teurer wird.
Von München nach Venedig, immer der Donau entlang oder über Pässe und Gletscher: Fernwanderwege und 24-Stunden-Touren sind beliebter als je zuvor. Allein von der Isar an die Adria sind jedes Jahr rund 500 Wanderer unterwegs.
Als Bildhauer habe man es nicht leicht, erklärte mir Andreja. Skulpturen seien schwer und unhandlich, in den Museen und Galerien hauptsächlich Bilder ausgestellt - und er habe es noch schwerer, weil er mit traditionellen Materialien arbeite, Holz, Stein, Marmor.
Bundeskanzlerin Merkel erwarten in Belgrad schwierige Gespräche über den Konflikt im Kosovo und einen EU-Beitritt Serbiens.
Gestern noch war vom „Sterben der Stadtwerke“ die Rede, heute sind sie wieder obenauf. Ein Wunder? Es ist nicht das einzige, das die Energiewende bewirken soll. Zum Beispiel in Ulm und Neu-Ulm.
Die Allianz der Dichtung mit dem Wasser reicht weit zurück. Undenkbar die Argonauten oder Odysseus ohne das flüssige Element, vom Wasser haben die Figuren in Ovids Metamorphosen ihren Verwandlungsreichtum gelernt, Legion die Lobreden ...
Vukovar und Bac trennt die Donau. Bis zum Beginn der jugoslawischen Kriege verband eine Fähre die Städte. Erst seit November können die Menschen wieder hin- und herfahren.
Natürlich sind Jugendalkoholismus und Vandalentum keine beliebten Errungenschaft kleiner, feiner Städte in Westdeutschland - aber es gibt sie, man muss damit fertig werden, die entsprechenden Täter aus den schlechten Vierteln strengstens bestrafen, und die Gefallenen besserer Kreise vor dem zusätzlichen, üblen Gerede schützen. Und somit stellt sich auch die Frage, ob bei all dem Schaden nicht auch ein Nutzen durch ein neues Berufsbild entsteht.
Früher war man allgemein recht froh, den niederen Schichten und ihren ärmlichen Gebräuchen entronnen zu sein. Heute ist man dagegen gern bereit, für Scheinauthentizität ein paar Euro mehr auszugeben, auch wenn das die Volksbelustigungen nicht erhält, sondern umbringt, und nicht mehr als eine Maskerade übrig lässt.
Mitunter wird hier in diesem Salon die Frage gestellt, warum nur die Westviertel und das Bürgertum Thema sind, nicht aber der Adel. Meines Erachtens liegt es daran, dass die Emanzipation des Bürgertums gegen den Adel gerichtet war, und hier bis heute heftige Gegensätze existieren. Freundlicherweise hat sich nun Herr Mixa bereitgefunden, in einem Experiment und in der Rolle eines Kirchenfürsten vollumfänglich die Reaktion der Bürger auf adliges Benehmen herauszufordern. Das Ergebnis, denke ich, gibt nmir recht.
Nachdem dieses Blogprojekt ein gutes Jahr besteht und hinreichend Einblicke gegeben hat, kann man wohl einiges als Grundlage der höheren Kreise ausschliessen: Moral etwa, Anstand sicher auch, Religion funktioniert schon lange nicht mehr, und auch die politische Bindung endet bei der Neuregulierung der Grunderwerbssteuer. Alles löst sich auf, alles bröckelt und bekommt Risse, doch eine allgemein verbindliche Grundlage zumindest ist bis zu meiner Generation unverrückbar unter Möbeln und Füssen: Der Perserteppich. Schlimm, dass auch das zu Ende geht.
Früher wurde man geboren und getauft, ging in die Kirche, glaubte das einzig Richtige und machte bei der richtigen Partei das Kreuz, die das Richtige für die Kirche machte, zeugte Kinder und starb in der Hoffnung, in den Himmel zu kommen. Wenn die junge Union heute Klage erhebt, dass dies nicht mehr so sei, die Wähler anderswo ihr Kreuzerl machten, und man sich als Partei nach einem schlimmen Wahlergebnis mit neuen christlich-konservativen Werten wappnen müsste, ist das natürlich ihr gutes Recht. Trotzdem würde ich in aller Freundschaft raten wollen, sich mal ein wenig bei der eigenen Kernzielgruppe umzuschauen und zu verstehen, warum es heute nicht mehr so ist, wie es früher einmal war. Denn: Gwies is nix, sagt der Bayer.
Man kann nicht immer nur gewinnen bei jenem Roulettespiel, das da Globalisierung genannt wird. Heute noch spottet man über das Schicksal der Opels und Chryslers dieser Welt, und morgen zieht einem deren Finanzierer das nächste Sakko aus. Natürlich ist man froh, wenn man insgesamt als Sieger aus dem Krieg um Geld und Vermögen hervorgeht, aber in solchen Momenten erfährt man, dass dabei für jeden schmerzliche Verluste hinzunehmen sind. Mal verliert man den Schneider, mal die Amerikaner ihr Vermögen, und Chinesen wechseln vom Ausbeuter, der unter Qualitätsdruck steht, zum letzten Schinder, dem das alles egal ist. Immerhin, man denkt nach. Das ist auch schon was.
Momentan erinnert man sich wieder ungern an die Pleite der Lehman-Bank im fernen Neu-Yorck; zur Erkenntnis jedoch, dass jedem Geldgeschäft auch der Betrug innewohnen kann, gereichen auch andere Beispiele ganz vorzüglich. Das Lehman meiner Heimatstadt liegt glücklicherweise schon 26 Jahre zurück, und beweist damit auch nur, dass sich die Namen, nicht aber die Wesenheiten aller Geldtransaktionen ändern. Aber auch schlechte Investitionen, so hoffe ich zumindest, zeitigen gute Geschichten - das war schon beim 30-jährigen Krieg so, warum sollte es beim Finanzkapital anders sein.