Älter als Ötzi
Archäologen haben in Niederbayern ein Skelett aus der Jungsteinzeit ausgegraben – ein spektakulärer Fund. Der Tote war Linkshänder, wohl ein sehr geschickter Jäger und eine Art frühes Dorfoberhaupt.
Heilpilze sollen gegen Erschöpfung, Erkältung und sogar schlimme Krankheiten helfen. Für Anbieter ist das ein gutes Geschäft. Was ist daran seriös – und was bloß esoterische Spinnerei?
Archäologen haben in Niederbayern ein Skelett aus der Jungsteinzeit ausgegraben – ein spektakulärer Fund. Der Tote war Linkshänder, wohl ein sehr geschickter Jäger und eine Art frühes Dorfoberhaupt.
Silke Vry ist bei den F.A.Z.-Sonntagsgeschichten zu Gast. Spannend und anschaulich bringt die Autorin jungen Lesern Wissenschaft und Archäologie näher.
Seit zwei Monaten ist das Satiremagazin aus Frankfurt zahlungsunfähig, Redakteure und Autoren warten auf ihr Geld. 5000 Abonnements müssen her, sonst droht das Aus. Eine Rettungsaktion beginnt.
Wir klären, warum die Ampelkoalition schon wieder in einer Beziehungskrise steckt, was das Ausscheiden von Dietmar Bartsch für die Linke bedeutet – und warum der Ötzi vermutlich eine Glatze hatte. Alles Wichtige im F.A.Z.-Newsletter.
Seine Vorfahren kamen aus dem heutigen Anatolien, und er hatte das Glatzen-Gen: Forscher finden neue Einzelheiten in der DNA des Ötzi.
Vor 30 Jahren stolperte ein Ehepaar über den Mann im Eis. Die Mumie entpuppte sich als archäologische Sensation – seitdem wird sie auch kommerziell ausgeschlachtet.
In Südtirol soll ein neues archäologisches Museum gebaut werden. Ob die berühmte Mumie aus dem Eis dort abgelegt wird, ist fraglich. Das sorgt für Streit.
Vom Alter her kann sie es möglicherweise fast mit „Ötzi“ aufnehmen: In der Uckermark wurde ein Frauenskelett entdeckt, das 4500 Jahre alt sein soll.
Ob in den Alpen oder Norwegens Bergen: Im Klimawandel kommen Relikte der Vergangenheit aus dem ewigen Eis zum Vorschein - zum Nutzen unserer Phantasie.
Das Feuerzeug des Mannes liegt im Wald. Ein besonderer Pilz, der zur jungsteinzeitlichen Outdoor-Ausrüstung zählte.
Wissenschaftler haben schon viel über Ötzi herausgefunden – von der Blutgruppe bis zur Tatsache, dass er Karies hatte. Jetzt ist es Archäologen gelungen, noch ein weiteres Geheimnis zu lüften.
Die Bevölkerung ist durchtätowiert, vom Rocker-Image der Vergangenheit ist wenig übrig. Die Tattoostudios können den Ansturm jedoch kaum bewältigen: Die Wartezeiten sind lang und Tattoos werden teurer.
Bis Plastik zu dem Material wurde, das es heute ist, vergingen viele Hunderte Jahre. Der erste Entdecker kunststoffartigen Materials war Ötzi. Und auch die Billardkugel lieferte einen wichtigen Beitrag.
Ötzi ist so gut untersucht wie kaum ein Mordopfer der Neuzeit. Nun haben Forscher den Mageninhalt analysiert – und schließen damit auf die Ernährung der Menschen vor 5300 Jahren.
Im ARD-Krimi „Wolfsland“ werden Mordsgeschichten aufgerollt. Erst taucht eine historische Leiche auf, dann eine aus der jüngsten Vergangenheit. Die Kommissare brauchen viel Schnaps, um den Fall zu lösen.
Wo wurde Ötzis Beil geschmiedet? Von Minen aus der Toskana stammt zumindest das Kupfer. Archäologen sind vergessenen Handelswegen auf der Spur.
Tirol will sich für die Olympischen Winterspiele 2026 mit Innsbruck als Zentrum bewerben. Zuvor gibt es allerdings eine Volksbefragung. Doch schon die Fragestellung sorgt für einigen Unmut.
Vor 25 Jahren fanden zwei deutsche Wanderer am Tisenjoch eine unbekannte Gletschermumie Heute zählt der „Mann vom Similaun“ zu den am besten untersuchten Toten. Doch längst ist nicht alles erforscht.
Für den Sender 3Sat soll ich in Deutschland auf Reisen gehen und erkunden, „wie aus Kultur Heimat wird“. Erlebt habe ich, dass Menschen beides schaffen, in allen Teilen des Landes.
Wie waren die Kleider und die Requisiten der italienisch-österreichischen Gletschermumie einst beschaffen? Genanalysen liefern neue Erkenntnisse.
Die Sonne förderte sie zu Tage: Vor rund einem Jahr hat die Eisschmelze am Matterhorngletscher die Überreste zweier Alpinisten freigelegt. Nun weiß man, wer sie waren – und wie lange sie dort schon lagen.
Schon in der Eiszeit wurde Werkzeug über große Distanzen hinweg transportiert. Vor allem Untersuchungen an der Gletschermumie Ötzi sorgten für Überraschungen.
In Österreich leben noch ferne Verwandte des Gletschermanns „Ötzi“. Forscher gehen davon aus, dass auch im Schweizer Engadin und im Südtiroler Vinschgau weitere Verwandte leben könnten.
Zahnärzte hätten schon in der Jungsteinzeit gut zu tun gehabt: Karies und Parodontitis jedenfalls gab es bereits vor mehr als 5000 Jahren, wie Untersuchungen der Gletschermumie „Ötzi“ zeigen.
Schuhleder muss nicht nur Nässe, Schmutz und UV-Licht vertragen, es wird auch ständig geknickt und gewalkt, gedehnt, gestaucht und zerkratzt.
Es gibt neue Erkenntnisse über die Gletschermumie Ötzi: Wir wissen nun, was er gegessen hat und dass er Gallensteine hatte. Auch woran er gestorben wäre, wenn er nicht getötet worden wäre, ist klar.
sgr. BERLIN, 20. September. Unter den Bergführern kannte ihn jeder, schon vor den Neunzigern, als er noch nicht an der Spitze der Internationalen Vereinigung der Bergführerverbände stand und noch nicht weithin bekannt geworden war ...
Am 19. September vor zwanzig Jahren fand das Ehepaar Simon auf einer Wandertour zufällig die Jahrtausende alte Leiche des Ötzi. Erika Simon über ihre Entdeckung.
FRAGE: Frau Simon, am 19. September 1991 haben Sie und Ihr Mann in den Ötztaler Alpen einen ganz besonderen Fund gemacht. Erinnern Sie sich noch an diesen Moment?ANTWORT: Ja, freilich! Es war ein wahnsinnig heißer Sommer.
Das Fenster ist nicht gerade groß, das Glas stolze acht Zentimeter stark. Und doch kommen jährlich Hunderttausende, die einmal eine der berühmtesten Mumien der Welt in Augenschein nehmen wollen. Andächtig schweigend begegnen sie ...
Im Jahr 20 nach seiner Entdeckung und mehr als 5300 nach seinem Tod steht der prominenteste aller Südtiroler wieder im Rampenlicht: Ötzi - Steinzeitmann und King of Pop unter den Feuchtmumien dieser Welt.
Die Autonome Provinz Bozen meldete deshalb Eigentumsansprüche an, und so wurde Ötzi 1998 über den Brenner transportiert, in einem Kühlwagen und unter Polizeischutz; österreichische Nationalisten hatten mit Anschlägen gegen die Mumie gedroht.
Museum Das Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen (Museumstraße 43) hat ganzjährig geöffnet, jeweils Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17.30 Uhr, im August und Dezember zusätzlich auch montags. Der Eintritt für Erwachsene beträgt neun Euro, für Kinder sieben Euro.
Wir befinden uns im Jahr 20, das kleine Dorf liegt friedlich am Waldrand, umgeben von steilen Bergen, deren Gipfel in den Wolken verschwinden. Auf einer Wiese fläzen sich Auerochsen mit gewaltigen Hörnern, dazu Bergziegen und Wollhaarschweine.