Das düpierte Gremium
Die STIKO ändert ihre Impfempfehlung für Kinder ab zwölf Jahren – wegen neuer Daten, nicht für die Politik. Die hatte das Expertengremium wochenlang schlechtgeredet.
Die STIKO ändert ihre Impfempfehlung für Kinder ab zwölf Jahren – wegen neuer Daten, nicht für die Politik. Die hatte das Expertengremium wochenlang schlechtgeredet.
Die Ständige Impfkommission spricht sich nun doch für Corona-Impfungen für alle Kinder ab zwölf Jahren und Jugendliche aus. Nach gegenwärtigem Wissensstand überwögen die Vorteile das Risiko sehr seltener Nebenwirkungen.
Impfunwillige fügen den Schülern Schaden zu. Das muss die Politik ihnen klarmachen. Und für mehr Entscheidungsspielräume in den Schulen sorgen.
Covid-19-Symptome halten bei Kindern in der Regel eine knappe Woche lang an. Eine britische Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die meisten nach rund sechs Tagen wieder gesund sind. Long-Covid tritt demnach nur selten auf.
Die Politik will nun auch Jugendliche impfen. Doch die STIKO ziert sich noch mit einer Empfehlung – zurecht, wenn sie ihre Autorität nicht leichtfertig aufs Spiel setzen möchte.
Die Entscheidung der Gesundheitsminister, das Impfangebot für Kinder und Jugendliche auszuweiten, empört Ärzteverbände und brüskiert die Ständige Impfkommission. Andere Länder wie die USA sind nicht so zögerlich.
Bund und Länder beraten zum Schulstart über Impfungen für Jugendliche. Laschet besucht abermals Hochwassergebiete. Und Ringerin Aline Rotter-Focken kämpft in Tokio um Gold.
Das Impftempo hat deutlich nachgelassen, führende Virologen sind deshalb besorgt im Blick auf die sich ausbreitende Delta-Variante des Corona-Virus. Ein falsches Sicherheitsgefühl führt zu Impfmüdigkeit.
Das Robert-Koch-Institut ruft in einem Strategiepapier dazu auf, sich auf steigende Corona-Zahlen im Herbst vorzubereiten. Derweil beschäftigt sich eine britische Studie mit der Wirksamkeit der Impfstoffe gegen die Delta-Variante.
Endlich Zeugnisse und Sommerferien! Es war kein leichtes Schuljahr. Covid-19 hat seine Spuren auch bei denen hinterlassen, die bisher nicht direkt daran erkrankt sind.
Politiker kritisieren die Orientierung an Inzidenzen. Das Robert Koch-Institut will künftig stärker auf andere Werte blicken – und Krankenhäuser müssen mehr Daten melden.
In den Niederlanden schnellen die Infektionswerte nach oben. Die Regierung muss schon wieder den Kurs ändern – nachdem sie erst Ende Juni enthusiastisch alle Beschränkungen aufgehoben hatte.
Der Arzt Itai Pessach hat den ersten Corona-Patienten in Israel betreut. Im Interview spricht er über die aus seiner Sicht bevorstehende vierte Welle in dem Land, seine Beobachtungen zu Long Covid bei Jugendlichen und den langen Weg zu einer Herdenimmunität.
Die Impfung sollte jetzt überall Thema sein, finden zwei Kinderärzte – sogar in Schulen. Im Interview warnen sie vor den Gefahren der Delta-Variante auch für junge Patienten.
Der Mediziner Nikolaus Haas meint, Kinder zu impfen sei nicht nötig. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht das anders – und warnt vor einem weiteren „Katastrophenschuljahr“. Ein Streitgespräch.
Alpha, Delta und kein Ende: Die Pandemie bringt immer noch bedrohlichere Coronaviren hervor. Trotzdem hält sich ein gefährlicher Mythos: Ist doch „nur“ eine „kleine“ Grippe. Was falsch daran ist.
Die Fußball-EM geht ohne Deutschland weiter, die neuen Arbeitsmarktzahlen könnten erfreulich werden und Donald Trump reist nach Texas an die mexikanische Grenze. Was sonst noch wichtig wird, steht im F.A.Z.-Newsletter.
Eine „kleine“ Grippe oder „nur“ wie eine Grippe: Wer so über die Corona-Pandemie spricht, verharmlost beides.Tatsächlich ist Covid-19 in vielerlei Hinsicht anders als Influenza – und gefährlicher. Das lässt sich mit neuen Studien gut belegen.
Stefan Monkowski ist Hausarzt. Er impft Menschen gegen Covid-19 und würde gern noch mehr helfen. Doch ihm schlägt immer öfter Empörung entgegen. Und das nicht nur, wenn den Patienten der Impfstoff nicht passt.
Die Entscheidung der STIKO gegen eine allgemeine Impfempfehlung für Kinder, hat für Unsicherheit gesorgt. Im Kern heißt sie: Wer geringe Risiken in Kauf nimmt, darf und kann seine Kinder gegen Covid impfen lassen.
Sollten Eltern ihre Kinder gegen Covid-19 impfen lassen? Politik und Experten streiten. Eine Abwägung.
Eine Corona-Infektion wirkt sich auch auf das Nervensystem aus: Was Neuro-Covid so gefährlich macht und warum ein altbekanntes Blutwäsche-Verfahren helfen könnte.
Kopfschmerzen, Atemnot, neurologische Ausfälle: Wer an den Spätfolgen einer Covid-Erkrankung leidet, findet oft nicht ins „alte Leben“ zurück. Hunderttausende könnten betroffen sein.
Der Medizinprofessor David Martin rät Eltern zur Entspannung, wenn es um die Corona-Impfung für die Kinder geht. Der Politik wirft er bei dem Thema Faktenverzerrung vor.
Auch viele Sportler sind an Corona erkrankt. Eine Expertin erklärt, wie man wieder ins Training einsteigt, warum Vorsicht auch bei milden Verläufen geboten ist und welche Probleme auf den Breitensport zukommen.
In der allgemeinen Öffnungsfreude denkt niemand an die Kinder. Sie haben keine Perspektive – weder auf eine Impfung noch auf die Rückkehr zur Normalität. Das ist gefährlich. Ein Aufschrei.
Depressionen, Angststörungen, Suchterkrankungen – viele Menschen leiden psychisch stark unter der Corona-Pandemie. Doch Therapieplätze sind knapp. Ärzte und Therapeuten befürchten: Das Schlimmste kommt erst noch.
Die EU-Kommission will sich künftig nicht mehr nur auf Impfstoffe verlassen, sondern auch mit Medikamenten Corona bekämpfen. Doch das dauert wohl noch etwas.
Nach einer Sars-CoV-2-Infektion leiden viele noch Monate später. Auch jene, die nicht schwer krank waren. Ihre Konzentration leidet, sie sind erschöpft, können nicht frei atmen. Was weiß man inzwischen darüber, wie ihnen geholfen werden kann?
Der Direktor der Essener Uni-Klinik für Neurologie Christoph Kleinschnitz und sein Team haben bereits erste Daten von rund 100 Patientinnen und Patienten im Alter zwischen 20 und 95 Jahren auswertet, die an Covid-19 erkrankt waren.
„Herausforderung“ heißt übersetzt das Menschenexperiment, mit dem es in England bald weitergehen soll. Junge Leute lassen sich Sars-CoV-2 spritzen. Wer will da wem was beweisen?
Mit Verspätung zum Handeln gezwungen: Bei der Pandemiebekämpfung muss politisch über die „Notbremse“ hinaus gedacht werden. Niedrige Fallzahlen und der Impffortschritt sind das Maß der Dinge. Ein Gastbeitrag.