Was die Gene über Genies und Massenmörder verraten
Das Erbmaterial, ein historischer Schatz: Warum Forscher unbedingt in der DNA von den Leonardos, Hitlers und Beethovens dieser Welt lesen wollen.
In der Jungsteinzeit war Birkenpech Kleber und Knetmasse. Die DNA darin verrät Details aus dem Leben unserer Vorfahren.
Das Erbmaterial, ein historischer Schatz: Warum Forscher unbedingt in der DNA von den Leonardos, Hitlers und Beethovens dieser Welt lesen wollen.
James Watson, Mitentdecker der DNA-Doppelhelix, ist gestorben. Der umstrittene Nobelpreisträger prägte die Wissenschaft – und sorgte für hitzige Debatten.
Der „Drachen-Mann“ ist eines der bedeutendsten Gesichter der asiatischen Menschheitsgeschichte. Chinesische Forscher haben den Schädel des rätselhaften Neandertaler-Verwandten nun mit spektakulären Methoden identifiziert.
Bayern und Baden-Württemberg wollen die Herkunft von Tätern mit DNA-Spuren bestimmen. Das sorgt für Kritik. Im Interview verteidigt der Molekularbiologe Manfred Kayser die Idee.
Erstmals ist ein Kind mit einer lebensbedrohlichen Erbkrankheit durch eine präzise Gentherapie behandelt worden. Der kleine „KJ“ muss bis zur Heilung aber noch hoffen.
Seit Jahren träumen Forscher davon, Leben im Labor herzustellen. Nun hat der Amerikaner Jef Boeke lebensfähige Hefezellen mit künstlich hergestellten Chromosomen erschaffen.
Männer eines Keltenvolks in Britannien zogen nach der Hochzeit zur Familie ihrer Frau. Die Praxis könnte auf der Insel weiter verbreitet gewesen sein – und Frauen den Zugang auch zu politischer Macht ermöglicht haben.
Eine kleine Gruppe Einwanderer aus Afrika machte vor etwas mehr als 50.000 Jahren womöglich die Vorfahren aller Europäer und Asiaten aus. Wie der Neandertaler danach unser biologisches Erbe mitprägte, haben Archäogenetiker nun herausgefunden.
Vor 50 Jahren wurde vom Arecibo-Radioteleskop auf Puerto Rico zum ersten Mal ein Funksignal an Außerirdische abgeschickt. Ist so was denn sinnvoll? Gar gefährlich?
Die Steuerung von Genen mit sogenannten epigenetischen Editoren kommt voran: Eine neue Studie lässt auf einen Weg zu neuen Therapien hoffen.
Wie die Deutsche Schabe von Asien aus die Welt eroberte und der Mensch den Lästling zu „verwöhnen“ begann. Eine internationales Forscherteam hat den Verbreitungsweg des Insekts anhand von DNA-Analysen rekonstruiert.
Große Wissenschaftler sind manchmal auch Wandervögel. Was treibt sie an? Ein Treffen mit dem 92 Jahre alten Nobelpreisträger und Genpionier Walter Gilbert in Lindau. Er ist heute Fotokünstler.
Größere Veränderungen des genetischen Codes vorzunehmen, ist bisher kaum möglich. Nun präsentieren zwei Forschergruppen einen Durchbruch.
Impfgegner nutzen gefälschte Warnschreiben zu Covid-Impfstoffen, um für Verunsicherung zu sorgen. Der Mitteldeutsche Rundfunk nahm einen Beitrag über angebliche Verunreinigungen vom Netz.
Seelische Zerstörungen durch Katastrophen können noch die Nachfahren psychisch belasten. Wie genau sie vererbt werden, das wollen Epigenetiker herausfinden.
Endlich ist es gelungen, das vor Wiederholungen strotzende männliche Geschlechtschromosom zu entschlüsseln. Ihre Funktionen werden nun erforscht.
Biologen können aus Proben zur Bestimmung der Luftqualität Erbgut filtern. Damit lassen sich schnell und einfach Arten bestimmen. Doch es gibt unvorhergesehene Hürden.
Mit moderner Gentechnik veränderte Pflanzen können helfen, Forst- und Landwirtschaft nachhaltiger zu machen. Die EU überlegt nun, die Regeln für den Anbau zu lockern.
Wenn Forscher in den Proben aus Ökosystemen das darin enthaltene Erbgut analysieren, um etwa Tierpopulationen zu untersuchen, gibt es oft menschlichen „Beifang“. Dies kann zu ethisch heiklen Fragen führen.
Zum ersten Mal ist es gelungen, menschliches Genmaterial an einem archäologischen Artefakt zu identifizieren. Doch die neuen Möglichkeiten werden den Archäologen das Leben nicht nur leichter machen.
Bei schweren Atemwegsinfektionen ist es wichtig, Erreger möglichst schnell festzustellen. Forscher entwickeln eine Methode, die binnen Minuten Viren unterscheiden soll.
Einst lebten Hasen und Mammuts, Birken und Korallen im Norden Grönlands, wie uraltes Erbgut offenbart. Mit diesen Genen wollen Forscher sogar dem rasanten Artenschwund etwas entgegensetzen.
Forscher untersuchen die Zusammenhängen von mikrobiellen Substanzen, Darmentzündungen und der Entstehung von Tumoren.
Im Verlauf der Evolution haben Farne erstaunlich viel Erbmaterial angesammelt. Forscher entschlüsseln diese Informationen jetzt – und finden auch Bakterien als Quelle.
Im Mittelalter waren Walrosszähne aus dem Norden wegen des Elfenbeins ein Exportschlager. Das belegen auch archäologische Funde in Kiew.
Kalifornische Stabheuschrecken vermehren sich per Jungfernzeugung. Für die genetische Vielfalt ist das schlecht. Warum verzichten diese Insekten trotzdem auf eine Paarung?
Der Zufall regiert die Natur, lautet ein Dogma der Biologie. Deutsche Pflanzengenetiker haben nun gezeigt, dass sich Mutationen eben nicht so ungesteuert im Erbgut anhäufen, sondern der Organismus einige Gene gezielt schützt.
Wer im Zoo atmet, inhaliert fortwährend Tier-DNA, das haben zwei Forschergruppen nachgewiesen. Biologen freut das. Andere mag das vielleicht eher verstören.
Europa wurde schon früh durch Einwanderer aus Anatolien und der Schnurkeramik-Kultur biologisch bereichert. Neue Gendaten aus Zähnen und Knochen dokumentieren, welche Rolle Steppenbewohner aus dem Osten spielten.
Krokodile wurden im alten Ägypten wie andere Tiere hoch verehrt. Sie wurden einbalsamiert und für die Ewigkeit konserviert. Trotzdem hätte man dort nicht als Panzerechse zu Welt kommen wollen.
Bleibt der Kinderwunsch unerfüllt, können DNA-Schäden in den Spermien die Ursache sein. Mit einem Test lassen sich solche Defekte nachweisen – und die Informationen könnten manchen Paaren doch noch zum Nachwuchs verhelfen.
Mehr als eine Million Jahre lagen Mammut-Zähne im Permafrost. Trotzdem geben sie noch Erbinformationen preis. Sie liefern einen neuen Rekord der Paläogenetik und enthüllen ein Geheimnis der amerikanischen Prärie.
Im Erbgut von Tieren und Pflanzen stecken viele Informationen, die für ihr Überleben nützlich sein können. Bio-Initiativen forcieren neue Projekte zum Erhalt der biologischen Vielfalt.
Der diesjährige Chemie-Nobelpreis für die Entwicklung der Gen-Schere markiert einen historischen Schnitt: Der Griff ins Erbgut wird Routine. Das weckt Hoffnungen und Erinnerungen. Einige davon sind zwiespältig.
Die Französin und die Amerikanerin haben die Genschere Crispr-Cas9 entwickelt: Ihre Forschung könne den Traum von der Heilung vererbter Krankheiten wahr werden lassen, teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit.
Mehr als die Hälfte der Totgeburten galt bisher als unerklärlich. Amerikanische Forscher haben im Erbgut der Kinder Auslöser für das abrupte Ende einer Schwangerschaft entdeckt.