Der Steckbaukasten für Nanomaschinen
Mit DNA-Origami und molekularer Selbsterkennung kreieren Münchner Forscher Motoren, Greifer und Hampelmänner. Und es geht noch komplexer.
Mit DNA-Origami und molekularer Selbsterkennung kreieren Münchner Forscher Motoren, Greifer und Hampelmänner. Und es geht noch komplexer.
Dank moderner Genanalysen wissen wir heute, woher die Europäer eigentlich kommen. Sie waren alle Einwanderer. Unsere Völker sind das Ergebnis mehrerer Migrationen und ständiger Anpassung.
Kann man die Gene von Menschen verändern, damit sie wieder gesund werden? Jahrzehnte lang wurde spekuliert und probiert, jetzt könnte der Durchbruch der Gentherapie geschafft sein. Vorerst allerdings braucht es noch Geduld.
Nach der Befruchtung werden die väterlichen Mitochondrien sofort entsorgt. Das schützt den Embryo – und hilft Forensikern bei der Suche nach vermissten Frauen.
Anonyme Samenspende war einmal: Gentests machen es immer einfacher, ihre biologischen Eltern und Betrüger zu enttarnen. Das macht vor allem jungen Spendern Angst.
Die Auswertung von Daten Hunderttausender Menschen zeigt vielfältige Verbindungen zwischen ihren Genen und ihrer Lebenszufriedenheit. Wie ist sie zu interpretieren?
Wer würde nicht gerne auf einem Mammut reiten oder Dinosaurier streicheln? Forscher wollen diese und andere ausgestorbenen Spezies wiederauferstehen lassen.
Der Chemie-Nobelpreis geht an drei Forscher, die sich dem Wohlsein unseres Erbguts verschrieben haben. Sie haben nicht Chemie-, vielmehr Medizingeschichte geschrieben.
Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an die drei Wissenschaftler Tomas Lindahl (Schweden), Paul Modrich (Amerika) und Aziz Sancar (Amerika/Türkei). Sie werden ausgezeichnet für ihre Arbeiten zur Reparatur des Erbguts.
Fast so perfekt wie aus dem 3D-Drucker: Mit der bewährten DNA-Falttechnik lassen sich nun auch komplizierte Objekte in Nano-Maßstab erschaffen.
Ob nun im Erdboden oder am Meeresgrund: Überall tummeln sich Mikroben, die noch keiner kennt. Erst allmählich gelingt es, sie zu erforschen - mit Überraschungen für Klima und Medizin.
Lego im Reagenzglas: Mit der Erbsubstanz DNA haben Münchner Forscher bewegliche Nanobots kreiert. Die Maschinchen lassen sich sogar fernsteuern.
Im Krimi ist er ein Held. Doch im Leben liegt der Forensiker zuweilen daneben. Nicht nur das FBI hat sich schon krasse Fehler erlaubt.
Selten wurden in den Lebenswissenschaften spezielle Methoden so schnell so hochgejubelt wie die neuen Präzisionsscheren der Gentechnik. Alles geht, lautet das Motto. Alles? Ethisch besteht Diskussionsbedarf, politisch sowieso.
Dem unvollkommenen Menschen auf die Sprünge zu helfen ist ein alter Traum. Vor allem für Genetiker. Jetzt sind sie ihrem Ziel wieder ein Stück näher gekommen.
Wenn die Fortpfllanzungsfähigkeit beginnt, sind Jungen im Nachteil: Die Mutationsrate der Spermien ist siebenfach erhöht. Sind die Kinder junger Eltern deshalb gefährdeter?
Nach einem Raketenflug in den erdnahen Weltraum bleiben DNA-Moleküle intakt. Trotz der extremen Bedingungen. Eine gute Nachricht für Alienforscher.
Zum ersten Mal will ein Nobelpreisträger seine Medaille verkaufen: James D. Watson, Entdecker der Doppelhelixstruktur der DNA, versteigert sein Exemplar im Dezember beim Auktionshaus Christie’s in New York. Geschätzter Wert: 3,5 Millionen Dollar.
Erbgut ist nicht alles. Schon während der Schwangerschaft wird ein Kind durch seine Umwelt geprägt. Wie wichtig Epigenetik ist, wird immer deutlicher.
Der Computer von morgen wird nicht mehr aus Silizium bestehen. Kohlenstoff-Nanoröhrchen und Drähte aus DNA gelten als aussichtsreiche Materialien für künftige Elektronikhirne.
Erstmals ist es Wissenschaftlern gelungen, ein komplettes Chromosom von einem Lebewesen nachzubauen, dessen DNA wie bei Menschen von einem Zellkern geschützt ist - ein Meilenstein der synthetischen Biologie.
Die meisten Gene erfüllen mehr als eine Aufgabe: Einer Tumor-unterdrückenden DNA-Sequenz haben Forscher nun eine erstaunliche Rolle in der Hirnentwicklung nachgewiesen.
Der Paläogenetiker Svante Pääbo erforscht, wie der Mensch zum Menschen wurde. Und wie viel Neandertal noch in uns steckt. Jetzt hat er seine Biographie geschrieben.
Die Biotechnikfirma 23andme will ihren Kunden Einblicke in deren Genkonstellation verschaffen. Unser Autor hat’s ausprobiert.
Eine Verschmelzung von Genen macht manche Kinder besonders empfänglich für Leukämie. In „Nature“ zeigen Forscher nun, wie ein fataler Prozess in Gang gesetzt wird.
Das ist mal eine Überraschung: Die Genomanalyse eines 400.000 Jahre alten Knochens von einem Heidelbergmenschen aus einer spanischen Höhle zeigt Verbindungen nach Sibirien.
Rattenalarm im Berliner Naturkundemuseum: Mit einer historischen Ausstellung zur DNA hat man die Wächter der Gentechnik aufgebracht. Hilft das Museum einem Gen-Scharlatan?
Forscher analysierten DNA des Lepra-Erregers, die sie aus Opfern der Krankheit isolierten, die vor Jahrhunderten starben. Das Ergebnis erklärt, warum Lepra-Infektionen Ende des 16. Jahrhunderts zurückgingen.
Unfruchtbarkeit - so zeigt sich - wird zunehmend zu einem Problem des Mannes. Liegt in der beeinträchtigten DNA-Methylierung die Ursache?
Zur Debatte stand im Faktencheck diesmal der Pränataltest als Alternative für das Erstsemestercreening bei Schwangeren. Hier nun die Auswertung der Leser-Recherchen und Kommentare.
Der Brief des Mitentdeckers der DNA-Doppelhelix, Francis Crick, wurde in New York für 6 Millionen Dollar versteigert. Lincolns und Einsteins berühmte Briefe waren billig dagegen.
Nicht jede Zelleigenschaft lässt sich auf bestimmte DNA-Informationen zurückführen.Diesen Mechanismen ist die Epigenetik auf der Spur.
Auch das Jahr 2012 hat große Forschung hervorgebracht und viele Erkenntnisse, die unser Weltwissen ein Stück voranbringen. Wir haben Forscher gefragt, was sie gefunden haben. Hier ihre persönlichen Entdeckungsgeschichten.
Einsträngige Moleküle aus Erbsubstanz sind für viele Forscher die idealen Materialien für Bauwerke im Nanomaßstab. Jetzt ist die Palette der DNS-Objekte um einen ganzen Setzkasten vielfältiger Formen erweitert worden.
Ein 300 Seiten starkes Buch im DNA-Code geschrieben: Der amerikanische Biotechniker George Church hat die ultimative Festplatte mit unerreichter Informationsdichte geschaffen.
Kürzlich erst wurde ein Prozess entdeckt, bei dem neue Gene aus nichtkodierender DNA entstehen. Forschungen am Trinity College lassen vermuten, dass er weit häufiger abläuft als gedacht.