Das Kalifat im Badezimmer
Die Moritat des Toulouser Terroristen und Serienmörders Mohamed Mehra passt in keines unserer narrativen Muster. Insbesondere die Rolle der staatlichen Behörden bleibt ein Rätsel.
Die Moritat des Toulouser Terroristen und Serienmörders Mohamed Mehra passt in keines unserer narrativen Muster. Insbesondere die Rolle der staatlichen Behörden bleibt ein Rätsel.
Der mutmaßliche Serienmörder von Toulouse ist tot. Er wurde von einem Scharfschützen erschossen. Zuvor hatten Spezialkräfte die Wohnung gestürmt, in der er sich mehr als 30 Stunden lang verschanzt hatte. Bis zuletzt zeigte der Täter keine Reue.
Vergeblich haben Spezialeinheiten versucht, in das belagerte Mehrfamilienhaus einzudringen. Der mutmaßliche Serienmörder schoss auf die Polizisten. Nun belagern sie das Mietshaus in der Hoffnung, dass der Verdächtige irgendwann erschöpft aufgibt.
Eine ruhige Gegend sei das Viertel „Côte Pavée“ und kein geeignetes Versteck für Islamisten, sagen die Leute hier, während sich der mutmaßliche Attentäter von Toulouse und Montauban noch in ihrer Mitte verschanzt hält. In der „ville rose“ überwiegt die Erleichterung.
In Toulouse und mitten im Geschehen: Der französische Innenminister Claude Guéant bleibt nicht im fernen Paris, während in Südfrankreich nach dem Todesschützen gefahndet wird. Für ihn ist es die wichtigste Feuerprobe seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr.
Der mutmaßliche Attentäter von Toulouse plante einen Anschlag auf einen weiteren Soldaten. Außerdem habe er im Gespräch mit Polizisten bedauert, nicht noch mehr Opfer getötet zu haben, sagte der zuständige Staatsanwalt in Toulouse. Der Mann hält sich noch immer in einem Haus verschanzt.
Das Attentat auf eine jüdische Schule in Toulouse lässt Frankreich innehalten. Der Wahlkampf tritt in den Hintergrund, die Medien halten sich zurück. Niemand will einen Fehler machen.
Die Kandidaten um die Präsidentschaft in Frankreich halten sich ein paar Tage zurück. Die Mordserie in Toulouse eint die Nation im republikanischen Konsens. Das Thema Innere Sicherheit aber wird auf der Agenda der Wahlkämpfer bald nach oben rücken.
Millionen Franzosen haben mit einer Schweigeminute der Opfer der tödlichen Schüsse vor einer jüdischen Schule in Toulouse gedacht. Dort herrscht höchste Terroralarmstufe. Die Fahnder gehen von einem Einzeltäter aus, im Fokus bleibt ein früherer Soldat.
Der Anschlag in Toulouse wurde möglicherweise vom Täter gefilmt. Der Mann habe „auf seiner blutigen Brust eine Art Kamera“ getragen, sagte der französische Innenminister Guéant. In Frankreich wird heute der Opfer mit einer Schweigeminute gedacht.
Nach den tödlichen Schüssen auf drei Kinder und einen Lehrer in Toulouse hat Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy für die südfranzösische Region verschärfte Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. Die höchste Stufe des Anti-Terrorplans Vigipirate werde in Kraft gesetzt.
Zwei französische Soldaten sind in Montauban im Südwesten Frankreichs auf offener Straße erschossen worden, ein dritter schwer verletzt. Über die Hintergründe wird gerätselt - schon am Sonntag wurde ein Soldat in Toulouse getötet.
Kommt der Sammler nicht zur Kunst, kommt die Kunst im Netz zum Sammler: Immer mehr Auktionshäuser in den französischen Provinzen nutzen das Internet für ihre Zwecke.
Europas größter Luft- und Raumfahrtkonzern EADS macht glänzende Geschäfte. Zum Stabwechsel übergibt der scheidende EADS-Chef Gallois dem deutschen Nachfolger Enders ein bestelltes Haus. Die Perspektiven sehen trotz Krise und weiterhin positiv aus.
Aus der Tiefe des französischen Raums: Wenn Marine Le Pen ihre Anhänger versammelt, ist viel vom Essen die Rede und davon, wie Brüssel alles verdirbt. Vor allem den Geschmack.
In Paris läuft es gut für die Auktionshäuser. Doch die Spitzenzuschläge ergingen in der Provinz: Ein Rückblick auf das Jahr 2011.
Die Europäische Agentur für Flugsicherheit dringt auf lückenlose Kontrolle: Weil einige Tragflächen von Airbus A380-Flugzeugen Haarrisse aufwiesen, sollen nun alle Maschinen untersucht werden. Die australische Fluggesellschaft Qantas hat bereits zehn ihrer A380-Maschinen aus dem Verkehr gezogen.
Neuwagenauslieferungen kennt jeder. Aber wo kommt ein neues Flugzeug her? Und was geschieht damit, bevor die ersten Passagiere einsteigen? Wir haben eine Boeing 737 abgeholt.
Die Ankündigung des italienischen Ministerpräsidenten Berlusconi, er werde zurücktreten, wird von europäischen Zeitungen zum Teil mit Erleichterung und Häme kommentiert. Nüchterne Stimmen gibt es auch. Sie beschreiben Europas politische Systeme als dysfunktional.
Der berühmteste Gefangene Frankreichs steht seit Montag in Paris vor Gericht: Der Terrorist llich Ramirez Sanchez, genannt „der Schakal“, ist wegen vier Sprengstoffanschlägen auf Züge und Bahnhöfe in Frankreich zu Beginn der achtziger Jahre angeklagt.
Die Sojus-Rakete mit den ersten beiden Galileo-Satelliten für das europäische Navigationssystem an Bord ist erfolgreich ins All gestartet. Technische Probleme hatten den Start der Rakete gestern verhindert.
tdt. TOULOUSE. Der Canal du Midi verliert möglicherweise seinen Status als Unesco-Welterbe. Grund dafür ist ein Massensterben der 42 000 Platanen, die den 240 Kilometer langen Kanal zwischen Atlantik und Mittelmeer säumen.
Die großen Auktionshäuser in Paris melden beachtliche Bilanzen zum Halbjahr. Doch das Spitzenlos wurde in Toulouse zugeschlagen. Die kaiserliche Schriftrolle geht für 17,8 Millionen Euro nach China.