Joachim Starbatty
Wolfgang Schäuble und Angela Merkel haben im Frühjahr 2010 einen Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone für richtig gehalten. Bei dieser Meinung hätten sie bleiben sollen.
Wolfgang Schäuble und Angela Merkel haben im Frühjahr 2010 einen Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone für richtig gehalten. Bei dieser Meinung hätten sie bleiben sollen.
Griechenlands Wirtschaft steckt in der Rezession fest. Deswegen fallen die Verbraucherpreise. Schlecht ist das nicht unbedingt.
Griechenlands Rezession wird schwächer. Im zweiten Quartal ist die Wirtschaft so langsam geschrumpft wie lange nicht, jetzt korrigiert der griechische Ministerpräsident die Konjunkturschätzung nach oben.
Für das Jahr 2015 klafft in der griechischen Finanzplanung eine Lücke von 6,5 Milliarden Euro, für 2016 keine, hat der Internationale Währungsfonds ausgerechnet. Boomender Tourismus bremst den Wachstumseinbruch.
Griechenland wird wohl weitere Unterstützung benötigen. Doch über einen Schuldenschnitt will Eurogruppen-Chef Dijjsselbloem nicht spekulieren. Irland werde das Hilfsprogramm dagegen bald verlassen.
Ein neues Ranking zeigt, dass die EU viel besser ist als ihr Ruf. Griechenland aber rangiert auf dem Niveau von Sambia. In Asien schlägt sich Taiwan viel besser als das unfreie China.
Im Wahlkampf verkürzt sich die Euro-Krise auf die neuen Hilfen für Griechenland. Dabei kommen im Herbst weitere Krisenherde auf die Tagesordnung - und damit weitere Kosten.
Finanzminister Schäuble hat griechischen Denkspielen zur Entlastung der Staatsschulden eine Absage erteilt. Die rückwirkende Übertragung der Bankenhilfe lehnt er ab. Für das kommende Jahr sieht Schäuble einen Finanzbedarf von mindestens vier Milliarden Euro.
Griechenland lehnt einen neuen Vorschlag zur eigenen Rettung ab. Das zeigt: Inzwischen müssen die Euro-Retter darum betteln, dass sich überschuldete Staaten am Riemen reißen.
Der griechische Staatsbesitz wird nur langsam verkauft. Darum sollen ausländische Experten übernehmen - so will es die EU. Doch Griechenland sperrt sich.
In der Währungsunion sind so viele Menschen ohne Job wie noch nie, die Teuerungsrate geht dagegen zurück. Beides zeigt: Die Konjunktur bleibt schwach.
Die Privatisierung, mit deren Hilfe Griechenland seinen Schuldenberg abbauen will, geht schleppend voran. Jetzt macht die Troika Druck: Sie schlägt vor, dass ausländische Experten von Luxemburg aus griechischen Staatsbesitz verkaufen.
Die Kanzlerin wirft ihrem Amtsvorgänger vor, den Grundstein für die Schuldenkrise gelegt zu haben. Den Finanzbedarf, mit dem die SPD für Griechenland kalkuliert, hält Finanzminister Schäuble derweil für absichtlich falsch dargestellt.
Griechenland braucht bis zum Jahr 2015 noch einmal rund 11 Milliarden Euro. In den folgenden Jahren wird die Finanzierungslücke nach Ansicht der SPD aber noch größer.
Dänemark kappt die Wachstumsprognose ein viertes Mal. Loewe will billiger werden, der Kali-Streit zwischen Russland und Weißrussland wird immer härter.
Es ist bemerkenswert, wie souverän alle Beteiligten am Kern der griechischen Probleme vorbeireden. Nicht die aktuelle Finanzierungslücke ist das Problem, sondern Griechenlands ausufernde Staatsschuld.
Athen gelingt es nur langsam, Staatsbesitz zu verkaufen. Das muss nicht schlecht sein, sagt Wirtschaftsforscher Hüther. Vielleicht ließen sich so bessere Preise erzielen, glaubt er.
Während Europa über ein drittes Hilfspaket für Griechenland diskutiert, kommt Athen nur langsam voran mit dem Umbau des Landes: Mitunter hakt es wegen vermeintlich einfacher Probleme.
Die Finanzierungslücke von zehn Milliarden Euro in den kommenden beiden Jahren will Griechenlands Finanzminister mit niedrigeren Zinsen und längeren Fristen überbrücken. Einen Schuldenschnitt brauche das Land nicht.
Immer klarer zeichnet sich ab, dass Griechenland rund zehn Milliarden Euro an neuen Krediten erhalten wird. Neue Auflagen wird es wohl nicht geben, die alten müssen aber weiter erfüllt werden.
Wer wissen will, warum der Wahlkampf mau ist, dem hilft ein Blick auf die Sorgen der Bürger. Die Sicherheit des Arbeitsplatzes steht auf dem vorletzten Platz.
Die Debatte um eine neues Hilfspaket für Griechenland setzt sich fort. Kanzlerin Merkel und der deutsche EZB-Vertreter Asmussen warnen vor Ablenkungen.
Der Streit um das nächste Hilfspaket für Griechenland geht weiter. EU-Energiekommissar Günther Oettinger rechnet mit einer Summe im „kleinen zweistelligen Milliardenbereich“.
Zwei deutsche Rüstungsfirmen sollen griechische Beamte bestochen haben. Ermittler haben jetzt ihre Büros durchsucht.
Ein drittes Rettungspaket für Griechenland sei nicht zu vermeiden. Diese Aussage von Finanzminister Schäuble sorgte für viel Empörung. Jetzt hat er sie verteidigt. Derweil bezichtigt die SPD Kanzlerin Merkel der Lüge.
Wenn Deutschland weitere Finanzhilfe für andere Euroländer bereitstellt, sollen in der EU die Steuern vereinheitlicht werden, fordert der SPD-Boss. Und CSU-Chef Seehofer kritisiert Schäuble.
Griechenland sei kein Fass ohne Boden, hat Wolfgang Schäuble immer versichert. Nun spricht er vom dritten Hilfspaket. Die Tragödie steuert auf ein unschönes Ende zu.
Nachdem Wolfgang Schäuble ein drittes Hilfspaket für Griechenland angekündigt hat, wird nun diskutiert, wie die Hilfe wohl aussehen wird. Merkel sagt, niemand könne derzeit eine Summe nennen.
Die SPD verlangt von der Kanzlerin, noch vor der Wahl zu sagen, wie viel weitere Hilfe Athen braucht. Merkel entgegnet, dass niemand heute die exakte Höhe wissen könne.
Die SPD kann nichts gewinnen, wenn sie die Griechen-Rettung zum Wahlkampfthema macht. Dafür hilft es der Union - und der Alternative für Deutschland, sagt Forsa-Chef Manfred Güllner.
Das Bundeskartellamt hat Stellung zur Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone bezogen und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erachtet ein drittes Hilfspaket für Griechenland als nötig.
Finanzminister Schäuble und EU-Währungskommissar Rehn sagen, Athen brauche weitere Hilfen. Im Gespräch sind offenbar längere Kreditlaufzeiten und mehr Geld aus dem EU-Haushalt.
Griechenland werde ein drittes Hilfspaket benötigen, sagt Wolfgang Schäuble. Dass er endlich zugibt, was ohnehin jeder weiß, dürfte ein Versuch der Schadensbegrenzung sein. Jetzt wird es spannend.
Auch nach 2014 werde Griechenland Hilfe benötigen: „Es wird in Griechenland noch einmal ein Programm geben müssen“, sagte Wolfgang Schäuble bei einer Wahlkampfveranstaltung. Das sei der Öffentlichkeit auch immer gesagt worden.
Griechenland erlebt das sechste Rezessionsjahr in Folge. Ein Lichtblick ist der Tourismus, dort stiegen die Einnahmen zuletzt kräftig. Doch gerade auf den Touristeninseln ist Schwarzarbeit weit verbreitet.