Und jeden Tag grüßt die Krise
Griechischer Staatsbankrott? Grexit? Oder schnelle neue Kredite? Wahrscheinlich ist, dass sich der Streit der Eurostaaten mit Athen bis in den Herbst schleppt – und vielleicht in Neuwahlen endet.
Griechischer Staatsbankrott? Grexit? Oder schnelle neue Kredite? Wahrscheinlich ist, dass sich der Streit der Eurostaaten mit Athen bis in den Herbst schleppt – und vielleicht in Neuwahlen endet.
Griechenland droht das Geld auszugehen. Trotzdem deutet nichts auf eine Annäherung mit den Gläubigern hin. Im Gegenteil: Finanzminister Varoufakis bekräftigt noch einmal, dass er einer Fortsetzung des Austeritätsprogramms nicht zustimmen werde.
Finanzminister Wolfgang Schäuble widersetzt sich den Wachstumsrezepten von IWF und Weltbank: Investitionen auf Pump würden nur wieder neue Krisen bringen. Wen er damit meint, ist allen Beteiligten klar.
Zahlt Griechenland, oder zahlt Griechenland nicht? Zumindest bemühte sich das Land um einen Aufschub beim Internationalen Währungsfonds. Doch der IWF brachte das Land von der Idee wieder ab.
Die Geldgeber machen Druck, doch für Waffen aus Russland könnte noch Geld da sein: Athen verhandelt nach Medienberichten über den Kauf von Luftabwehrraketen. Bundesfinanzminister Schäuble mahnt erneut, Zusagen einzuhalten.
Griechenland geht das Geld aus. Lange kann das klamme Land seine Schulden nicht mehr ohne weitere Hilfe bedienen. Deswegen denken die Kreditgeber offenbar darüber nach, wie Hellas trotz Pleite im Euro bleiben kann.
Griechenland steht kurz vor der Staatspleite. Doch noch immer ist völlig unklar, ob und wann die Eurogruppe frisches Geld gibt. Zumindest im April darf Athen nicht mit neuen Krediten rechnen.
Die griechische Regierung verlangt von Deutschland 279 Milliarden Euro Kriegsentschädigung. Doch die Bundesrepublik wehrt sich mit allen Tricks. Damit hat sie Erfolg – seit 70 Jahren.
Angeblich droht Athen damit, Schulden nicht zu tilgen, will die „Financial Times“ erfahren haben. Die Regierung des klammen Landes weist das zurück.
Vor einigen Jahren kamen in Athen noch überwiegend Migranten zu den Armenspeisungen. Heute sind es mehr und mehr Griechen, deren Rente nicht reicht. In der Innenstadt sind aber wenige Bettler zu sehen – denn viele Griechen verstecken ihre Armut.
Griechenland will verschuldete Immobilienbesitzer vor Zwangsräumungen bewahren. Die Europäischen Zentralbank befürchtet, dass zahlungsfähige Schuldner dazu verleitet werden, ihren Verpflichtungen nicht nachzukommen.
Griechenland hat seine jüngste Kreditrate an den Internationalen Währungsfonds bezahlt. Doch die nächsten Zahlungstermine kommen schon.
Seit 50 Jahren hat jede Regierung Reformen versprochen. Umgesetzt wurden sie nie. Das schreibt zumindest der Ökonom George Bitros.
Athen hat einen fälligen Kredit des Währungsfonds fristgerecht zurückgezahlt. Im Kampf gegen den Staatsbankrott will sich Griechenland noch in diesem Monat mit seinen Geldgebern einigen.
Alexis Tsipras in Moskau auf Verbrüderungstour. Doch die Konfrontation mit der EU hält sich noch in Grenzen. Nützen tut es vor allem Wladimir Putin.
Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras ist zu Besuch in Moskau. Um Finanzhilfen hat er offenbar nicht gebeten – Russlands Präsident Wladimir Putin hat aber dennoch Unterstützung für Athen in Aussicht gestellt.
Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras besucht Moskau und hofft auf Erleichterungen für sein Land. Eine scheint er erreicht zu haben: Russland will seinen Importstopp für Obst aus dem Westen lockern - aber wohl nur für die Griechen.
Erwartungen hat Athen an Moskau, Moskau an Athen, Griechenland an die EU, der IWF an Griechenland. Nicht alle werden sich erfüllen. Und nicht alle sind realistisch.
Der Internationale Währungsfonds wartet auf 450 Millionen Euro aus Griechenland. Allein diese Woche. Danach muss das Land regelmäßig hohe Summen auftreiben, um allein die Ansprüche des Währungsfonds zu befriedigen. Was passiert eigentlich, wenn Athen nicht überweist?
Rüstungsgeschäfte zwischen dem deutschen Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann und Griechenland beschäftigen schon länger Ermittler in Athen und München. Nun sitzt ein ehemaliger Manager in Untersuchungshaft – er soll in die eigene Tasche gewirtschaftet haben.
Die EU-Kommission will möglicherweise genauer prüfen, ob Griechenland, Portugal, Spanien und Italien ihren Banken unzulässige Staatshilfen gewährt haben. Dem Bankensektor droht eine schwere Probe.
Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras trifft diese Woche den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Neben weiteren Krediten könnte Putin Tsipras billigere Gaspreise bieten. Im Gegenzug hofft Putin auf Beteiligungen.
Der Internationale Währungsfonds hat seine Regeln extrem gedehnt, um Griechenland zu helfen. Doch die griechische Regierung reagiert nicht mit Dankbarkeit. Was steckt dahinter?
Zypern beendet die Einschränkungen für den Geldverkehr, die Arbeitslosenzahl in Spanien sinkt weiter, Erdgas ist bislang kaum billiger geworden.
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Wer hat eigentlich Schuld an der Krise Griechenlands? Sicher sind sich nicht einmal die Griechen selbst. Nun soll ein Parlamentsausschuss die Ereignisse seit 2009 untersuchen. Die Opposition tobt. Derweil kommt neuer Druck aus Amerika.
Griechenlands Finanzminister Giannis Varoufakis besucht den Internationalen Währungsfonds – und stellt fest: Die größten Reformforderungen kommen gar nicht aus Deutschland, sondern aus Washington.
Alle regen sich über die griechische Regierung auf, aber die Kritiker der Hilfsprogramme haben so wenig zu melden wie noch nie. Peter Gauweiler tritt zurück, Sahra Wagenknecht verliert einen Machtkampf, und auf Wolfgang Bosbach hört kaum noch einer. Das hat Gründe.
Die Lage in Griechenland ist ernst. Dennoch sicherte Finanzminister Varoufakis dem Internationalen Währungsfonds zu, einen fälligen Kredit in wenigen Tagen zurückzahlen. Und allen anderen Gläubigern versprach er noch mehr.
Sechs Jahre Krise haben die Griechen mürbegemacht. Sie haben es satt, nicht zu wissen, wie es mit ihnen und ihrem Land weitergeht. Aber solange der Geldautomat noch Scheine ausspuckt, geht das Leben weiter. Und mancher sehnt den „Grexit“ herbei.
Als einziges EU-Mitglied verfügt Finnland über Sicherheiten für den Fall, dass Griechenland die schon gewährten Kredite nicht zurückzahlen kann. Der finnische Finanzminister Antti Rinne sieht sich im Kurs seiner Regierung bestätigt. Für Athen hat er eine simple Botschaft.
In Kürze muss Athen einen Kredit des Internationalen Währungsfonds zurückzahlen. Ob das klappt, darüber gibt es widersprüchliche Aussagen. Die neue Reformliste der griechischen Regierung gleich teiner Liste ihrer Lieblingsvorhaben.
Sechs Krisenjahre sind es schon. Und Griechenland ist in dieser Zeit keinen Schritt vorangekommen. Athen bleibt trotz allem gelassen am Pokertisch. Erst wenn die anderen ihre Karten zeigen müssen, wird sich zeigen, wer blank ist.
SPD-Chef Gabriel meldet sich in der Griechenland-Krise zu Wort: Er bietet Athen an, die Konten griechischer Steuersünder in der ganzen EU zu sperren. Zugleich verlangt er: „Schluss mit den Spielchen!“
Der internationale Währungsfonds hält die Gespräche mit Griechenland derzeit für unproduktiv. IWF-Chefin Lagarde hat laut einem Medienbericht ihre Fachleute deshalb über Ostern nach Hause geschickt.
Griechenland hat seine bisher umfangreichste Reformliste vorgelegt. Große Hoffnung setzt die Regierung auf ein schlankeres Steuersystem, doch sollen auch Renten erhöht werden. FAZ.NET erklärt die Vorschläge.