Der wahre Neoliberale
In der Kritik an der Europolitik wird Walter Eucken noch immer zitiert. Seine Botschaft lautet: Marktwirtschaft ist notwendig, aber nur mit einem Staat, der den Rahmen setzt - und ansonsten nicht viel tut.
In der Kritik an der Europolitik wird Walter Eucken noch immer zitiert. Seine Botschaft lautet: Marktwirtschaft ist notwendig, aber nur mit einem Staat, der den Rahmen setzt - und ansonsten nicht viel tut.
Von Gerald BraunbergerAnfang August platzte Raghuram Rajan der Kragen. In einem Beitrag beklagte sich Rajan - damals noch Finanzprofessor in Chicago, heute ...
Von Gerald BraunbergerEin Fliegenfischer ist dafür verantwortlich, dass die wichtigste geldpolitische Konferenz des Jahres abgeschieden zwischen den Großen
Von Gerald Braunberger“Et la Patrie, et l’Humanité“. Sowohl das Vaterland als auch die Menschheit stellte Friedrich List in den Mittelpunkt seiner ...
Strukturreformen und Privatisierungen gelten als ein probates Mittel zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Wir zeigen in unserer kleinen Portugal-Reihe, was das Land im Südwesten Europas unternommen hat. Von Gerald Braunberger
Portugal ist mit einer stark nachgefragten Anleihe an den Kapitalmarkt zurückgekehrt. Das Marktumfeld sieht recht gut aus: Die Renditen bestehender Staatsanleihen sind deutlich gesunken und der Preis für Kreditausfallderivate (CDS) auf Staatsanleihen ist ebenfalls kräftig zurückgegangen. Der Weg zur wirtschaftlichen Gesundung des Landes ist eingeschlagen - allerdings ist er noch lang. Von Gerald Braunberger
Fazit feiert Geburtstag. Heute vor einem Jahr ist der erste Beitrag in unserem Blog online gegangen; er stammte von Rainer Hank. Fast wäre er der beliebteste geblieben, wäre nicht vor kurzem Gerald Braunbergers Beitrag über die wichtigsten Inflationstheorien gekommen. Von Patrick Bernau und Gerald Braunberger
Goethe war kein Ökonom, aber er begegnete in seinem Leben dem Denken fünf wirtschaftlicher Schulen. Gerade seine berühmte "Italienische Reise" zeigt, wie sehr Goethes Denken durch Anschauung geprägt war. In Zeiten der Eurokrise wäre eine Reise nach Italien auch für deutsche Ökonomen eine hilfreiche Erfahrung, denn der wirtschaftliche Zustand eines Landes lässt sich nicht vollständig in Zahlen ausdrücken. Von Gerald Braunberger
Mit der Ausgliederung des Eigenhandels und der Ausgabe besonderer Anleihen sollen die großen europäischen Banken wetterfest gemacht werden. Das europäische Universalbankensystem soll erhalten bleiben. Das sind die wichtigsten Resultate einer europäischen Arbeitsgruppe, deren deutscher Vertreter Jan Pieter Krahnen (Goethe-Universität Frankfurt) ist. Aus der Politik ist Zustimmung zu hören. Von Gerald Braunberger
Das Potential zur Staatsverschuldung wuchs mit der Einbeziehung von Privatanlegern in den Abnehmerkreis der Anleihen. Die dafür notwendigen Handelstechniken - eine frühe Version des Investmentbankings - verbreiteten sich zu Goethes Zeit in Deutschland. Dazu tragen Frankfurter Banken wesentlich bei, vor allem die Bankhäuser Bethmann und Rothschild. Von Gerald Braunberger
Wer vor plötzlicher Inflation Angst hat, findet einen wissenschaftlichen Rückhalt: Die Fiskaltheorie des Preisniveaus hat wenige Anhänger in der Wissenschaft, aber es gibt Notenbanken, die auf sie schauen. Das ist Grund genug, sie vorzustellen. Von Gerald Braunberger
In der laufenden Goethe-Festwoche in Frankfurt wird vor allem Goethes vielfältige Beziehungen zum Geld besprochen. In diese Woche fällt daneben der 200. Todestags von Frankfurts berühmtestem Bankier: Mayer Amschel Rothschild. Eine kleine Erinnerung Von Gerald Braunberger
Spätlese oder Erste Lage: Der erbitterte Wettbewerb der Qualitätsbezeichnungen im deutschen Weinbau nützt dem Käufer. Von Gerald Braunberger
Nein - natürlich leben nicht alle deutschen Ökonomen auf einem fernen Planeten. Aber manche deutsche Ökonomen leben, wenn es um die Zusammenhänge von Geldbasis und Inflation geht, auf einem anderen Planeten als Ökonomen, die an moderner Theorie und Empirie arbeiten. Wir stellen die zwei Planeten gegenüber: den Planeten, auf dem deutsche Traditionalisten leben (Planet A), und den "moderneren" Planeten, dargestellt anhand von Autoren der Princeton-School, darunter des Nobelpreisträgers Chris Sims (Planet B). Von Gerald Braunberger
Die Suche nach dem sicheren Geld durchzieht die Jahrhunderte. Eine spannende Ausstellung im Goethe-Haus zeigt die Vergangenheit und streift die Gegenwart. Von Gerald Braunberger und Nicole Gutmann
"Goethe und das Geld" lautet das Motto der Goethe-Festwoche vom 13. bis zum 23. September 2012 in Frankfurt. Wie allein die Behandlung des Papiergelds im "Faust II" belegt, ist Goethe im Lichte der aktuellen Krise als Dichter wie als (unterschätzter) Wirtschaftsfachmann höchst relevant. Wir wollen daher die Goethe-Festwoche und eine Auswahl der in ihr behandelten Themen in FAZIT dokumentieren. Von Gerald Braunberger
Carl Christian von Weizsäcker hat in einem Interview in diesem Blog eine kapitaltheoretische Begründung der Staatsverschuldung vorgestellt, die auf außergewöhnlich viel Resonanz gestoßen ist. Malte Faber, wie von Weizsäcker ein jahrzehntelanger Experte der Kapitaltheorie, setzt sich mit dem Beitrag seines Kollegen kritisch auseinander.
Eine Finanzkrise führt zu erheblichen Umverteilungen. Die Geldpolitik verteilt als Reaktion auf die Krise mit Zinssenkungen und Anleihekäufen ebenfalls Vermögen und Risiken um und wird so zum Versicherer gegen ökonomische Großrisiken. Dies mag kurzfristig Vorteile haben, provoziert aber mittel- und langfristig Moral Hazard. Markus Brunnermeier und Juliy Sannikov meinen, dass die Geldpolitik mit dieser Rolle nicht gut aufgehoben ist. Und dass die Grenzen zwischen Geldpolitik, Finanzpolitik und Aufsicht in einer solchen Krise löchrig werden. Von Gerald Braunberger
Henne oder Ei? Die alte Modernisierungsthese besagt, wirtschaftliche Wohlfahrt sei eine Voraussetzung der Demokratie. Seit einigen Jahren wird mit Verve die entgegengesetzte These vertreten: Wirtschaftlicher Wohlstand setzt zumindest auf Dauer Demokratie voraus. In den kommenden Tagen wird darüber diskutiert - auf einer hochrangig besetzten Konferenz, die sich im Internet verfolgen lässt. Von Gerald Braunberger
Gold ist wunderschön. Es mag auch als Kapitalanlage geeignet sein, solange man sich der Risiken bewusst bleibt. Als Währungsmetall gehört Gold jedoch in die Zeit der Postkutsche und der Dreifelderwirtschaft. Dort sollte es auch bleiben. Von Gerald Braunberger
Seit Tagen bewegt die Finanzmärkte die Frage, welche Aussagen der Fed-Vorsitzende Ben Bernanke am Freitag wohl in Jackson Hole treffen wird. Warum Jackson Hole? Der im amerikanischen Bundesstaat Wyoming gelegene Ort beherbergt seit vielen Jahren das jährliche "Economic Symposium" der Federal Reserve Bank of Kansas. Längst íst es das wchtigste Treffen der führenden Geldpolitiker und der führenden monetären Ökonomen geworden. Von Gerald Braunberger
Die EZB debattiert, ob und, wenn ja, wie sie Zinsobergrenzen für Staatsanleihen aus Ländern wie Italien und Spanien definieren und garantieren soll. Die Fed hat solche Obergrenzen schon vor fast zehn Jahren debattiert - und verworfen. Von Gerald Braunberger
Eine Untersuchung für Süditalien zeigt: Organisiertes Verbrechen richtet einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden an. Von Gerald Braunberger
Von der Weltwirtschaftskrise und John Maynard Keynes bis zur aktuellen Krise und der Wiederentdeckung der gesamtwirtschaftlichen Rolle des Kredits - Markus Brunnermeier und Delwin Olivan (Princeton University) führen durch acht Jahrzehnte makroökonomischer Entdeckungen. Von Gerald Braunberger
Es gibt nicht nur eurozentrische Betrachtungen mit überschaubarer Relevanz und Halbwertszeit. Hier analysiert ein führender internationaler Ökonom zehn grundlegende und langfristige politische sowie wirtschaftliche Trends, die unser Leben und das Leben unserer Kinder und Enkel beeinflussen. Von Gerald Braunberger
Italien braucht im Unterschied zu Spanien keinen Bail-out, sagt der Ökonom Francesco Giavazzi. Italien sollte Staatseigentum privatisieren und bis zu den nächsten Wahlen keine mittel- und langfristigen Anleihen begeben. Von Gerald Braunberger
Zahlreiche Studien untersuchen die Wirkungen expansiver Finanzpolitik in den Vereinigten Staaten. Ihr Ergebnisse werden von Ökonomen für den Wahlkampf instrumentalisiert. UPDATE: In Großbritannien äußern sich Ökonomen distanzierter gegenüber Austeritätspolitik. Von Gerald Braunberger
Die Forderung ist populär: Eine Bank darf nicht so groß sein, dass ihr Untergang die Gesamtwirtschaft beschädigt. Banken besitzen jedoch einen natürlichen Drang zur Größe. Und der Begriff Systemrelevanz ist nicht klar definiert. Der Sonntagsökonom von Gerald Braunberger
Ein leistungsfähiges Finanzsystem ist gut für das Wirtschaftswachstum eines Landes. So steht es zurecht in den Lehrbüchern. Was dort nicht steht: Ein überdimensioniertes Finanzsystem schadet dem Wirtschaftswachstum eines Landes. Von Gerald Braunberger
Michael Hüther, der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft, hat den Universitätsökonomen vorgeworfen, im Unterschied zu Ökonomen aus Banken und Instituten wenig brauchbare Vorschläge in der Euro-Krise unterbreitet zu haben. Eine Antwort von Gerald Braunberger.
Die Industrienationen müssen mittel- und langfristig ihre Staatsverschuldung zurückfahren. Darüber sind sich fast alle Ökonomen einig. Heftig umstritten ist die optimale kurzfristige Ausrichtung der Finanzpolitik in der aktuellen Krise. Hier gibt es Befürworter und Gegner von Austeritätspolitik - nicht zuletzt, weil kein Patentrezept für alle Länder existiert. Von Gerald Braunberger.
Hedgefonds erwarten steigende Renditen für Bundesanleihen. Tätig sind sie aber eher an den Märkten für Kreditausfallderivate (CDS) auf Bundesanleihen. Derweil sinken die Renditen für Anleihen aus Spanien und Italien deutlich, weil die Marktteilnehmer auf Anleihekäufe durch den ESM hoffen. Von Gerald Braunberger.
Die herrschende Wirtschaftslehre stößt auf viel Kritik. Sie besitzt immer noch Schwächen. Aber es gibt nichts Besseres auf dem Markt der ökonomischen Theorien, zumal sich der Mainstream den wichtigen neuen Fragestellungen öffnet. Von Gerald Braunberger
Spanien befindet sich - im Unterschied zu Italien, Frankreich und auch Griechenland - in einer Lage, die der japanische Ökonom Richard Koo "Bilanzrezession" getauft hat. Nach dem Platzen einer kreditfinanzierten Spekulationsblase müssen Unternehmen und private Haushalte sparen, um ihre Verschuldung zu reduzieren. Das gefährdet die Konjunktur. Eine "Bilanzrezession" lässt sich kurzfristig nicht aus der Welt schaffen. Von Gerald Braunberger