Das stille Reservoir des Coronavirus
Im Ausbruchsland wird nur noch eine Infektion mit Sars-CoV-2 am Tag festgestellt. Doch zugleich zeigt sich: Die Dunkelziffern in China sind erschreckend hoch. Das könnte die schnelle Verbreitung erklären.
Im Ausbruchsland wird nur noch eine Infektion mit Sars-CoV-2 am Tag festgestellt. Doch zugleich zeigt sich: Die Dunkelziffern in China sind erschreckend hoch. Das könnte die schnelle Verbreitung erklären.
Amerika und China streiten darüber, wer Schuld trägt am Corona-Ausbruch. Peking droht, keine Medikamente mehr zu liefern. Das bestärkt jene Amerikaner, die die Abhängigkeit von chinesischen Importen ohnehin gerne verringern würden.
Als in Wuhan das Coronavirus ausbrach, blieben die Fußballspieler des einheimischen Klubs im Trainingslager in Spanien. Eineinhalb Monate später reisen sie zurück – weil es dort jetzt viel sicherer als in Europa ist.
Zwischen 60 und 70 Prozent der Bevölkerung werden sich mit dem Coronavirus infizieren – sagt die Bundeskanzlerin. Wie kommt es zu dieser Zahl? Warum die Statistiken zur Epidemie mit so vielen Ungewissheiten behaftet sind.
Chinas Staatschef hat die Millionenmetropole Wuhan besucht. Dort war das Coronavirus im Dezember erstmals bei Menschen aufgetreten. Im Kampf gegen die Epidemie habe sich das „Blatt gewendet“, sagt Xi.
Das Regime in Peking verlangt von der Bevölkerung in Wuhan, die am meisten unter der Coronaepidemie leidet, Dankbarkeit und Demutsgesten. Will es damit verhindern, dass sich der Zorn der Bürger Bahn bricht?
Der Journalist Li Zehua wurde verhaftet, weil er über die Wahrheit von Wuhan berichten wollte. Das macht tieftraurig, spendet aber auch Hoffnung. Denn solche jungen Männer und Frauen braucht China. Ein Gastbeitrag.
Was macht das neue Coronavirus so besonders? Genforscher kommen auf immer brisantere Details: Zum Beispiel, dass es eine aggressivere Variante gibt – und frühe Viren aus München, die inzwischen Europa erobert haben.
Bei Großseuchen darf die Regierung Grundrechte aushebeln, sie kann Bürger zu einer Quarantäne zwingen. Gilt das auch für ganze Kommunen?
Hotelmanagerin Xiao Yaxing leitet vier Hotels in Wuhan. Die Häuser sind derzeit ausgebucht, aber nicht mit Gästen: Yaxing lässt medizinisches Personal dort übernachten. Solch ein Engagement ist in China nicht selbstverständlich.
„Die Welt ist in eurer Schuld“ – so würdigt die WHO die großflächige chinesische Quarantäne-Politik. Ein Beispiel für die Welt? Singapur zeigt, wie die Seuche auch mit der „lokalen“ Lösung in den Griff zu bekommen ist.
Chinas Führung kämpft gegen unliebsame Informationen über das Coronavirus. Jetzt hat Staatschef Xi gesprochen. Das zeigt, dass die Lage ernst ist. Problem: Wenn Xi im Spiel ist, muss alles besser werden – zumindest offiziell.
In Italien ist ein weiterer Mensch gestorben, der als Verdachtsfall einer Coronavirus-Infektion galt. Es handelt sich um eine Frau aus der Lombardei. Die Stadt Codogno ist zu einer Geisterstadt geworden.
Nach einem Rücktransport aus der Coronavirus-Krisenregion Wuhan sollten Dutzende Ukrainer in Quarantäne. Die Anwohner des Dorfes bewarfen die Busse mit Steinen.
Immer hörbarer spekuliert Peking über ein Abflauen der Coronaseuche, doch der neueste Bericht des Seuchenzentrums gibt keine Sicherheit. Dazu kommen neue Hinweise über eine mögliche Übertragung des Virus durch die Luft.
Chinas Kommunistische Partei geht gegen die Corona-Epidemie vor wie gegen politische Gegner. Das Wir-Gefühl, das sie ständig beschwört, entsteht jedoch gerade in Abgrenzung von den rigiden – und oftmals paranoiden – Maßnahmen.
Wie wird sich die Coronavirus-Epidemie weiter entwickeln? Im Interview entwirft Gérard Krause vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung drei Szenarien – und erklärt, warum die Gefährlichkeit des Virus so schwer einzuschätzen ist.
Im Epizentum der Epidemie ist die offizielle Zahl der Neuinfektionen sprunghaft gestiegen. Das zeigt vor allem eins: Die Statistik war schon lange fragwürdig. Auch die politische Krisenbewältigung schreitet voran: Der Parteichef von Hubei wurde geschasst.
Die Zahl der Erkrankten in Bayern steigt damit auf 14. Eine vorläufige Entwarnung kommt aus der Quarantänestation in Germesheim: Dort fielen abermals alle Testergebnisse negativ aus.
Leere Straßen, überlastete Helfer: Das neuartige Coronavirus hat das öffentliche Leben in der chinesischen Metropole Wuhan weitestgehend zum Erliegen gebracht. Die Bewohner sind besorgt und die Behörden völlig überlastet.
Während schon mehr als 1000 Menschen am Coronavirus gestorben sind, demonstriert Chinas Staatschef bei einem Auftritt Zuversicht. Ein Anwalt und ein Blogger, die über Missstände berichtet hatten, werden derweil von der Polizei abgeholt.
Durch den Tod des Mediziner Li Wenliang wächst die Wut vieler Chinesen. Immer lauter wird mehr Transparenz gefordert – nicht nur was das Coronavirus betrifft.
Als hingen wir in der Luft und unsere Füße berührten den Boden nicht mehr: Ein Bericht von einem, der ausharrt in Wuhan, einer Stadt unter Quarantäne, ohne Organisation und ohne ein Gemeinschaftsgefühl.
Mehrere Organisationen und Wissenschaftler haben China Hilfe bei der Bekämpfung des Coronavirus angeboten. Doch die Zusammenarbeit ist nicht einfach. Der Virologe Ian Lipkin erklärt warum.
Internationale Messen wie die Ambiente in Frankfurt oder MWC in Barcelona leiden unter der Angst vor dem Coronavirus. Es gelten zwar strenge Regeln – aber Aussteller ziehen sich zurück.
Ein Flugzeug der Bundeswehr ist mit Rückkehrern aus Wuhan in Berlin gelandet. 20 Menschen kommen nun in Quarantäne – und werden auf das Coronavirus getestet.
Über das Wochenende kommen nach den zwangsweise verlängerten Neujahrsfeiertagen Millionen von Chinesen nach Peking zurück. Viele Bewohner fürchten eine neue Ansteckungswelle durch das Coronavirus.
In China haben sich mittlerweile rund 35.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Ein britisches Flugzeit, das am Sonntag auch Deutsche aus Wuhan zurückbringen soll, ist am Samstagabend gestartet.
Auf der Messe Ambiente geht es um Dinge, die das Leben schöner machen. Mundschutz und Desinfektionsmittel gehören nicht dazu – und spielen dennoch eine große Rolle.
8300 Einwohner und 500 Studenten aus China – in einer nordhessischen Kleinstadt sorgt diese Konstellation für Aufregung. Kommune und Hochschule berichten von Ängsten in der Bevölkerung wegen des Coronavirus.
Zuerst Buschfeuer, dann das Coronavirus: Die Flucht aus Wuhan wird für eine junge deutsch-chinesische Familie zur extremen Nervenprobe. Und in der Quarantäne in der Südpfalz machen sie auch bittere Erfahrungen.
Der Ausbruch des Coronavirus hängt wohl mit dem lukrativen Wildtierhandel in China zusammen. Es ist ein Milliardengeschäft. Auch das Sars-Virus trat 2002 zuerst bei Händlern von Wildtieren auf.
Nach dem Tod des Wuhaner Augenarztes Li Wenliang schlägt die Trauer in China in Wut um. Die Zensoren haben Mühe, die politisch aufgeheizte Stimmung unter Kontrolle zu bringen.
Der chinesische Augenarzt wies als einer der ersten auf das Coronavirus hin und machte auf die Vertuschung der Behörden in Wuhan aufmerksam. Jetzt ist er selbst an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben.
Die Ausbreitung des Coronavirus untergräbt die Glaubwürdigkeit der chinesischen Führung. Aktivisten, die in den Krankenhäusern die Lage dokumentieren, werden in die Nähe „feindlicher Kräfte“ gerückt.
Während in Wuhan die Zahl der Virus-Toten steigt, lassen chinesische Parteikader ihrem Frust über die politischen Verhältnisse freien Lauf. Ihre Offenheit erstaunt.