Das Ende des Trecks
Die Balkan-Route ist für Flüchtlinge geschlossen, die Schengen-Regeln sind wieder in Kraft. In der slowenischen Hauptstadt sieht man sich ganz im Einklang mit den jüngsten Beschlüssen der EU.
Die Balkan-Route ist für Flüchtlinge geschlossen, die Schengen-Regeln sind wieder in Kraft. In der slowenischen Hauptstadt sieht man sich ganz im Einklang mit den jüngsten Beschlüssen der EU.
Slowenien, Kroatien, Serbien und Mazedonien haben den Weg für Flüchtlinge Richtung Norden geschlossen. Länder wie Ungarn und Bulgarien wollen nun verhindern, dass neue Routen entstehen. Griechenland bringt Flüchtlinge von der Grenze weg.
Kurz nach dem EU-Gipfel schließt auch Slowenien seine Grenze. Die Reaktion aus Serbien folgt prompt.
Das slowenische Parlament erlaubt den Einsatz von Soldaten zur Bewältigung der Flüchtlingskrise. Im Notfall darf die Armee auch Gewalt anwenden.
Österreich wandelt sich in der Flüchtlingspolitik zum Hardliner. Das Land steht längst nicht mehr an der Seite der deutschen Kanzlerin Merkel. Die Abschottungspolitik ist populär – macht aber der Wirtschaft und dem Tourismus zu schaffen.
„Bis auf Weiteres“ führt Österreich eine Obergrenze für Asylanträge ein. Auch die Zahl der Flüchtlinge, die das Land nur passieren wollen, soll begrenzt werden. Slowenien kündigt an, seinen Soldaten Polizeiaufgaben zu übertragen.
In der Flüchtlingskrise verschärft die Regierung in Wien zunehmend den Ton. Beifall erhält sie dabei vor allem vom einst gescholtenen Nachbarn.
Österreich versucht durch Flüchtlingsobergrenzen Griechenland zur Kooperation zu zwingen – und fürchtet selbst Opfer von Migrations-Rückstaus zu werden. Gleichzeitig beginnen Diskussionen über nordafrikanische Migranten.
Lange wurden an der Grenze zwischen Slowenien und Österreich kaum Flüchtlinge abgewiesen. Nun werden die Kontrollen deutlich strenger. Doch damit das funktioniert müssen auch andere Länder in das Nadelöhr einfädeln.
Die Deutsche Bundesbank veröffentlicht die Falschgeldzahlen 2015. Ratings gibt es für Griechenland, Frankreich, Italien, Belgien, Slowenien und Tschechien.
Nach der Entscheidung für eine Obergrenze für Asylsuchende hofft Österreich auf einen positiven „Dominoeffekt“. Erste Länder hätten bereits aktivere Grenzkontrollen angekündigt, sagt der österreichische Außenminister Sebastian Kurz.
Bis heute streiten Kroatien und Slowenien über ihre Grenze. Mit der Errichtung eines Stacheldrahtzauns schafft die slowenische Regierung Fakten.
Für die Regierung in Slowenien war es eine Niederlage. Die Mehrheit der Landesbewohner stimmt gegen die Erlaubnis zur homosexuellen Eheschließung – ein Erfolg für die konservative Opposition.
Zu Weihnachten wollen die Balkanländer die Flüchtlinge so schnell wie möglich loswerden. Doch die Zusammenarbeit der Behörden klappt nur mäßig. Und es wird immer kälter.
Viele Flüchtlinge kommen nach Slowenien, aber keiner will bleiben. Seit Mitte Oktober haben fast 310.000 Migranten das kleine Land erreicht – die Durchschleusung Richtung Deutschland geht nun sehr rasch und professionell.
An der Grenze zwischen Österreich und Slowenien zeigt sich, wie staatlich geplantes Schleusen funktioniert: Nachts fahren Busse vor und laden Flüchtlinge ein. Alle wollen nach „Germany“. Der Weg ist bestens beschildert.
Schon 6000 Personen steckten in Griechenland an der Grenze fest, seitdem Mazedonien nur noch Iraker, Syrer und Afghanen über die Grenze lässt. Nun steht Athen vor einem kaum lösbaren Problem.
Asylbewerber aus Syrien, Irak und Afghanistan dürfen wie gehabt die Grenzen der Balkanstaaten passieren, alle anderen sollen jedoch aufgehalten werden. Damit wollen die Länder den Flüchtlingsandrang verlangsamen und steuern.
Wochenlang hat die große Koalition in Österreich über einen möglichen Zaun an der Grenze gestritten, um den Flüchtlingsstrom zu ordnen. Zusammen mit Slowenien präsentiert Wien nun ein Konzept.
Slowenische Soldaten haben damit begonnen, die Grenze zu Kroatien mit ausgerolltem Stacheldraht zu sichern. Die Regierung will so die Zahl der Flüchtlinge reduzieren.
Mit Draht, mit der Polizei oder notfalls mit der Armee will nun auch Slowenien seine Grenzen gegen den Flüchtlingsstrom verteidigen. Die Wortwahl und die Maßnahmen des slowenischen Ministerpräsidenten unterscheidet sich kaum noch von der Viktor Orbáns.
Die slowenische Regierung hat angekündigt, an der Grenze zu Kroatien „Hindernisse“ zu errichten. Sie solle jedoch nicht komplett dicht gemacht werden, teilte die Regierung mit, vielmehr gehe es um eine Umleitung der Flüchtlinge.
Bei einer CDU-Veranstaltung in Darmstadt hat die Bundeskanzlerin erklärt, warum sie dagegen ist, Grenzen zu schließen. Dies könne zu militärischen Konflikten führen. Für ihre Flüchtlingspolitik erntete Merkel in Darmstadt mehr Lob als zuletzt in Sachsen.
In einem Telefongespräch mit EU-Kommissionspräsident Juncker hat der österreichische Bundeskanzler erklärt, keinen Zaun an der Grenze zu Slowenien errichten zu wollen. Damit beerdigt Werner Faymann vorerst die Pläne seiner Innenministerin.
Österreich plant den teilweisen Bau eines Zauns an der Grenze zu Slowenien - und wird dafür heftig kritisiert. Im F.A.Z.-Gespräch verteidigt Innenministerin Mikl-Leitner die Pläne - und fordert eine stärkere Abschottung Europas.
Noch immer strömen Tausende Flüchtlinge von Slowenien nach Österreich – jetzt will Wien die Grenze zumindest in Teilabschnitten mit Zäunen absichern. Es gehe aber nicht darum, die Grenze „dicht zu machen“, sagt die Innenministerin.
Bundespolizisten sollen in Griechenland und Slowenien helfen, die Zuwanderung von Flüchtlingen zu kontrollieren. Die Gewerkschaft der Polizei befürchtet, Entsendungen könnten Lücken in Deutschland reißen.
Flüchtlinge auf der Balkanroute sollen nicht mehr von einem Land ins nächste durchgewunken werden. Auch die Aufnahme soll besser geregelt werden, vor allem in Griechenland. Die Ergebnisse des Brüsseler Krisen-Spitzentreffens.
Zum Auftakt des Treffens zur Flüchtlingskrise in Brüssel hat Slowenien vor dramatischen Folgen gewarnt, sollte Europa keine gemeinsame Lösung finden. Ungarns Ministerpräsident und Zaunbauer Orban sieht sich in der Krise nicht mehr zuständig.
Seit Ungarn seine Grenzen geschlossen hat, staut sich der Flüchtlingsstrom zwischen Slowenien und Kroatien. In den überfüllten Lagern wächst die Verzweiflung.
Mehr als 13.000 Flüchtlinge sind seit Freitag über die Balkanroute nach Slowenien eingereist – Regen und Kälte zum Trotz. Die Einwohner in den Grenzdörfern sind beunruhigt.
Jean-Claude Junckers Plan soll den Flüchtlingsstrom endlich in geordnete Bahnen lenken. Doch weiterhin gibt es Differenzen.
Bisher haben die Gipfeltreffen der EU wenig zur Lösung der Flüchtlingskrise beigetragen. Nun will Kommissionspräsident Juncker mit einem Sondertreffen Soforthilfen für Staaten an der Balkan-Route auf den Weg bringen.
EU-Kommisionspräsident Juncker hat einige EU-Regierungschefs zu einem Gipfel nach Brüssel eingeladen, um die Situation auf der Balkanroute zu besprechen - angeblich auf Initiative von Kanzlerin Merkel. Ein Brand in einem Flüchtlingslager in Slowenien zeigt die Probleme.
Mehr als 20.000 Flüchtlinge sind in den vergangenen Tagen nach Slowenien gekommen. Nun soll die Armee an der Grenze aushelfen. Den Nachbarn Kroatien kritisiert Ministerpräsident Cerar scharf.
Der Flüchtlingsansturm auf Slowenien ist ungebrochen – jetzt erwägt die Regierung einen Einsatz der Armee, um der Lage an der Grenze Herr zu werden.