Der Stein des Narren
Gab es Till Eulenspiegel, oder gab es ihn nicht? Das spielt keine Rolle, sagt die Stadt Mölln, denn sie weiß: Touristen aus sieben Jahrhunderten können nicht irren.
Gab es Till Eulenspiegel, oder gab es ihn nicht? Das spielt keine Rolle, sagt die Stadt Mölln, denn sie weiß: Touristen aus sieben Jahrhunderten können nicht irren.
Erstmals findet eine Vollversammlung des Weltkirchenrats auf deutschem Boden statt. Bei den gastgebenden Kirchen wächst wegen heikler politischer Fragen die Nervosität.
Die Orthodoxen Kirchen entzweien sich über die vom Moskauer Patriarchen Kirill vertretene Lehre der „Russischen Welt“. Denn diese ist zutiefst unmoralisch. Ein Gastbeitrag.
Das Publikum ermittelt, weil das Spiel auf Undurchschaubarkeit angelegt ist: In der Oper „Boris Godunow“ steckt eine Theorie der theatralischen Politik.
Scharfkantige Urteile: Caroline Fourest holt aus zu einem Plädoyer für den französischen Laizismus
Verpufft das Engagement für die Ukraine, macht sich Kriegsmüdigkeit breit? Davon ist nun oft die Rede. Doch die Initiativen aus der Region stemmen sich gegen eine solche Entwicklung. Sie wollen weitermachen.
Der Vatikan hatte den „Synodalen Weg“ jüngst kritisiert. Papst Franziskus bezeichnete es nun als „Fehler“, dass die Erklärung namentlich nicht gezeichnet sei.
Das Musée de Cluny in Paris ist Frankreichs bedeutendstes Museum des Mittelalters und beherbergt weltberühmte Kostbarkeiten. Jetzt ist das Ensemble im Quartier Latin nach elfjährigen Sanierungsarbeiten wiedereröffnet worden.
Viele Katholiken in Deutschland waren empört darüber, dass der Vatikan das Reformprojekt „Synodaler Weg“ kritisiert – dazu noch mit einer Erklärung, die nicht namentlich gezeichnet ist. Der Papst hat das jetzt als „Fehler“ eingestanden.
Papst Franziskus hat die Indigenen in Kanada um Vergebung gebeten für die Misshandlungen an kirchlichen Schulen. Und er hat den Kolonialismus angeprangert. Aber das reicht vielen nicht.
Seinen plötzlichen Ruhm verdankt Jürgen Poggel einer Akustik-Coverversion des umstrittenen Ballermann-Lieds „Layla“, die er auf der Orgel spielte. In der Kirche sei die Version ohne Text sehr gut angekommen.
Kein schauriger, aber ein schöner Ort: das einzige Moor im Taunus. Das kleine Biotop bei Schloßborn ist in das viel größere Naturschutzgebiet des Dattenbachtals bei Glashütten eingebunden.
Der Reformator wusste, wie man seinen Ehepartner schützt und seine Kinder von kräftezehrenden Erbstreitigkeiten bewahrt. Davon lässt sich auch heute noch einiges lernen.
Franziskus entschuldigt sich auch in Quebec für kirchliches Unrecht an den Indigenen des Landes – und warnt gleichzeitig vor einer „cancel culture“. Ministerpräsident Trudeau fordert weitere Schritte.
Franziskus hat es gegenüber Indigenen in Kanada getan. Die Päpste vor ihm waren aber überaus sparsam mit Bitten um Vergebung. Vor allem der Schutz der Institution war immer überaus wichtig.
Franziskus hat die Indigenen um Vergebung gebeten. Die Anerkennung ihres Leids ist wichtig. Aber es geht um viel mehr.
In Kanada sollten Indigene an die „christliche Zivilisation“ herangeführt werden. Für das erlittene Leid hat Papst Franziskus nun um Verzeihung gebeten.
Fachleute empfehlen, die Schmähplastik an der Wittenberger Stadtkirche möglichst rasch abzunehmen. Sie solle künftig lieber in einem „adäquat kontextualisierenden Rahmen“ in der Nähe der Kirche gezeigt werden.
Seit Sonntag befindet sich Papst Franziskus auf einer fünftägigen Reise nach Kanada. Er bedauere die Mitwirkung der Kirche an „kultureller Zerstörung“ der indigenen Gesellschaften. In Kanada traf der Papst auch direkt auf Indigene-Vertreter.
Der Vatikan hat sich eine neue Anlagestrategie gegeben. Sie zielt auf Applaus ab, ist aber zutiefst scheinheilig.
Er bedauere die Mitwirkung der Kirche an „kultureller Zerstörung“, so Franziskus bei einem Besuch in dem Ort Maskwacis. Dort trifft der Papst Indigenen-Vertreter.
Kann diese Rechnung aufgehen? Der Synodale Weg nimmt an, die Kirche kommunikativ rocken zu können. Umso enttäuschter zeigt man sich über die jüngste Abmahnung aus Rom.
Im vergangenen Jahr wurden im Westen Kanadas unmarkierte Gräber auf dem Gelände einer ehemaligen katholischen Schule für Indigene entdeckt. Seitdem ist in dem Ort nichts mehr, wie es war.
Sie kam weder zur Beerdigung des Großvaters, noch informierte sie ihre Familie über ihre Hochzeit: Die Eltern und die Schwester einer amerikanischen Tiktok-Influencerin werfen deren Künstleragentur vor, eng mit einer Sekte verbunden zu sein.
Die jüngste Erklärung aus dem Vatikan zum Reformprojekt Synodaler Weg hat den Streit zwischen dem Vatikan und der katholischen Kirche in Deutschland neu befeuert.
Kein Sonderweg für deutsche Katholiken: Laien und Bischöfe zeigen sich erstaunt über die Rüge, die der Vatikan erteilt hat – aus ihrer Sicht beweist der Brief des Papstes „keinen guten Stil“.
Mönche auf Abwegen: Das Kiewer Höhlenkloster ist ein heiliger Ort für orthodoxe Gläubige. Nun wendet es sich vorsichtig von Russland ab.
Sechstausend Jahre Menschheitsgeschichte in höchster Konzentration und erstaunlichster Sichtbarkeit: Malta hat viel mehr zu bieten als steinerne Party-Strände und Nachhilfeunterricht in Englisch. Höchste Zeit für eine Korrektur.
Die Bad Nauheimer Dankeskirche bekommt eine neue Orgel. Die Gemeinde hat sich nun auf die Firma Klais festgelegt.
Das Magdalenenhochwasser von 1342 war eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes in Frankfurt. Die Fluten rissen Milliarden Tonnen Erdreich mit. Es folgten Hungersnot und die Entvölkerung ganzer Landstriche.
Mönche auf Abwegen: Das Kiewer Höhlenkloster ist ein heiliger Ort für orthodoxe Gläubige. Nun Vorsichtig wendet es sich von Russland ab.
Im provenzalischen Oppède-le-Vieux probten Künstler den Aufstand gegen den Faschismus. Es ist auch ihnen zu verdanken, dass das Dorf nicht zur Ruine verkommen ist.
Der Vatikan will sein Geld zukünftig nicht mehr in spekulative Investments anlegen.
Stephan Arnold ist Polizeiseelsorger in Hessen. Wenn Polizisten im Dienst Schlimmes erlebt haben, ist er da und hört zu. Das bringt auch ihn manchmal an Grenzen.
Russland wird seit 750 Jahren von Despotie und Staatswirtschaft geprägt. Der Adel war schwach, die Zaren konnten sich entfalten. Aber erst allmählich konnten sie das Land modernisieren. Wie viel ist davon noch übrig? Ein Gastbeitrag.
Die als Moon-Sekte bekannte Vereinigungskirche hat in Japan nicht den besten Ruf. Doch Konservative nutzen sie gerne als Wählerreservoir.