Sehr wohl gereimt: Ein zweiter Blick auf die Münchner „Meistersinger“
Stille liegt über Seigertshausen in Nordhessen. Nur die Kirchenglocken läuten. Die Menschen gedenken drei kleiner Kinder, die wenige Stunden zuvor im Löschteich ertrunken sind.
Ein veritabler Polit-Thriller: Sie wurde von Sowjets verschleppt, um das besetzte Österreich zu warnen. Für „Im Kalten Krieg der Spionage“ hat Stefan Karner in KGB-Archiven das Verhängnis der Margarethe Ottillinger rekonstruiert.
Während in Orlando noch die Toten des Massakers in einem Nachtklub beklagt werden, decken sich die Börsianer mit Waffen-Aktien ein.
Mit einem prunkvollen Gottesdienst feiert Großbritannien den 90. Geburtstag der Queen. Gelobt wird ihre „liebevolle Führung, pflichtbewusste Hingabe und gütige Menschlichkeit“.
Mit der Familie in eine andere Stadt oder in ein anderes Land zu ziehen, ist kein Kinderspiel. Unsere Autorin hat das sieben Mal in achtzehn Jahren erlebt. Ein Erfahrungsbericht.
Mit seiner Show „A Prairie Home Companion“ hat Garrison Keillor Geschichte gemacht. Er erzählt darin vom wahren Amerika, das bei uns kaum einer kennt. Nun hört er auf.
Sexuelle Freiheit war gestern, heute halten AfD und linke Empörung Wacht: Seit im Netz jederzeit moralische Todesurteile gesprochen werden, sind nicht einmal Sexskandale mehr das, was sie früher waren.
Joachim Gauck verzichtet auf die Kandidatur für eine zweite Amtszeit – und öffnet eine weitere Baustelle für die Kanzlerin. Dabei geht es nicht nur um Partei-Arithmetik.
Die Mutter-Tochter-Kommissarinnen des ZDF heißen Wallenstein und Tilly. Wie die Feldherren gleichen Namens ziehen sie los - gegeneinander. Ihr Privatscharmützel ist so lahm wie der eigentliche Fall.
Halbleere Hallen trotz prominenter Politiker – allgegenwärtig war jedoch der Papst auf dem Katholikentag. Ebenso wie die Rhetorik einer Kirche, die auf inklusive Suchbewegungen Gottes setzt.
Die evangelikale Organisation Open Doors hat behauptet, dass es in Asylunterkünften vermehrt Angriffe auf Christen gegeben haben soll. Eine methodisch saubere Aufarbeitung steht jedoch weiter aus. Auch die EKD tut sich schwer.
Die AfD beruft sich auf das Christentum. Doch ihre Wähler sind oft konfessionslos. Für Partei-Vizechef Gauland sorgen sie sich über die vielen Muslime aus fremden Ländern. Der AfD-Politiker wählt dafür einen deutschen Fußballspieler als Beispiel.
Für einen „Glauben mit wachen Augen“ hat Kirchenpräsident Volker Jung auf dem Jugendkirchentag in Offenbach geworben. Zu den Programmpunkten gehörte auch ein Selfie mit Martin Luther.
An der Volksbühne zeigt sich Regisseur Frank Castorf abermals als absoluter Künstler. Mit „Die Kabale der Scheinheiligen. Das Leben des Herrn de Molière“ überfordert er alle. Und das ist auch gut so.
Fast 20.000 Gläubige nehmen am Ende des Katholikentags in Leipzig am Abschlussgottesdienst teil. Kardinal Marx rief die Zuhörer dazu auf, sich in die Politik einzumischen und wies Kritik der AfD zurück.
Wladimir Putin nutzt seine Visite in Griechenland, um die Mönchsrepublik Berg Athos zu besuchen. Der Kremlherrscher betont damit die Verbindung nach Athen, wo man die Geste allerdings einzuordnen weiß.
Der Katholikentag diskutiert nicht mit, aber über die AfD. Die Kirche sieht sich auch selbst in der Verantwortung, rechtspopulistischen Parolen zu begegnen.
Wohin die katholische Soziallehre derzeit steuert, ist unklar.
Viele Flüchtlingsunterkünfte werden von kirchlichen Hilfsorganisationen betrieben, der Staat trägt die Kosten. Ein AfD-Landesvorsitzender wirft Caritas und Diakonie jetzt Geldmacherei vor.
„Godspot“ nennt die Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz das Projekt: Sie rüstet alle Kirchen mit W-Lan aus. Ob da der göttliche Funke überspringt?
Der Zeitgeist treibt die Jugend nicht in die Arme der Kirche. Doch Gauck lobt das christliche Engagement. Unter dem Motto „Seht, da ist der Mensch“ wurde am Abend der 100. Katholikentag eröffnet.
80 Prozent der Sachsen sind konfessionslos, trotzdem fördert die Regierung des Freistaats den Kirchentag in Leipzig mit Millionenzuschüssen. Die Linke fordert jetzt mehr Laizismus – das gefällt nicht jedem, auch nicht in der eigenen Partei.
Vor rund einem Jahr hat er in einer Kirche neun schwarze Gläubige erschossen, jetzt wird der Prozess gegen Dylann Roof vorbereitet. Die amerikanische Regierung fordert seine Hinrichtung.
Wer sich als Flüchtling christlich taufen lässt, hat bessere Aussichten auf Asyl. Oft aber ist das nicht der Grund, warum viele Muslime konvertieren.
Deutsche Interessen und Heimatgefühl. Dafür steht in den Augen von Alexander Gauland seine Partei. Den großen Kirchen wirft er Feigheit in der Flüchtlingskrise vor.
Wenn der Katholikentag kommenden Sonntag endet, schließt sich in Leipzig eine Gegenveranstaltung an: Die „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters“ trifft sich zur Nudelmesse – bei aller Satire gibt es ein ernstes Anliegen.
Christliche Flüchtlinge in Deutschland werden systematisch durch Muslime verfolgt und drangsaliert. Das behauptet eine Studie der Organisation „Open Doors“. Doch Belege fehlen.
Wenige Gläubige, kaum Geld, fehlende Pfarrer: Die katholische Kirche hat es im Osten schwer. Ausgerechnet jetzt findet hier der Katholikentag statt. Eine Spurensuche in der katholischen Diaspora.
Der frühere Limburger Bischof Tebartz-van Elst kehrt zu seinem akademischen Ursprung zurück. In Rom forderte er eine „selbstkritische Reflexion“ von der Kirche und lobte einen Muslim.
Im Schatten der Frankfurter Bankentürme lädt ein Jesuitenpater junge Menschen zwischen 18 und 30 zum Coaching in seine „Zukunftswerkstatt“. Doch was bloß lässt sich von der katholischen Kirche für Studium, Beruf und Karriere lernen?
Katharina Hoby steht Fahrenden in der Schweiz bei: Die Zirkuseelsorgerin ist auf Jahrmärkten und unter der Zeltkuppel eine vielgefragte Ansprechpartnerin.
Kardinal Karl Lehmann war als Bischof von Mainz die Idealbesetzung. Er hat sich profiliert als „Motor der Ökumene“, als Theologe, Vordenker und Buchautor, als Vermittler, Antreiber und Menschenfreund.
Eine muslimische Glaubensgemeinschaft will die erste neue Moschee in Thüringen bauen. Die AfD wittert ein „langfristiges Landnahmeprojekt“ und will den Bau stoppen. Dabei gilt die Ahmadiyya-Bewegung als gesetzestreu und friedfertig.
In einem Gottesdienst am Pfingstmontag wurde die Annahme von Lehmanns Rücktrittsgesuch durch den Papst bekanntgegeben. Bis zur Wiederbesetzung werden wohl Monate vergehen.
Die katholische Kirche spricht viel über Frauen, aber kaum mit ihnen. Kürzlich wieder über Frauen als Diakone. Papst Franziskus könnte während der Debatte bereits für mehr Gleichstellung sorgen.