Mehr als eine Geschmackssache
Die Kopie des Holocaust-Mahnmals neben dem Privathaus von Björn Höcke schlägt in Thüringen auch politisch hohe Wellen. Selbst vom Vorsitzenden der Jüdischen Landesgemeinde kommt Kritik.
Die Kopie des Holocaust-Mahnmals neben dem Privathaus von Björn Höcke schlägt in Thüringen auch politisch hohe Wellen. Selbst vom Vorsitzenden der Jüdischen Landesgemeinde kommt Kritik.
Aktionskünstler haben neben dem Privathaus des AfD-Politikers Björn Höckes ein „Denkmal der Schande“ errichtet. Jetzt ermittelt die Polizei. Und der Vermieter kündigt zum Jahresende.
Aktionskünstler haben in Björn Höckes unmittelbarer Nachbarschaft ein Stelenfeld aufgestellt. Die AfD fordert eine gesellschaftliche Reaktion, Anhänger blockieren den Zugang zum von den Künstlern angemieteten Grundstück.
Mit seinen Bemerkungen über Flüchtlinge in Deutschland und die Kanzlerin hat Karl Lagerfeld in ein Wespennest gestochen. Die Empörung ist groß. Doch man sollte den Grund seiner „ungeheuerlichen“ Einlassung beachten. Ein Kommentar.
Im französischen Fernsehen zieht der Modedesigner einen Vergleich zwischen der Ermordung Millionen von Juden und Merkels Flüchtlingspolitik. Die Einwanderer seien „die schlimmsten Feinde“ der Juden.
Im Herbst 1941 stellte die Gestapo die Jüdische Gemeinde in Berlin vor die Alternative, bei der Abholung von Juden und Unterbringung in Sammelstellen mitzuwirken oder die Arbeit gleich der SS zu überlassen. Blanka Alperowitz und andere wirkten bei den Deportationen mit, in der Hoffnung, humanitäre Hilfe bieten zu können.
Die fünfte Kolonne der sechsten Säule: Die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ attackiert den Journalisten Edwy Plenel als Komplizen von Tariq Ramadan. Der Angegriffene fühlt sich an die NS-Zeit erinnert.
Wer politisch inkorrekte, frauenfeindliche Witze macht, sollte im Privatleben das Gegenteil verkörpern. Das wird jetzt zum Problem für Louis C.K., den Star der amerikanischen Stand-Up-Szene.
In Paris werden Leben und Werk des Comicautors René Goscinny ausgestellt. Wer glaubt, schon alles über den „Asterix“-Erfinder zu wissen, wird eine Überraschung erleben.
Eine Ausstellung in der Mensa der Uni Göttingen wird nach Protesten wegen Antisemitismus und Sexismus abgehängt. Die Künstler und das Studentenwerk sind über die Reaktionen auf die als Satire gedachten Bilder konsterniert.
Ein Freundschaftsspiel zwischen dem jüdischen Klub Makkabi Frankfurt und einem teils muslimischen Team aus Mainz kennt viele Gewinner. Und zeigt: Fußball kann ein Mittel zur Völkerverständigung sein.
Aus Selbstschutz war das Thema Holocaust in den Familien tabu. Begegnungen in der jüdischen Gemeinde in Zagreb. Zeitzeugen und Rabbiner Prelević im Gespräch.
Zeitzeugin Eva Szepesi liest vor bayrischen Schülern aus ihrem Buch „Ein Mädchen allein auf der Flucht“. Das Schreiben hilft ihr beim Trauern.
Vor hundert Jahren hielt Max Weber in München seinen berühmten Vortrag über „Wissenschaft als Beruf“. Die Fragen, die er aufwarf, verdienen auch heute noch eine überzeugende Antwort.
Vor 100 Jahren verpflichtete sich Arthur Balfour, dem jüdischen Volk in Palästina eine nationale Heimstatt zu schaffen. Damit legte der damalige britische Außenminister den Grundstein für einen blutigen Konflikt. Ein Kommentar.
Wer staatliche Feiertage für Muslime, orthodoxe Christen oder Juden hierzulande einführen will, begeht einen Fehler. Ein Gastbeitrag.
Bei Arte läuft eine Reportage, die man gesehen haben muss.Sie schildert die Geschichte des Vierzehnjährigen, der seine Schule in Berlin verlassen musste. Er war dort seines Lebens nicht mehr sicher – weil er Jude ist.
Holocaustleugner erzogen Heidi Benneckenstein, Holocaustüberlebende Deborah Feldman. Die ungleichen Frauen haben über ihr Leben geschrieben. Ein Gespräch über Hitler und Rechtsextremismus, das Tagebuch der Anne Frank und die deutsche Schuld.
Fast im Alleingang hat Raul Hilberg ein Forschungsfeld begründet, das man heute Holocaust-Studien nennt. Dabei war sein Standardwerk „Die Vernichtung der europäischen Juden“ lange Zeit zu wahr, um übersetzt zu werden.
Elisha Wiesel, Sohn des bekannten Holocaust-Überlebenden, war früher Punk-Rocker. Jetzt macht er die Großbank Goldman Sachs fit für die Zukunft.
Fünf Jahre nach den Anschlägen von Toulouse verfolgt Frankreich den Prozess gegen Abdelkader Merah. Er soll seinen Bruder Mohamed bei den Terrortaten unterstützt haben.
Verbrechen an Juden werden totgeschwiegen – und in der Banlieue grassiert der islamische Antisemitismus: Die feministische Philosophin Elisabeth Badinter klagt Frankreichs Medien und Politik an.
Demonstrationen und Straßenblockaden in Israel: Streng religiöse Juden wehren sich gegen die zwangsweise Einberufung zum Wehrdienst. Zwischen Tel Aviv und Jerusalem blockieren sie eine Autobahn.
Jerusalems Geschichte ist so alt wie facettenreich. Über die Jahrtausende hinweg sah die Stadt Imperien kommen und gehen. Spuren vom römischen Reich waren bisher jedoch rar. Doch nun gelang Archäologen eine Sensation.
Yossi Elads Restaurant Machneyuda ist eine Institution in Jerusalem. Nun ist der Koch für elf Tage in Frankfurt – und hat sich für sein Menü von der Stadt inspirieren lassen.
Die Wissenschaftler Heike Radvan und Meron Mendel sprechen auf der Frankfurter Buchmesse über Judenfeindschaft. Wie notwendig die Debatte noch immer ist, beweist mancher Zuschauerbeitrag.
Wird der Qatari Hamad bin Abdulasis al-Kawari neuer Unesco-Generaldirektor? Vor den etscheidenden Wahlgängen stehen seine Chancen gut. Jetzt wird ihm Antisemitismus vorgeworfen.
Viereinhalb Minuten lang rappt sich „Slim Shady“ in einem Parkhaus ohne Beat den Frust über Donald Trump von der Seele. An Fans von ihm, die auch mit dem Präsidenten sympathisieren, hat er eine klare Botschaft.
Die prägenden Jahre vor dem Weltruhm: Das Kunstmuseum Basel zeigt das Frühwerk von Marc Chagall und stößt dabei auf erfrischend kitschfreie Bilder.
Elf Angehörige eines SS-Sonderkommandos standen im Oktober 1967 wegen des Massenmords in Babij Jar vor Gericht. Gesine Cresspahl erfährt davon aus der New York Times. Siebte Lektürewoche in Uwe Johnsons „Jahrestagen“.
Obwohl sie seit Jahren hier leben, werden Muslime in Deutschland immer öfter Opfer islamfeindlicher Angriffe. Der Wahlerfolg der AfD besorgt nun viele Gläubige umso mehr. Besuch in einer Moschee.
Die Standpunkte der AfD-Spitzenkandidaten sind bekannt. Laut Hochrechnungen erhält die Partei zwischen 80 und 90 Sitze im Bundestag. Wer sind die anderen Kandidaten und wofür stehen sie?
Hass, Wut, Angst – was treibt Menschen an, rechtspopulistischen Bewegungen ihre Stimme zu geben? In seinem Essay über „Zornpolitik“ versucht Uffa Jensen, politische Emotionen zu erklären.
Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) hat anlässlich des Holocaust-Gedenktags zur Wachsamkeit gegenüber anhaltender Judenfeindlichkeit aufgerufen. „Der Antisemitismus ist mitten unter uns“, warnte sie. Auch Inge Auerbacher und Mickey Levy sprechen bei der Gedenkstunde im Bundestag.
Verfolgen Sie die Pressekonferenz zu der antisemitischen Attacke in Halle an der Saale mit Innenminister Horst Seehofer, dem Leiter des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und dem Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Felix Klein in unserem Livestream.
Das Europaparlament in Brüssel gedenkt heute den Opfern des Holocaust. Diskutiert werden soll auch über die Rechtsstaatlichkeit in Ungarn – und wahrscheinlich auch über die Brexit-Entscheidungen des britischen Unterhauses. Verfolgen Sie die Debatte im Livestream.