Macht doch eiern Dreck alleene!
Dresden ist tief gespalten. Bisher gelang es Pegida nur hier, die Massen auf die Straße zu bringen. Doch Sachsens Hauptstadt ist nicht erst seit heute auch ein Hort der Extreme.
Dresden ist tief gespalten. Bisher gelang es Pegida nur hier, die Massen auf die Straße zu bringen. Doch Sachsens Hauptstadt ist nicht erst seit heute auch ein Hort der Extreme.
Zu sagen, der Islam sei friedliebend, damit ist es nicht getan. Denn die Täter von Paris hatten einen religiösen Bezug. Aber es kam noch etwas hinzu. Zur Anatomie einer mörderischen Frömmigkeit.
Deutschland beschäftigt derzeit vor allem Pegida. Dabei gibt es für Angst wenig Grund. Und mit den Zahlen von Alcoa sogar gute Nachrichten.
„Der Islam gehört zu Deutschland“, so formuliert es die Kanzlerin. Genauso wie Pegida. Wir wissen nur noch nicht, welcher Islam, und genauso wenig, was Pegida eigentlich will. Die Frage ist, ob das allen Beteiligten klar ist.
Pegida demonstrierte in Dresden zum zwölften Mal, es kamen mehr Menschen als je zuvor. Die Belehrungen nach dem Terroranschlag gegen „Charlie Hebdo“ waren offenbar wieder einmal Wasser auf ihre Mühlen.
Nach den Terroranschlägen in Paris bekommt die Pegida-Bewegung in Dresden noch einmal starken Zulauf. Dass Angehörige und Freunde der Opfer den Zuspruch der Demonstranten gar nicht wollen, ist denen egal.
Michel Houellebecq schüre mit seinem neuen Roman die Ängste vor dem Islam, heißt es. Ist das aber wahr? In der nächsten Woche kommt der Autor nach Deutschland.
München, Hannover, Leipzig, Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Saarbrücken, Schwerin - insgesamt rund 100.000 Menschen sind in deutschen Städten auf die Straße gegangen, um ein Zeichen gegen Pegida zu setzen. Mancherorts wird der Marsch der Islamfeinde ausgebremst.
Die Anhänger der Pegida-Bewegung wollen bei einem Trauermarsch der Opfer des „Charlie Hebdo“-Attentats gedenken. Französische Karikaturisten lehnen diese Instrumentalisierung ab und wehren sich.
Die Welt ist erschüttert über den Anschlag auf „Charlie Hebdo“. Warum es höchste Zeit ist, dass die gesellschaftliche Mitte dem Fanatismus entschlossen Paroli bietet. Ein Gespräch mit dem Kabarettisten Dieter Nuhr.
Das Leipziger Ordnungsamt hat ein Verbot islamkritischer Karikaturen für eine Demonstration an diesem Montagabend aufgehoben. Zunächst hatte das Amt den „Legida“-Organisatoren eine entsprechende Auflage gemacht.
Das Pegida-Bündnis aus Dresden hat sich von seinen Ablegern in Köln, Bonn und Düsseldorf distanziert - die Verbindungen zum rechtsextremen Rand und zu Verschwörungstheoretikern bleiben trotzdem bestehen.
Beim Aufmarsch der islamfeindlichen Bewegung „Legida“ am Montag in Leipzig dürfen keine Mohammed-Karikaturen gezeigt werden. Das hat das Ordnungsamt der Stadt entschieden.
++ Solidaritätsmärsche in vielen Städten ++ Hunderttausende in Paris ++ Mehr als 40 Staats- und Regierungschefs ++ Hohe Sicherheitsvorkehrungen ++ Die Ereignisse im FAZ.NET-Liveblog
„Je suis Charlie, aber nicht Pegida“: In Dresden haben rund 35.000 Bürger für Weltoffenheit demonstriert. In Berlin ist am Sonntag eine Mahnwache für die Opfer des Terrors in Frankreich geplant.
Die Pegida-Bewegung will gemeinnützig werden, damit Spender ihre Überweisungen von der Steuer absetzen können. Doch das ist gar nicht so einfach.
Wer Geld an die Pegida-Bewegung überweist, kann den Betrag demnächst womöglich von der Steuer absetzen. Denn die Organisation will sich bescheinigen lassen, dass sie „gemeinnützig“ ist.
Jeden Montag demonstrieren Menschen in Dresden. Ihre Gruppe nennen sie „Pegida“. Was bedeutet das Wort, und welches Anliegen, welche Forderungen, welche Geschichte haben die Demonstranten?
Das Attentat auf „Charlie Hebdo“ ist ein Angriff auf unsere Demokratie, unsere Presse- und Meinungsfreiheit. Wir müssen sie stets aufs Neue verteidigen, auch gegen die perfide Propaganda der Pegida-Anführer und den üblen Vorwurf der „Lügenpresse“. Ein Aufruf der deutschen Zeitungsverleger.
Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat einen Brief an alle Bundestagsfraktionen und die FDP geschrieben, um für eine Solidaritätskundgebung für Frankreich nach dem Anschlag zu werben. Ob Gabriels Koalitionspartner CDU und CSU teilnehmen wollen, ist jedoch offen.
Manche in der AfD werten den Anschlag von Paris als Rechtfertigung für Islamkritik. Doch im Westen will die Partei bei Europa-Themen bleiben - allen voran ihr Vorsitzender Bernd Lucke, der einer Pauschalkritik an Muslimen nicht zustimmen will.
Die CSU fordert eine Verschärfung des Strafrechts als Reaktion auf den Pariser Anschlag. Der Vorschlag stößt auf Ablehnung: Die SPD bezeichnet die Behörden als „bestens gerüstet“ für die Terrorbekämpfung. Auch ein Unionspolitiker warnt vor einem Hochschaukeln.
Nicht der Islamismus, sondern die Angst, bloß nicht mit AfD und Pegida in einen Topf geworfen zu werden, scheint für deutsche Politiker das wichtigste Thema nach dem Anschlag in Paris zu sein.
Der Terroranschlag auf „Charlie Hebdo“ hat Frankreich aus der Lethargie gerissen. Im unerklärten Krieg gegen die Feinde von innen spielt Präsident Hollande eine entscheidende Rolle.
Nach einem Treffen mit Initiatoren der Pegida-Proteste spricht die AfD-Vorsitzende Frauke Petry von „inhaltlichen Schnittmengen“. Es sei falsch, Pegida Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vorzuwerfen.
SPD und CDU könnten bald schon über ein Einwanderungsgesetz sprechen. Aber was sollte ein solches Gesetz leisten? Die deutsche Wirklichkeit ordnen? Die besteht nämlich aus der Einwanderung erster, zweiter und dritter Klasse.
In den westlichen Demokratien müssen die Extremisten und Volksverhetzer jeder Couleur von der Nachschubverbindung aus dem politisch gemäßigten Lager abgeschnitten werden. Unbändigen Hass auf die „Lügenpresse“ gibt es auch in Deutschland.
Die Anti-Islam-Bewegung Pegida sieht sich durch den Terroranschlag in Paris in ihren Warnungen vor einer angeblichen Islamisierung bestätigt. Die AfD in Sachsen geht auf Tuchfühlung.
Es ist nicht der Islam, Stupid! Es ist der Hass und die Angst in den Herzen der Menschen und genau die marschiert bei Ihnen, liebe Pegida, ständig mit.
Der Planer der Frankfurter Pegida-Proteste Hans-Peter Brill ist aus der AfD ausgetreten. Die Partei hatte ihm zuvor vorgeworfen, gemeinsame Sache mit einem NPD-Funktionär zu machen und Konsequenzen angedroht.
Jetzt erst recht: Ungeachtet des schlechten Images durch die Pegida-Demonstrationen will Dresdens Oberbürgermeisterin ihre Stadt zur „Kulturhauptstadt Europas“ machen. Die Bewerbung war schon im November geplant.
„Wo bleibt die Empörung über Islamismus?“ fragt Alice Schwarzer und wird dafür auf „twitter“ beschimpft. Der bekanntesten deutschen Feministin wird vorgeworfen, Verständnis für Pegida zu zeigen.
„Pegida“ ist keine Bewegung. Man darf sie auch verurteilen – in einem freien Streit der Meinungen.
Bernd Lucke will die AfD alleine führen. Doch weil er seine Gegner nicht öffentlich schelten will, überlässt er jenen das Feld, die weniger Skrupel haben.
Der Brandenburger AfD-Landeschef Alexander Gauland greift weitere Positionen der Pegida-Bewegung auf und plädiert für ein Einwanderungsgesetz.
In Frankreich zerbricht man sich den Kopf über die neue deutsche Fremdenfeindlichkeit. Manche träumen angesichts der Pegida-Demonstrationen von einer populistischen Welle auch in ihrem Land.